07.10.2019  09:24 Uhr  Alter: 16 Tage
Von: Hartmut Gerlach

Rudolstädter mussten das Brett lange bohren

Die Meinung der Trainer nach dem Oberligaspiel Rudolstadt - Bernburg (5:1)

Auch nach dem Oberligaspiel vom Samstag blicken wir zunächst darauf, was die Trainer zur Pressekonferenz zum Spiel sagten:

Tobias Donath (TV Askania Bernburg):

„Ich denke, dass das Spiel lange Zeit nicht so war, wie es das Ergebnis widerspiegelt. Es hat lange Zeit nicht den Eindruck erweckt, dass Platz 5 gegen Platz 15 spielt. Ich habe meine Mannschaft schon sehr, sehr gut im Spiel gesehen. Sie hat alle Tugenden hineingeworfen, die man in unserer Situation in so ein Spiel hinein werfen muss, hat die Zweikämpfe aggressiv geführt, war willig und ehrgeizig. Sie hat sich auch nach den Nackenschlägen bis auf zwei, drei Minuten nicht umwerfen lassen und hat selbst nach dem 2:0 und 3:0 versucht, etwas für das Spiel zu tun und Chancen zu kreieren. Gerade vor dem 2:0 hatten wir eine sehr, sehr gute Phase. Wenn wir aus dem Druck heraus das 2:1 machen, werden das hier noch einmal ganz kribbelige acht Minuten für Rudolstadt. Die Möglichkeit nimmt uns leider der Schiedsrichter. Ich weis nicht, wie man da auf den Punkt zeigen kann. Der Spieler schießt den Ball acht Metern über das Tor und unser Torhüter steht einfach davor. Das ist unglaublich. Wir machen direkt danach das 3:1, wenn das das 2:1 gewesen wäre, ist für uns hier sogar noch ein Punkt drin und Rudolstadt kommt vielleicht noch einmal ins Schwimmen. Weil wir noch versucht haben, unsere Möglichkeiten zu suchen und hinten aufgemacht haben, geht das Spiel leider dahin. Das Ergebnis liest sich natürlich bitter aber über den gesamten Spielverlauf hin kann ich über meine Jungs schon sehr stolz sein. Ärgerlich, dass am Ende so ein Ergebnis steht und wir nicht belohnt worden sind.“

Holger Jähnisch (FC Einheit):

„Das Ergebnis ist sicher, wenn man sich den Spielverlauf und die Leistungsstärke betrachtet, um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen. Wir mussten das Brett lange bohren, ehe wir das 1:0 und 2:0 erzielt hatten. Bernburg war robust, lauf- und kampfstark und gut organisiert. Man hat heute wieder einmal gesehen, wie eng die Leistungsdichte in der Oberliga ist. Da entscheiden manchmal wenige Prozentpunkte. Mit dem 2:0 im Rücken haben wir klasse Fußball gespielt. Es gab viele Direktpassagen und man hat gemerkt, dass es den Jungs Spa0 macht. Wir sind aggressiv angelaufen. Wir wollten, das war uns Ziel, heute zu Null spielen. Das ist uns nicht gelungen. Denn Elfmeter kann man geben, aber muss man nicht. Wir haben ihn gern angenommen. Nach dem Tor für Bernburg haben wir mit unserem vierten Treffer für klare Verhältnisse gesorgt und uns auch einmal mit ein paar Toren mehr belohnt. Meine Mannschaft hat in dieser Woche gut gearbeitet und ist extrem engagiert zu Werke gegangen. Ich hätte gern bei so einem spiel auf einem fantastischen Geläuf bei schwierigen Witterungsbedingungen ein paar Jungs mehr eingewechselt. Aber das geht natürlich nicht. Das ist natürlich ein wenig traurig für die, die unter der Woche gut trainieren und dann nicht zum Einsatz kommen. Aber wir sind eine Mannschaft und werden versuchen, jeden mitzunehmen. Mein Dank gilt heute auch Robert Keil, der uns 25 fantastische Spielbälle gesponsert hat.“