02.02.2018  06:41 Uhr  Alter: 17 Tage
Von: Hartmut Gerlach

SV Eintracht Eisenberg - FC Einheit Rudolstadt 2:4 (0:3)

Zufriedenheit bei beiden Trainern nach flottem Testspiel

Am Ende eines flott geführten Spiels am Donnerstagabend (02.02.) bei recht kühlen Temperaturen auf dem Kunstrasen im Eisenberger Schortental waren beide Trainer mit der „Trainingseinheit unter Wettkampfcharakter“ zufrieden. Holger Jähnisch fand vor allem die erste Halbzeit seiner Schützlinge in Ordnung. Pendant Thomas Lässig freute sich über die Steigerung seiner Mannschaft im zweiten Abschnitt.

Die eine Klasse höher spielenden Rudolstädter brauchten eine Viertelstunde, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Bis dahin hatte es in beiden Strafräumen keine aufregenden Szenen gegeben, wobei es zwischen den Sechzehnern recht hektisch und laut zuging. Mit dem ersten Tor, einen Kopfball des heranpreschenden Thomas Thönnessen im Anschluss an eine Ecke von Raul Xavier Amaro (15.), übernahm der Gast die Regie einer bis auf wenige Aktionen fair geführten Begegnung. Vor allem in Punkte Kombinationssicherheit und Spielgeschwindigkeit im Vorwärtsgang hatte die auch technisch bessere Einheit in den ersten 45 Minuten Vorteile. So war es nicht verwunderlich, dass sowohl Benjamin Bahner (33.) als auch Philipp Röppnack (34.) mit einem Doppelschlag bis zum Kabinengang für klare Verhältnisse sorgten. Weiter gute Möglichkeiten durch Amaro (15., 21), Lukas Schirmmeister (16.), Bahner, Amaro, Marco Riemer mit einer Dreifachchance (20.) und Riemer (25.) blieben ungenutzt.

Der Thüringenligist kam nur selten in die Nähe des FC-Strafraums und hatte seine beste Szene, als Ronny Böhme am linken Flügel durchbrach, aber nur das Außennetz traf (29.). Der Eintracht-Trainer zog nach 45 Minuten aus der Sicht seiner Mannschaft dieses Fazit: „Rudolstadt hat uns den Schneid abgekauft. Aber wir haben auch zu wenig Laufbereitschaft und Einsatz gezeigt und unsere Fehlpassquote war zu hoch. Da haben wir es dem Gegner zu leicht gemacht, zu Toren zu kommen.“

Mit Beginn des zweiten Durchgangs spürte man, dass die Hausherren nun etwas mutiger agieren wollten. Mit einem fulminanten Schuss aus 20 Metern, der den, wie drei andere Mitspieler, nach der Pause ins Spiel gekommenen Max Bresemann gleich zu höchster Konzentration zwang (46.), setzte der SV Eintracht ein erstes Achtungszeichen. In den nächsten Minuten hielt der Oberligist den eine Klasse tiefer spielenden Gastgeber von seinem Gehäuse zwar fern, sündigte aber auf der Gegenseite bei sehr guten Möglichkeiten von Riemer (49.), dessen Heber Lewandrowski weg fing (49.), und zwei Mal Sven Rupprecht (55., 57.) sowie bei weiteren Angriffen, die etwas halbherzig abgeschlossen wurden. Doch Rupprecht besorgte dann nach einem schnellen Angriff und dem tödlichen Pass von Riemer aus zwölf Metern das 4:0 (62.).

Aber danach zog der Schlendrian ein ins bis dato gefällige Rudolstädter Spiel. „Nun hat es bei uns nicht mehr gestimmt. Wir haben etwas unsere Linie verloren. Vor allem die Raumaufteilung und die Konsequenz habe ich vermisst. Vieles war da nur ‚klein-klein’. Da fehlen die klaren Aktionen in der Spieleröffnung und im Abschluss. So haben wir den Gegner noch ein Stück weit stark gemacht“, beschrieb Holger Jähnisch die letzten 30 Minuten.

Eisenberg nutzte das Nachlassen des Kontrahenten mit einem Doppelschlag. Zunächst jagte Alexander Sattler einen 30-Meter-Freistoß unhaltbar in den Winkel (69.). Kurz darauf segelte ein weiterer Freistoß aus 35 Metern von Maik Berger an Freund und Feind vorbei als Aufsetzer ins Netz, wobei die Einheit-Deckung in dieser Situation nach dem Motto, „nimm du ihn, ich hab’ ihn sicher“, agierte.

In der Schlussphase musste Bresemann noch drei Mal nach unten tauchen oder durch die Luft segeln (81., 89., 90.), um weitere Eisenberger Treffer zu verhindern. Auf der Gegenseite hätten Riemer (71.) und Rupprecht (75.) das Ergebnis aus Gästesicht in die Höhe schrauben können

Trotz der wenig überzeugenden letzten halben Stunde zeigte sich der Einheit-Coach am Ende wieder versöhnt. Schon am Samstag steht ein weiteres Vorbereitungsspiel - es ist das letzte vor dem Oberligapunktspiel in Halle (11.02.) - auf dem Programm. Um 12 Uhr empfängt die Einheit auf dem heimischen Kunstrasen den Vorjahresvizemeister FC An der Fahner Höhe.

Die Statistik:

SV Eintracht:

Lewandrowski, Brack, Reuther, Müller, Walzog, Schulz, Kittler, Stäps, Häring, Berger, Böhme (Sattler, Schlögel, Mücke)

FC Einheit:

Glaser, Schirrmeister, Szymanski, Reetz, Riemer, Röppnack, Xavier Ramaro, Thönnessen, Seturidze, Rupprecht, Bahner (Bresemann, Gehrmann, Becker, Sträßer

Schiedsrichter: Tarik El-Hallag (Jena(

Torfolge: 0:1 Thönnessen (15.), 0:2 Bahner (33.), 0:3 Röppnack (34.), 0:4 Rupprecht (62.), 1:4 Sattler (69.), 2:4 Berger (71.)