10.09.2018  16:46 Uhr  Alter: 72 Tage
Von: Presseschau

So berichtet die SG SV Herpfer SV 07 über das Landespokalspiel vom Sonntag

Bericht auf www.herpfersv07.de von Ralf Ilgen

Wir fanden den Bericht zum Landespokalspiel Herpf gegen Rudolstadt (0:2) vom Sonntag auf der Internetseite des SV Herpf 07. Hier ist als Quelle Ralf Ilgen/STZ angegeben. Die Zustimmung zur Veröffentlichung durch die Herpfer Verantwortlichen liegt vor.

Die SG Herpf/Helmershausen scheidet nach einer 0:2-Niederlage gegen den Oberligisten Einheit Rudolstadt trotz einer ansprechenden Leistung aus dem Thüringer Landespokal aus.

Als der Rudolstädter Flügelflitzer Arne Reetz in der 5. Minute die erste gute Gelegenheit der Favoriten eiskalt per Lupfer zum 0:1 verwertete, deutete vieles auf eine Partie hin, in der sich der Favorit ohne Mühe durchsetzen wird. Das dies nicht so kam, war einer tollen läuferischen und kämpferischen Leistung der Herpfer geschuldet, die hin und wieder sogar richtig gut mitspielten und auch zu ihren Chancen kamen.

Frühe Führung

Eine solche hätte es fast schon in der zweiten Minute gegeben. Safradin hatte nach einer Eingabe von rechts freie Schussbahn, aber ein Pfiff des Unparteiischen nach einem Foulspiel an einem Herpfer kam ihm dazwischen. Hier hätte Butterich Vorteil laufen lassen müssen. Auch in der Folge versteckten sich die Herpfer nicht. Einmal setzten sich Safradin und Damm schön links durch, zögerten dann aber zu lange mit dem Abschluss (22.). In der Abwehr hatten die Gastgeber viel zu tun. Die früh und energisch attackierenden Gäste provozierten viele einfache Fehler bei den Herpfern. Nach diesen schaltete Rudolstadt blitzschnell um und stieß in die freien Räume. So Reetz (15.), der zu harmlos abschloss und Gehrmann (17.), der an Möhring scheiterte. Es blieb aber weiter beim knappen Ergebnis, weil die Gastgeber, obwohl ihnen im Aufbau vielen Ungenauigkeiten passierten, immer wieder klärten. Ein hoher Laufaufwand, viel Engagement und der Wille, den Lapsus des anderen auszubügeln, zeichneten sie aus. So dominierten zwar die höherklassigen Gäste, aber mehr als ein abgefälschter Schuss von Gehrmann (27.) und ein Freistoß von Riemer in die Arme von Möhring (36.) kamen nicht dabei heraus.

Die letzten Minuten der ersten Hälfte gehörten der Heimelf. Zunächst zwang Damm mit seinem 16-Meter Schuss Gästeschlussmann Bresemann zu einer Glanztat (39.). Kurz darauf erlief sich Kämmer einen langen Ball und zog sofort aus der Drehung ab. Er erwischte Bresemann auf dem falschen Fuß, aber die Kugel strich haarscharf am langen Pfosten vorbei. Die beste Chance auf ein Tor wurde den Gastgebern dann in der 44. Minute genommen. Damm setzte sich im Strafraum gegen Seturidze durch, der ließ das Bein stehen und Damm kam zu Fall. Aber weder der Unparteiische noch der Assistent, die beide freie Sicht hatten, sahen hier ein Foul. Das war es aber wohl, wie auch die Rudolstädter zugaben.

Mutiger Auftritt

Auch die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehörten den Herpfern. Safradins Kopfball ging weit über das Tor (47.). Als Damm kurz darauf einen Freistoß scharf auf das kurze Ecke zog, war Bresemann vor dem zum Kopfball bereiten Domazet am Ball. Die Rudolstädter beruhigten das Spiel, agierten aber längst nicht mehr so zwingend mit ihrem Pressing. Die Gastgeber konnten mit Glück und viel Geschick die Einheit-Akteure vom eigenen Kasten fernhalten. Da war der Volley-Knaller von Reetz aus gut und gerne 40 Metern schon die beste Chance, die Möhring mit beiden Fäusten klärte (62.). Die Herpfer kamen selten zu Chancen im Umkehrspiel. Sie agierten oft zu langsam nach Ballgewinnen. Außerdem zeigten sich die Gäste in der Rückwärtsbewegung sehr eifrig und waren immer schnell mit sechs, sieben Spielern hinter dem Ball. In den letzten 20 Minuten legte der Favorit nochmal eine Schippe drauf. Das Solo von Xavier Amaro bildete den Anfang. Der Rudolstädter zog aus zwölf Metern ab, aber Möhring war auf dem Posten (68.). Die Entscheidung schaffte mit Marco Riemer der erfahrenste Akteur auf dem Platz. Der ehemalige Jenaer Drittliga-Spieler schraubte sich bei einem Freistoß aus dem linken Halbfeld hoch und bugsierte die Kugel gekonnt in die hintere obere Torecke zum 0:2 (70.).

Zum guten Auftritt der Gastgeber an diesem Tag passte es, dass sie bis zum Schlusspfiff um ein Tor bemüht waren und sich nicht aus Angst vor einer deftigen Niederlage hinten reinstellten. Beinahe wäre die SG in der 83. Minute belohnt worden, als Kämmer abzog, aber erneut den langen Pfosten knapp verfehlte. Auf der Gegenseite donnerte Baumann die Kugel volley an die Querlatte (84.). Die letzte Chance einer unterhaltsamen Begegnung hatte Jonas Rutschik, der nach Safradins Pass aus zehn Metern zum Schuss kam. Der Ball wurde zur Ecke abgefälscht, die nichts mehr einbrachte.