19.04.2017  10:06 Uhr  Alter: 69 Tage
Von: Hartmut Gerlach

Neuling startet durch

Vorgestellt: BSG Chemie Leipzig, Heimgegner des FC Einheit am Sonntag um 14 Uhr

Die BSG Chemie Leipzig, die in diesem Jahr aus der Sachsenliga in die neue Spielklasse aufstieg, nimmt nach 23 Runden mit 50 Punkten und 49:16 Toren den 1. Platz ein und ist auf dem besten Weg, nach dem Aufstieg in die Regionalliga durchzustarten.

Die Mannschaft von Dietmar Demuth hat 15 Spiele gewonnen: SSV Markranstädt (2:0-H), VfL Halle 96 (2:0-H), FSV Barleben (4.1-H), Wismut Gera (2:0-A) und FC Carl Zeiss Jena II (3:2-A), Einheit Rudolstadt (3:1-H), Askania Bernburg (5:1-A), Brandenburg (2:1-A), Merseburg (2:0-H), SCHOTT Jena (5:1-A), Bischofswerda (2:0-H), Barleben (3:0-A), Markranstädt (3:0-A), Gera (2:0-H), Sandersdorf (4:1-A). Fünf Mal spielte man unentschieden: SG Union Sandersdorf (1:1-A), Halberstadt (2:2-H), Inter Leipzig (0:0-H), Carl Zeiss Jena II (1:1-H), Halberstadt (0:0-A). Drei Mal wurde verloren: Bischofswerdaer FV (0:2-A), Inter Leipzig (0:1-A), Plauen (1:2-H).

Diese 14 Spieler haben mehr als die Hälfte der 23 Partien für Chemie bestritten:

Dölz, Wajer, Trogrlic, Heinze (23), Bunge, (22), Karau, Müller, B. Schmidt (21), Kind, F. Schmidt (20), Markus (18), Bury (17), Ludwig (16), Schlüchtermann (13).

Die Torschützen: Kind (13), Müller (9), Heinze (7), Bunge (6), F. Schmidt (5), Bury (4), Ludwig (2), Trogrlic, Schlüchtermann, Markus(1).

In den Wechselperioden verstärkte sich der Aufsteiger mit sieben Spielern: Bury (VfL Halle 96), Bunge (SSV Markranstädt), F. Schmidt (FSV Luckenwalde), Becker 1. FC Magdeburg U19), Nguyen (ZFC Meuselwitz U19), L. Schmidt (Würzburger FV) und Felix Paul (VfB Auerbach). Den Verein verlassen haben acht Spieler. Darunter war mit Hahn (VfL Halle 96) einer, der in die Oberliga wechselte.

Dieter Demuth, seit dem 21.01.2016 der Chef bei den Leutzschern, kann auf 14 Stationen in seiner Trainerlaufbahn blicken. So war er Co-Trainer beim 1. FC Kaiserslautern (1992/93) sowie 1998 - 2000), beim VfL Wolfsburg (1995 - 17.03.1998) und bei Eintracht Braunschweig (16.11.2006 - 19.03.2007). Die volle Verantwortung als Trainer trug er bei diesen Vereinen: FC St. Pauli II (1990 - 92), SV Lurup (01.10.93 - 11.10.94), FC St. Pauli (01.02.1999 - 19.08.2002), Chemnitzer FC (05.03.2005 - 15.12.2005), Eintracht Braunschweig (20.03.2007 - 30.06.2007), SV Babelsberg (07.10.2007 - 15.05.2012), Bergedorf 85 (22.07.2013 - 28.10.2013), Berliner AK (25.03.2014 - 15.09.2014) und ZFC Meuselwitz (21.01.16 - 30.06.2015), Gespielt hat Demuth beim FC St. Pauli (1979-1983(Bayer Leverkusen (1983 - 1984), Kickers Offenbach (1984 -1988) und zuletzt wieder beim FC St. Pauli (1988 - 90).

Blicken wir abschließend noch auf ein Stück Vereinsgeschichte (Quelle: Wikipedia):

Die BSG Chemie Leipzig war eine Leipziger Fußballsportgemeinschaft aus dem Stadtteil Leutzsch. Sie entstand 1950 aufgrund der Neuorganisation der DDR-Sportvereine auf Basis von Betriebssportgemeinschaften (BSG) mit der am 16. August 1950 erfolgten Umwandlung der ZSG Industrie Leipzig/Abteilung Leutzsch in die BSG Chemie Leipzig, die bereits im ersten Jahr ihres Bestehens die Fußballmeisterschaft der DDR in der Saison 1950/51 gewann.

Aufgrund der Neustruktur des Leipziger Fußballs wurde die BSG Chemie 1963 erneut ins Leben gerufen, bekam die vermeintlich „nicht förderungswürdigen“ Spieler zugeteilt und wurde bereits im ersten Jahr ihrer Wiederbelebung als Überraschungsmeister der DDR-Oberliga 1963/64 zur „Legende“. Die BSG Chemie Leipzig bestand bis zur Wende und fusionierte 1990 mit der BSG Chemie Böhlen zum FC Sachsen Leipzig. Aufgrund zunehmender Unzufriedenheit eines Teils der Fanszene des FC Sachsen Leipzig wurde 1997 die BSG Chemie Leipzig neu gegründet.

Nach drei Aufstiegen erreichte diese Mannschaft in der Saison 2011/12 die Stadtklasse Leipzig. Nach der Saison 2010/11 übernahm der Verein die Erste Herren-Fußballmannschaft des VfK Blau-Weiß Leipzig und konnte deshalb in der Saison 2011/12 als Untermieter im Alfred-Kunze-Sportpark bereits in der Sachsenliga antreten.

Am 12. August 2011 wurde auf einer Mitgliederversammlung des Vereins die Umbenennung in Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig beschlossen, so dass der Verein nunmehr unter dem Namen aus DDR-Zeiten spielt. Ein konkreter Bezug des Vereins zu einem existierenden Betrieb bzw. zu Betriebssportaktivitäten besteht nicht.

Nach zwei Spielzeiten in der Sachsenliga stieg der Verein 2013 in die Bezirksliga Nord ab, aus dieser gelang jedoch der sofortige Wiederaufstieg, so dass die BSG Chemie Leipzig in der Saison 2014/15 wieder in der Sachsenliga spielt. Nach der Insolvenz der SG Sachsen Leipzig wurde die BSG Chemie Leipzig alleiniger Pächter des Alfred-Kunze-Sportparks. Die "Alten Herren" sowie die Kegelabteilung der SG Sachsen traten der BSG Chemie Leipzig bei. [5] Nachdem in der Saison 2014/15 der Aufstieg in die fünftklassige Oberliga Nordost-Süd knapp verpasst wurde, wurde dieses Ziel in der Landesligasaison 2015/16 erreicht.[6]