15.04.2019  06:05 Uhr  Alter: 9 Tage
Von: Hartmut Gerlach

Holger Jähnisch zieht den Hut vor seiner Mannschaft - Nico Knaubel ist nicht zufrieden

Die Meinung der Trainer nach dem Oberligaspiel FC Einheit - FC Eilenburg (2:2)

Mit den Statements der Trainer, die wir wie gewohnt am Ende unserer Beiträge über ein Oberligaspiel einstellen, beenden wir die Berichterstattung über das 2:2 zwischen unserem FC Einheit und dem FC Eilenburg (2:2). Natürlich nicht ohne weitere Aufnahmen von Achim Freund, unserem Vereinsfotografen.

Nico Knaubel (FC Eilenburg)
„Das 2:2 scheint das gewohnte Ergebnis zu sein, Im Hinspiel haben wir 2:0 geführt und noch 2:2 gespielt. Diesmal haben wir das 1:0 und 2:1 erzielt und es hieß wieder 2:2. Zum Spielverlauf: In der ersten Viertelstunde hatten wir schon große Probleme, in das Spiel hinein zu kommen. Rudolstadt war sehr aktiv, hat uns mutig angelaufen und auch der erste Freistoß war gefährlich. Nach den ersten 15 Minuten konnten wir uns ein wenig befreien und haben die erste und zweite Linie überspielt. Dann folgte das 1:0 durch einen Elfmeter. Dieser Stand hätte uns mehr Sicherheit geben müssen. Aber das dauerte nur bis zur 35 Minute. Dann waren wir extrem ballunsicher, haben fahrlässig gespielt und viele Bälle, die wir zuvor geholt hatten, wieder hergeschenkt. So würde ich auch die 2. Halbzeit komplett bezeichnen: Null-Ballsicherheit und zu schnell den Ball in Drucksituationen wieder verloren. Dadurch haben wir Rudolstadt immer wieder aufgebaut. Diese Mannschaft hat nie aufgegeben und leidenschaftlich gekämpft. So kennen wir sie. Und sie hat mit zwei schönen Schüssen zwei Tore erzielt. So können wir hinten heraus ganz glücklich sein, dass wir den Punkt geholt haben. Je mehr die Spielzeit andauerte, desto mehr waren unsere Kräfte weg und wir hatten keine Entlastung mehr. Ich bin aber, was das Spielerische betrifft, nicht zufrieden. Fußballerisch war es heute sehr, sehr fahrig und nicht schön.“

Holger Jähnisch (FC Einheit)

„Es war ein umkämpftes, leidenschaftliches und emotionales Spiel. Wir sind gut in die Partie gekommen gegen eine Eilenburger Mannschaft, bei der die Mischung stimmt und gegen die es schwer ist zu spielen. Sie hat groß gewachsene, robuste und schnelle Spieler. Das, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir gut umgesetzt. Wir haben bis auf den Elfmeter und den Pfostenschuss nicht viel zugelassen, Die 1. Halbzeit war ausgeglichen. Wir haben besser nach vorn gespielt und auch den Ball besser laufen gelassen, um auch der Robustheit des Gegners zu entgehen. Auch das Kombinieren miteinander ist uns schon besser als in den letzten Spielen gelungen. Sicher noch nicht so, wie ich es mir vorstelle.

In der 2. Halbzeit haben wir wie in den letzten Wochen Moral gezeigt, haben mutig nach vorn gespielt und sind zwei Mal zurückgekommen. Wir haben uns nicht nur auf das Verteidigen beschränkt, sondern haben versucht, Druck auszuüben und zum Abschluss zu kommen. Das ist gelungen. Aber dann kam noch ein Nackenschlag mit dem zweiten Elfmeter. Dass wir dann wieder zurückgekommen sind, alles nach vorn geworfen haben und den Punkt wieder geholt haben - das habe ich der Mannschaft auch nach dem Spiel gesagt - ist à la bonne heure. Da ziehe ich den Hut davor. Unter dem Strich ein verdienter Punkt gegen eine Klassemannschaft. Und wenn so eine Mannschaft ihr Potential nicht abrufen kann, dann liegt das sicher zum Großteil auch am Gegner. Wir haben auf jeden Fall ein mehr als ordentliches Spiel gezeigt und wir wollen, bei sicher großer Kulisse und bestem Wetter auch gegen Chemie ein heißen Fight abzuliefern.“