06.08.2018  12:08 Uhr  Alter: 128 Tage
Von: Textauswahl: Hartmut Gerlach

Presseschau: „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet über Oberligaspiel Rudolstadt - Halle (2:1)

Fabian Wölfing auf www.mz-web.de

Nun sind wir doch fündig geworden. In „Mitteldeutsche Zeitung“ (MZ) haben wir unter www.mz-web.de einen Artikel zum Spiel, noch mehr aber zu den Personalien des VfL 96, erspäht. Und hier ist er. Der Autor ist Fabian Wölfing:

Oberligaauftakt in Rudolstadt: VfL 96 kassiert Niederlage nach altem Muster

  • Chancen vergeben, Spiel verloren: Der VfL 96 kassiert zum Oberligaauftakt in Rudolstadt eine Niederlage nach altem Muster. Es gibt aber Mutmacher.

Rudolstadt/Halle -

Dieses Samstagsspiel endete „ärgerlich“, wie Philipp Motscha fand. Auch, weil die Niederlage bei Einheit Rudolstadt viele Parallelen zur letzten Saison bot. Denn die Fußballer des VfL Halle 96 hatten mehr als genug Chancen für mindestens ein Remis. Weil deren Verwertung aber mangelhaft war, endete das erste Oberligaspiel der Saison aus hallescher Sicht 1:2.

Ärgerlich, natürlich. Dennoch sprach Motscha hernach auch von einem „tollen Gefühl“. Denn trotz der Niederlage war die Partie für den VfL-Verteidiger ein persönlicher Triumph. Nach über einem Jahr Verletzungspause gab Motscha gegen Rudolstadt sein Pflichtspiel-Comeback.

Mehr noch: Der 22-Jährige lief sogar als Kapitän auf. Die Mannschaft hatte ihn am Freitag gewählt. „Ein Vertrauensbeweis, über den ich mich sehr freue“, sagte er. Auch wenn das Comeback ohne Punkte unvollendet blieb, war der Auftritt als Kapitän doch das eindeutige Zeichen, dass Motscha nach schlimmer Knieverletzung zurück ist.

Überraschender Rückkehrer

In Rudolstadt meldete sich auch ein anderer Spieler zurück. Völlig überraschend tauchte Kevin Schiller im Aufstellungsbogen auf. Der Verteidiger war im Sommer abgetaucht, deshalb als Abgang in Richtung „unbekannt“ vermerkt. „Er hat sich aber bei mir gemeldet, persönliche Dinge angegeben“, erklärt VfL-Trainer René Behring. Obwohl der Kader eigentlich komplett war, fand sich die Möglichkeit, Schiller zunächst für ein halbes Jahr wieder unter Vertrag zu nehmen.

Ein Training absolvierte der 25-Jährige, dann stand der Stammverteidiger der Vorsaison gegen Rudolstadt auch schon in der Startaufstellung. Weil mit Arnold Schunke, Tommy Barth und Sven Schlüchtermann drei Spieler für die Absicherung fehlten.

So musste Schiller direkt ran, Motscha im ersten Spiel gleich über 90 Minuten gehen. Dass beide noch nicht in Bestform sind, die Defensive nicht komplett war, zeigte sich vor allem bei den Gegentoren. Patrik Schlegel traf nach einem Eckstoß (9.), Philipp Röppnack nach einem Einwurf (61.) - Treffer der Kategorie vermeidbar. „Trotzdem bin ich entspannt und zuversichtlich“, sagte Behring nach dem Spiel. Warum, erklärte stellvertretend Motscha: „Wenn alle wieder fit und in Form sind, haben wir viel Qualität im Team, gerade mit der Rückkehr von Schiller“, ist er überzeugt.

Zumal der VfL in Rudolstadt nach schwachem Beginn in der Offensive bereits eine ansprechende Partie zeigte. Allerdings blieb bis auf das Tor von Johann Kowalewicz (33.) zum zwischenzeitlichen 1:1 der Ertrag aus. „Das kennen wir aus der letzten Saison“, ärgerte sich Behring. „Angesichts der Chancen müssen wir einen Punkt mitnehmen.“ Kowalewicz und Konstantin Eder vergaben die größten Möglichkeiten.

Eigentlich sollte mit Zugang Tommy Kind das Problem des Chancenwuchers der Vergangenheit angehören. „Er ist aber nicht in Abschlusspositionen gekommen, daran müssen wir arbeiten“, sagte Behring. „Trotzdem hat er mit seiner Präsenz Gegenspieler auf sich gezogen. So hatten wir mehr Torchancen als letztes Jahr“, sah der Trainer aber auch hier das Positive.

Nordhausen kommt

Trotz aller Mutmacher steht der VfL 96 nach dem ersten Spiel aber ohne Punkte da. Was der neue Kapitän dann auch nicht vollständig ignorieren wollte. „Wir müssen schnellstmöglich anfangen zu punkten“, sagte Motscha. „Wir haben zwar gekämpft und nach vorn ein gutes Direktspiel gezeigt, aber wenn du dich nicht mit Zählbarem belohnst, nutzt das nichts“, betonte er.

Im ersten Heimspiel am Sonntag gegen Wacker Nordhausen II soll es dann soweit sein. Auch wenn die Gäste mit Kickern wie Ex-Bundesligaspieler Marco Sailer viel Qualität mitbringen. „Wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir punkten“, ist Motscha aber überzeugt. (mz)

Textauswahl: Hartmut Gerlach