09.10.2017  11:30 Uhr  Alter: 63 Tage
Von: Hartmut Gerlach

Sieger hätte Rudolstadt sein müssen

Die Meinung der Trainer nach dem Landespokalspiel Rudolstadt - Meuselwitz (1:4 n. E.)

In der obligatorischen Pressekonferenz nach dem Achtelfinalspiel im Köstritzer Landespokal äußerten sich Heiko Weber und Holger Jähnisch zunächst zum Spiel:

Heiko Weber (ZFC Meuselwitz)

„Ich hatte nach den anstrengenden zwei Stunden dem Einheit-Trainer vor dem Elfmeterschießen gesagt, dass es heute nur einen Sieger geben kann - das muss Rudolstadt sein. Denn wir waren heute als Mannschaft arrogant, haben ohne Tempo gespielt und einen in meinen Augen gerechten Elfmeter bekommen haben, der aber mit drei Stundenkilometern geschossen worden ist. Damit haben wir den Gegner wieder aufgebaut. Wir haben heute Glück gehabt. Normalerweise verliert man dieses Spiel. Zwar haben wir am Dienstagabend in Berlin gespielt und haben vier kranke Spieler. Doch das sind alles nur Nebensächlichkeiten. Rudolstadt hat alles reingeworfen und Großchancen gehabt. Wir waren nicht in der Lage, einmal eine Druckphase aufzubauen. Aber so ist der Pokal, wir sind eine Runde weiter. Dann fragt morgen keiner mehr danach. Und nächstes Jahr, wenn ich dann wieder hier sitze, dann gewinnt ihr mal.

Holger Jähnisch (FC Einheit Rudolstadt)

„Das war heute ein Spiel auf Augenhöhe. Das wollten wir von Anfang an auch erreichen. Dabei haben wir die Marschrichtung so gewählt, dass wir Meuselwitz die Spieleröffnung überlassen haben, um dann kompakt zu stehen und in die Räume hinein zu stoßen, die man zwangsläufig bekommt, weil Meuselwitz das aus der Regionalliga nicht so gewohnt ist. Aber das ist natürlich bitter für uns, nach so einem Spiel und einem Elfmeterschießen. Das ist Glückssache, sagt man. Aber das ist es meiner Meinung nach nicht. Die Frage ist dabei, wie konzentriert bin und druckresistent ist man in einer solchen Situation. Das kann man schlecht im Training simulieren. Aber wir hatten auch schon Elfmeterschießen, die wir besser bestritten hatten. Wir hatten in 90 bzw. 120 Minuten genügend Chancen, um das Tor zu machen. Aber natürlich gab es auch Situationen, wo wir von Meuselwitzer Seite her ein Tor hätten bekommen können. Doch ein Kompliment an meine Mannschaft für einen fantastischen Pokalfight. Die Mannschaft ist an ihre Grenze gegangen und darüber hinaus. Es war gut zu sehen, wie die Jungs sich angefeuert und gepusht haben, um den Gegner zu eliminieren. Das ist uns leider nicht gelungen. Natürlich sind wir heute erst einmal enttäuscht, Jetzt müssen wir wieder ein Jahr warten, um wieder gegen einen höherklassigen Gegner im Pokal spielen zu können.“

Foto: Grit Fleischer