26.08.2019  15:58 Uhr  Alter: 101 Tage
Von: Hartmut Gerlach

Elfmeter in der Diskussion

Die Meinungen der Trainer nach dem Oberligaspiel FSV Martinroda - FC Einheit (1:3)

Zwar gab es nach dem Oberligaspiel in Martinroda keine Pressekonferenz, aber wir haben natürlich mit beiden Trainern gesprochen. Was sie uns zur Partie sagten, lesen Sie hier. Dazu gibt es Fotos mit dem Siegerkreis der Mannschaft und dem Dank an die Fans. Heute Abend folgen dann noch die Berichte, die wir in „Freies Wort“ und der „Thüringer Allgemeine“ (TA) fanden:

Robert Fischer (FSV Martinroda):

„Ich habe ein sehr ordentliches Spiel meiner Mannschaft gesehen. Kämpferisch war es sehr gut. Wir sind in die Zweikämpfe gekommen, haben viele gewonnen und gut Fußball gespielt. Wir sind zu Chancen gekommen. Klar muss man den Elfmeter rein machen. Aber wir haben nicht nachgelassen und weitergemacht. Auch nach dem Strafstoß, den wir kurz nach der Pause bekommen haben, haben wir gut weitergespielt. Doch dann bekommen wir gegen uns einen in meinen Augen völlig unberechtigten zweiten Elfmeter. Wir sind dann trotzdem noch weiter im Spiel und kämpfen und haben uns Chancen erspielt. Aber wir müssen auch zwei glasklare Elfmeter bekommen. Da hat der Schiedsrichter nicht durchgegriffen und ist seiner Linie nicht treu geblieben. Leider zu unseren Ungunsten. Vielleicht ist es da der langjährige Oberligabonus, den man hat. Nichts desto trotz lassen wir uns davon nicht entmutigen und müssen schauen, dass wir in den nächsten Spielen Punkte holen.“

Holger Jähnisch (FC Einheit):

„Es war das erwartet schwere Spiel, wobei wir davon ausgegangen sind, dass Martinroda heute versuchen würde, die ersten Punkte zu holen und ein emotionales, körperbetontes Spiel zeigen wird. Das war gepaart mit der für diese Liga sehr gewöhnungsbedürftigen Platzverhältnissen. In den ersten zehn Minuten verstanden wir es nicht so richtig, damit umzugehen. Da waren wir sehr nervös- Doch dann sind wir ins Spiel gekommen. Es wurde dann ein für diese Platzverhältnisse typischen Spiel mit vielen langen und diagonalen Bällen und extrem intensiven Zweikämpfen. Jede Mannschaft wollte damit in die Schuss- oder Flankenpositionen kommen, um damit Tore zu erzielen. Gleich zu Beginn haben wir den Fehler gemacht, der zum Elfmeter führte. Aber hier unser Torhüter wie auch bei zwei, drei anderen Situationen hinten heraus sehr gut gehalten und er war damit für mich der Mann des Spiels.

Wir haben nach der nicht so guten Anfangsphase versucht, besser Fußball zu spielen. Und dann sah es auch drei, vier Mal, wo wir uns über die Flügel orientiert haben, wie Fußball aus und wir haben uns Chancen erspielt. Da hat uns ein wenig das Abschlussglück gefehlt, aber der Torhüter von Martinroda hat auch sehr gut gehalten. Die beiden Elfmeter für uns waren berechtigt. Aber dann haben wir die individuelle Klasse der Flügelstürmer von Martinroda ungenügend unterbunden und die dritte Situation hat zum Ausgleich geführt.

Wir sind aber wieder nach vorn gegangen, haben in die Tiefe gespielt und den zweiten Elfmeter durch Sven Rupprecht, der heute in vielen Situationen sehr willenstark agiert hat, herausgeholt. Ich denke, wir haben mit dem gut herausgespielten dritten Tor dann auch verdient gewonnen. Leider gab es Anfeindungen gegen uns wegen vermeintlicher Elfmetergeschenke. Das nehmen wir uns nicht an, da es auch für den Schiedsrichter nicht einfach war. Der Sieg war ein Sieg des Willens. So wollte ich schon lange mal wieder gewinnen.“