16.04.2018  10:12 Uhr  Alter: 7 Tage
Von: Textauswahl: Hartmut Gerlach

So sah man in Plauen die Oberligapartie VFC Plauen - FC Einheit Rudolstadt e.V. 1:1 (1:0)

Spielbericht auf www.vfc-plauen.de und auf www.freiepresse.de

Hier die Berichte vom Oberligaspiel VFC Plauen - Einheit Rudolstadt (1:1) aus der Sicht des Gastgebers. Zunächst der Artikel, der auf der Homepage www.-vfc-plauen.de erschien. Dann der in der Zeitung „Freie Presse“. Die Fotos sind von Achim Freund. Mit den Meinungen der Trainer und weiteren Fotos von A. Freund schließen wir die umfangreiche Berichterstattung über das Spiel vom Sonntag ab und wenden uns ab Dienstag dem in Halle zu;

VFC Plauen verschenkt Sieg gegen Rudolstadt in der Schlussminute

„Der VFC Plauen führte bis zur 89. Minute mit 1:0, musste aber doch noch das späte 1:1 hinnehmen. Die Platzherren spielten erneut mit einer Mannschaft, die so noch nie in einem Punktspiel zusammengespielt hat. Wieder musste VFC-Trainer Daniel Rupf vom Sonnabend auf Sonntag kurzfristig umdenken. Vier Spieler mussten passen und so saßen gerade einmal zwei einsatzbereite Feldspieler auf der Ersatzbank. Was die Mannschaft dennoch gegen eine starke eingespielte Mannschaft abrief, fordert Respekt ab.

Die Spitzenstädter starteten mit zwei Distanzschüssen durch Aleksandrs Guzlajevs ins Spiel. Beide "Raketen" schlugen aber knapp neben dem Pfosten ein (2./8.). Dann passierte auf dem Feld lange so gut wie nichts. In der 25. Minute dann das erste Anklopfen durch die Gäste. Benjamin Bahner zog von halbrechts ab und Alexander Grötzsch verkürzte geschickt den Winkel und angelte sich den Ball. Im Gegenzug trafen die Platzherren zum 1:0. Sebastian Hauck steckte den Ball geschickt durch und Tim Wüstenhagen nutzte die Gelegenheit zum Führungstor. Ein sehr schön herausgespieltes Tor, bei dem Wüstenhagen den Gästekeeper Bresemann noch umkurvte und dann das Leder in den Kasten beförderte. Nur vier Minuten später bekam Wüstenhagen seine zweite Möglichkeit nach Zuspiel von Guzlajevs. Sein Versuch ging knapp am Kasten vorbei. Pech hatte auch Domenic Knoll. Ein gut getretener Freistoß landete ebenfalls haarscharf neben dem Pfosten (31.). So war die Führung bis zur Halbzeitpause hoch verdient.

Anders verlief dann die zweite Halbzeit. Der VFC-Elf merkte man an, dass sie zuletzt verletzungs- und krankheitsbedingt nicht voll trainieren und aus verschiedenen Gründen nicht in Bestbesetzung antreten konnte. Zudem mussten die Plauener ihrem hohen Tempo in der zweiten Halbzeit Tribut zollen. Der FC Einheit Rudolstadt wurde so von Minute zu Minute stärker. Nach den beiden Gelb-Roten Karten an Philipp Pöppnack und Patrick Grandner spielten beide Mannschaften mit numerischem Gleichschritt. Die besseren Chancen besaßen im zweiten Spielabschnitt aber die Gäste. Zunächst setzte Marco Riemer einen Distanzball knapp am linken Pfosten vorbei (48.). Guzlajevs blieb bei seinem Tempovorstoß in letzter Konsequenz hängen. Der Druck für die Gelb-Schwarzen nahm weiter zu. Erst mussten die Plauen einen Eckstoß der Gäste abwehren. Dann entschied Schiedsrichter Magnus-Thomas Müller (Weißenfels) auf einen fragwürdigen Elfmeter für die Gäste. Bahner schoss über den Kasten und Plauen blieb in Front. Sporadisch zeigten sich die Spitzenstädter dennoch vor dem Gästetor. Der schnelle Wüstenhagen legte für den mitgelaufenen Samba Fatajo zu ungenau auf. Damit war die Chance zum 2:0 vertan. Dann war Riemer mit Freistoß nah am Ausgleich dran, knapp vorbei. Dieser gelang dann Bahner mit feinem Zuspiel von Riemer. Zwischendurch glänzte VFC-Torhüter Grötzsch mit einer Glanzparade bei einem Schneider-Geschoss. Am Ende war es ein gerechtes Remis, da jeder Mannschaft eine Halbzeit gehörte.

Einheit-Trainer Holger Jähnisch: "Nach dem Schock des verschossenen Elfmeters haben wir weitergespielt. Dann machen wir noch das 1:1 und hätten fast noch das 2:1 gemacht. Aber das wäre des Guten wohl zu viel gewesen. Das Remis geht so in Ordnung."

VFC-Trainer Daniel Rupf: "Dass wir das Spiel in der vorletzten Minute verlieren, ist schon bitter. Aber das Gegentor hätte auch schon früher passieren können. Auf vier Spieler musste ich von gestern auf heute verzichten. Ich musste auf Spieler setzen, die gerade eine schwere Verletzung auskuriert haben oder noch A-Jugendspieler sind. So mache ich keinen Spieler einen Vorwurf. Gerade einmal 13 Feldspieler standen zur Verfügung."

Text Ilong Göll

www.freiepresse.de

VFC-Notelf holt einen Punkt

Krankheitsbedingt mussten die Plauener ihr Team für die gestrige Partie in der Fußball-Oberliga gegen Rudolstadt auf vier Stammplätzen umstellen.

Von Karsten Repert
erschienen am 16.04.2018

Plauen. Mit einer Not-Elf kam der VFC Plauen gestern gegen den FC Einheit Rudolstadt zu einem 1:1 (1:0). Der ohnehin kleine Kader der Vogtländer wurde kurzfristig durch Krankheit auf vier Stammplätzen über Nacht zusätzlich dezimiert.

So konnte VFC-Trainer Daniel Rupf nur zwei Feldspieler als Einwechsler aufbieten, wobei sich mit Samba Fatajo der erste Ergänzungsspieler verletzte und gleich wieder vom Feld humpelte. "Es ist schwer, unter diesen Umständen und bei gefühlten 40 Grad auf dem Platz Oberliga-Fußball zu spielen. So gesehen, ist das Resultat nicht so schlecht", stellte Silvano Varnhagen fest. Der Mittelfeldspieler hatte die Plauener 1:0-Führung vorbereitet, Tim Wüstenhagen (28.) vollendete. Die in diesem Jahr noch ungeschlagenen Gäste gaben die erste Halbzeit statistisch gesehen an Plauen ab. Doch die Spitzenstädter verpassten es erst Recht nach der Gelb-Roten Karte gegen Philipp Röppnack (38.), das zweite Tor zu machen.

"Die zweite Halbzeit waren wir schlecht. Wir haben um das Gegentor gebettelt. Und wir hatten Glück, dass Rudolstadt drei Riesen verballert hat, sonst hätten wir verloren", resümierte Silvio Varnhagen. Die Gäste in Person von Jakob Schneider verschossen nicht nur einen strittigen Foulstrafstoß (64.). Nach dem verdienten 1:1durch Benjamin Bahner (88.) traf Unglücksrabe Jakob Schneider (90.) den rechten Plauener Innenpfosten und den Nachschuss jagte Marco Riemer in die Wolken. Der VFC muss nun am Mittwoch (Anstoß 18 Uhr) im Nachholspiel bei der BSG Wismut Gera antreten

Textauswahl: Hartmut Gerlach