12.12.2017  08:30 Uhr  Alter: 43 Tage
Von: Hartmut Gerlach

Trotz Unterzahl war mehr möglich

Die Meinung der Trainer nach dem Oberligaspiel FC Einheit - TV Askania Bernburg (0:4)

Obwohl es diesmal aus organisatorischen Gründen keine Pressekonferenz gab, haben wir nach Spielschluss des letzten Oberligaspiels zwischen unserem FC Einheit und dem TV Askania Bernburg des Jahres mit den Trainern beider Mannschaften gesprochen. Nun versuchen wir nur noch, an Spielberichte aus der Sicht der Bernburger heranzukommen.

Und das sagten uns beide Übungsleiter:

Karsten Oswald (TV Askania Bernburg):

„Rudolstadt war immer eklig zu bespielen, Ich kenne sie noch aus meiner Meuselwitzer Zeit. Klar spielte uns die Rote Karte mit hinein. Dadurch sind wie zeitig in Überzahl. Aber das ist manchmal schwierig. Wir waren zwar einer mehr, haben aber wohl den ominösen Schritt weniger gemacht. Rudolstadt hatte in der ersten Halbzeit Chancen. Vor der Pause waren wir viel zu passiv. Ich habe in der Halbzeit dann noch einmal ein paar deutliche Worte gefunden. Es gibt aber dann ein großes Lob, wie die Jungs die zweite Halbzeit gespielt haben. Wir sind als Team aufgetreten und die Mannschaft hat gezeigt, dass sie immer mehr zusammen wächst. Wenn wir am Ende einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, ist das überragend. Das wird aber noch ein langer Weg. Wir waren eigentlich angetreten, um nicht abzusteigen. Aber nun sind wir auf einem guten Weg, dass wir uns weiterentwickeln.“

Holger Jähnisch (FC Einheit Rudolstadt):

„Die Beurteilung des Spiels ist nach der frühen Roten Karte und dem Gegentor ist natürlich schwierig. Schlechter kann es eigentlich nicht losgehen. Dabei hatten wir in der ersten Halbzeit noch gute Spielzüge nach vorn. Aber wir haben es versäumt, die Offensivaktionen über Schneider, Thönnessen und Riemer besser zu Ende zu spielen. Die Querpässe und Eingaben haben oft keinen Abnehmer erreicht. Auch aus den Standards haben wir zu wenig gemacht. Das 1:1 war selbst in Unterzahl möglich. Wir haben uns in der Pause auch vorgenommen, das Tor zu erzielen. Aber wir haben in der zweiten Halbzeit so allmählich die Spielkontrolle verloren. Wir haben zwar nach vorn gespielt, uns aber im Mittelfeld nicht abgesichert. Dadurch sind wir mehrfach eiskalt ausgekontert wurden. Da hat uns der Gegner gezeigt, Chancen konsequent zu verwerten. Die Niederlage ist in der Höhe bitter, aber wohl auch verdient. Aber aus solchen Spielen muss man als Spieler, Trainer und Verein Schlüsse ziehen. Wir müssen uns positionieren und strecken, um, so wie ich es vor der Saison gesagt habe, die Liga zu halten. Das muss unser Ziel sein, auch, dass wir möglichst einstellig einkommen wollen. Wir müssen die Hinrunde konsequent aufarbeiten und dürfen uns dabei nicht in die Tasche lügen. Ich habe so das Gefühl, dass wir noch nicht so richtig begriffen haben, dass wir für den Klassenerhalt kämpfen.“

Fotos: Grit Fleischer