04.03.2019  20:47 Uhr  Alter: 233 Tage
Von: Hartmut Gerlach

Rudolstädter haben verdient gewonnen

Meinungen der Trainer nach dem Oberligaspiel Union Sandersdorf - FC Einheit (1:2)

In Sandersdorf wurde erstmals nach einem Spiel unserer Mannschaft eine Pressekonferenz durchgeführt. Hier äußerten sich beide Trainer auch zur Partie. Was sie sagten, lesen Sie hier:

Holger Jähnisch (FC Einheit):

„Wir haben in der Hinrunde einige Punkte liegen gelassen und sind natürlich mit dem Erreichten nicht zufrieden. Wir befinden uns im Abstiegskampf. Unser Ziel war es, hier in Sandersdorf, wo wir noch nie gewonnen haben, mit einem Dreier im Kampf um den Klassenerhalt zu punkten. Das ist uns gelungen. Wir haben über die gesamte Spielzeit relativ gut verteidigt und wenig zugelassen. Und das auf dem recht großen, harten Kunstrasen. Wir wussten, dass viel Raum vorhanden ist, den wir gut belaufen müssen. Wir haben auch erwartet, dass der Gegner versuchen wird, uns frühzeitig unter Druck zu setzen und mit zwei Stürmern anzulaufen. Dagegen haben wir mit vielen langen Bällen gearbeitet, um ein wenig das Feuer herauszunehmen und die Räume nach vorn zu nutzten. Das hat beim ersten Tor sehr gut funktioniert. Doch wir haben noch zu viele weitere gute Kontersituationen liegen gelassen. Beim Elfmeter hatten wir dann ein Stück weit Glück. Das Anschlusstor durch einen Standard kurz vor der Pause war bitter. Dementsprechend haben wir uns in der 2. Halbzeit auf einen harten Fight eingestellt. Das wurde er auch, wobei der Sieg, wenn man sich den Spielverlauf anschaut, für uns verdient war.“

Thomas Sawetzki (SG Union):

„Glückwunsch an Rudolstadt. Es war für uns eine verdiente Niederlage. Die 2. Halbzeit war in Ordnung. Da haben wir uns bemüht und gekämpft. Aber gerade die 1. war einfach zu wenig. Wir haben in einigen Positionen nicht die nötige Aggressivität gezeigt. Und wir haben sehr schlecht bei den zweiten Bällen gestanden, wobei das Rudolstadt klug gemacht hat, weil man mit langen Bällen eröffnet hat und mit den schnellen Außenspielern auch gut in die Breite gespielt hat. Die Tore gegen uns sind zu einfach gefallen, weil sich unsere Verteidiger nicht frühzeitig genug abgesetzt haben und damit nicht mehr ins Spiel gekommen sind. Dann fiel relativ schnell das 2:0 für den Gegner. Und dann mussten wir aufpassen, dass wir nicht noch das 0:3 und 0:4 bekommen. Dann wären wir schon zur Pause erschossen gewesen. Wir haben heute ganz schlecht eröffnet, ganz eintönig und ohne Variabilität gespielt. Viele Bälle wurden geschippt. Rudolstadt hat gepresst und stand gut. Nach dem Anschlusstor haben wir auf ein „Vier-Zwei-Drei-Eins“ umgestellt und versucht, die Breite offensiv zu nutzen. Da kam es auch zu zwei, drei gute Möglichkeiten, aber die haben wir verstolpert oder haben den Pass zu früh gespielt. Wir haben heute einfach nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Das Spiel wurde immer mehr zum Kampfspiel. Wir haben hinten heraus noch einmal auf eine Dreierkette umgestellt, um durch einen Kopfball vielleicht das 2:2 zu erzielen. Wir hatten die eine ganz große Chance, die muss man machen. Dann wären wir mit einem glücklichen Punkt aus der Partie gegangen. Es gibt einiges, was uns der Gegner heute aufgezeigt hat. Es reicht halt nicht, wenn nur vier, fünf Spieler zu einhundert Prozent aggressiv spielen.“

Fotos: Achim Freund