08.08.2018  11:35 Uhr  Alter: 132 Tage
Von: Hartmut Gerlach

Gastgeber ist der Top-Favorit für den Regionalligaaufstieg

Vorgestellt: BSG Chemie Leipzig - Auswärtsgegner des FC Einheit am Sonntag um 14 Uhr

Nicht nur Renè Behring, der Trainer des VfL Halle 96, und Holger Jähnisch, der Übungsleiter unserer Mannschaft, waren sich einig, als sie am letzten Samstag zur Pressekonferenz nach dem Staffel-Favoriten der Oberliga Süd gefragt werden. Die BSG Chemie Leipzig steht für sie und für manchen anderen Vereinsverantwortlichen dabei an erster Stelle.

Und auch die Leutzscher, die erst 2016 aus der Sachsenliga in die Oberliga kamen und hier gleich den Durchmarsch schafften, wollen selbst, nachdem sie am Ende der Saison aus der Regionalliga abgestiegen sind, dahin wieder zurück. Daran hat Trainer Dietmar Demuth keinen Zweifel gelassen. Mit dem 2:1 bei Neuling Zorbau haben sie dazu am 1. Spieltag ein erstes Mosaiksteinchen gesetzt.

Im Aufgebot des Traditionsvereins sind 21 Spieler erfasst. Neu im Team sind diese sechs Spieler: Wendschuh (Lok Leipzig), Berger (Markranstädt), Berg (Lipsia Eutritzsch), Druschky (Trastevere), Keßler (Erzgebirge Aue U19), Omote (Düsseldorf  West) und Opolka (Inter Leipzig).

Den Verein verlassen haben neun Akteure: Barth, Kind (VfL Halle), Ludwig (unbekannt), Merkel (Wacker Nordhausen), Hermann (Sandersdorf), Bunge (Meuselwitz), Hey (unbekannt), Yajima (Meuselwitz) und Beiersdorf (RB Leipzig).

Dietmar Demuth, seit dem 21.01.2016 der Chef bei den Leutzschern, kann auf 14 Stationen in seiner Trainerlaufbahn blicken. So war er Co-Trainer beim 1. FC Kaiserslautern (1992/93) sowie 1998 - 2000), beim VfL Wolfsburg (1995 - 17.03.1998) und bei Eintracht Braunschweig (16.11.2006 - 19.03.2007). Die volle Verantwortung als Trainer trug er bei diesen Vereinen: FC St. Pauli II (1990 - 92), SV Lurup (01.10.93 - 11.10.94), FC St. Pauli (01.02.1999 - 19.08.2002), Chemnitzer FC (05.03.2005 - 15.12.2005), Eintracht Braunschweig (20.03.2007 - 30.06.2007), SV Babelsberg (07.10.2007 - 15.05.2012), Bergedorf 85 (22.07.2013 - 28.10.2013), Berliner AK (25.03.2014 - 15.09.2014) und ZFC Meuselwitz (21.01.16 - 30.06.2015), Gespielt hat Demuth beim FC St. Pauli (1979-1983 (Bayer Leverkusen (1983 - 1984), Kickers Offenbach (1984 -1988) und zuletzt wieder beim FC St. Pauli (1988 - 90).

Blicken wir abschließend noch auf ein Stück Vereinsgeschichte (Quelle: Wikipedia):

„Die BSG Chemie Leipzig war eine Leipziger Fußballsportgemeinschaft aus dem Stadtteil Leutzsch. Sie entstand 1950 aufgrund der Neuorganisation der DDR-Sportvereine auf Basis von Betriebssportgemeinschaften (BSG) mit der am 16. August 1950 erfolgten Umwandlung der ZSG Industrie Leipzig/Abteilung Leutzsch in die BSG Chemie Leipzig, die bereits im ersten Jahr ihres Bestehens die Fußballmeisterschaft der DDR in der Saison 1950/51 gewann.

Aufgrund der Neustruktur des Leipziger Fußballs wurde die BSG Chemie 1963 erneut ins Leben gerufen, bekam die vermeintlich „nicht förderungswürdigen“ Spieler zugeteilt und wurde bereits im ersten Jahr ihrer Wiederbelebung als Überraschungsmeister der DDR-Oberliga 1963/64 zur „Legende“. Die BSG Chemie Leipzig bestand bis zur Wende und fusionierte 1990 mit der BSG Chemie Böhlen zum FC Sachsen Leipzig. Aufgrund zunehmender Unzufriedenheit eines Teils der Fanszene des FC Sachsen Leipzig wurde 1997 die BSG Chemie Leipzig neu gegründet.

Nach drei Aufstiegen erreichte diese Mannschaft in der Saison 2011/12 die Stadtklasse Leipzig. Nach der Saison 2010/11 übernahm der Verein die Erste Herren-Fußballmannschaft des VfK Blau-Weiß Leipzig und konnte deshalb in der Saison 2011/12 als Untermieter im Alfred-Kunze-Sportpark bereits in der Sachsenliga antreten.

Am 12. August 2011 wurde auf einer Mitgliederversammlung des Vereins die Umbenennung in Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig beschlossen, so dass der Verein nunmehr unter dem Namen aus DDR-Zeiten spielt. Ein konkreter Bezug des Vereins zu einem existierenden Betrieb bzw. zu Betriebssportaktivitäten besteht nicht.

Nach zwei Spielzeiten in der Sachsenliga stieg der Verein 2013 in die Bezirksliga Nord ab, aus dieser gelang jedoch der sofortige Wiederaufstieg, so dass die BSG Chemie Leipzig in der Saison 2014/15 wieder in der Sachsenliga spielt. Nach der Insolvenz der SG Sachsen Leipzig wurde die BSG Chemie Leipzig alleiniger Pächter des Alfred-Kunze-Sportparks. Die "Alten Herren" sowie die Kegelabteilung der SG Sachsen traten der BSG Chemie Leipzig bei. [5] Nachdem in der Saison 2014/15 der Aufstieg in die fünftklassige Oberliga Nordost-Süd knapp verpasst wurde, wurde dieses Ziel in der Landesligasaison 2015/16 erreicht.“[6]

Die Leipziger und Rudolstädter kreuzten in der Saison 2016/17 in zwei Spielen die sportlichen Klingen. Wie die ausgingen und welche Spieler dabei waren, lesen Sie hier:

22.10.16: Chemie Leipzig - FC Einheit 3:1 (1:1)

Chemie:

Dölz, Karau, Wajer, Trogrlic, Müller (87. Bury), Heinze, Schmidt, Bunge (79. Markus), Ludwig, Kind (90. Heyse), Schmidt

Einheit:

Bresemann, Güttich, Riemer (75. Khvasta), Bahner (84. Rupprecht), Schneider, Röppnack, Zielinski, Seturidze, Nitsch (58. Pusch), Temel, Derbich

Torfolge: 0:1 Schneider (13.), 1:1, 2:1 Kind (29., 68.), 3:1 Müller (86), Zuschauer: 1.248

23.04.17 FC Einheit - BSG Chemie 1:4 (0:1)

Einheit:

Bresemann, Seturidze (67. Göller), Derbich, Grabinski, Güttich, Röppnack, Thönnessen, Nitsch, Riemer, Schneider (67. Reetz), Bahner (67. Pusch)

Chemie:

Dölz, Karau, Wajer, Bury (67. Müller), Trogrlic, Heinz, B. Schmidt, Ludwig (72. Markus), Kind, Paul, L. Schmidt (Schlüchtermann)

Torfolge: 0:1 Kind (33.), 0:2, 0:3 Heinze (60., 62./FE), 0:4 Ludwig (65.), 1:4 Riemer (83.), Zuschauer: 733