03.07.2014  13:21 Uhr  Alter: 5 Jahre

Das ganz große Zittern blieb dem FC Einheit im zweiten Oberligajahr erspart

Blick auf die Rückrunde: Guter Start, schwierige Zwischenphase und gelungener Endspurt

Das ganz große Zittern blieb dem FC Einheit in seinem zweiten Oberligajahr, von den Experten immer als das schwerere eingestuft, erspart. Als der FC Grün-Weiß Piesteritz wie schon im Vorjahr zum Saisonfinale nach Rudolstadt kam, war der Klassenerhalt für die Mannschaft von Holger Jähnisch bereits in „trockenen Tüchern“. Einen Spieltag zuvor hatten die Heidecksburgstädter beim Auswärtsmatch in Erfurt mit dem schwer erkämpften 3:2 beim FC Rot-Weiß Erfurt II den “Sack zugebunden“. Am Ende holte der Oberligist mehr Punkte als im Vorjahr und belegte mit 39 Punkten und 40:50 Toren Platz 11.

Obwohl die Einheit mit 21 Punkten das Plansoll der Hinrunde gleich um drei Zähler übererfüllt hatte, wusste der FC-Coach, seit kurzem Inhaber der Trainer C-Lizenz, was auf die Mannschaft in der  zweiten Halbserie zukommen würde. So prognostizierte Jähnisch völlig richtig, dass die 2. Mannschaften ihre Kader verstärkt mit Akteuren aus dem Lizenzbereich auffüllen würden, wenn es für sie um den Klassenverbleib geht. „Die Dichte in der Oberliga ist noch größer und wir brauchen mehr Punkte für den Klassenerhalt als im Vorjahr“, sagte der Einheit-Trainer fast gebetsmühlenartig zu jeder Pressekonferenz nach den Heimspielen.

Dabei startete das Team um Kapitän Renè Rudolph, einer der Spieler, die voran gingen, nach einer ordentlichen Rückrundenvorbereitung mit Unentschieden in Dresden und zuhause gegen SCHOTT Jena durchaus passabel, wobei in beiden Partien auch Siege möglich waren. Doch mit der Auswärtsniederlage beim HFC II, einem Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, wo der Gast ohne Ackermann antrat, früh eine Rote Karte bekam und personell fast auf dem letzten Loch pfiff,  begann eine Serie von sieben Niederlagen in Folge. Aber die Mannschaft berappelte sich, trat, das war die Generalforderung des Übungsleiters, als Team auf und zeigte sich gefestigt gerade in einer Situation, da sich Misserfolg an Misserfolg reihte. „Wir haben in Ruhe weitergearbeitet und auch von außen nicht den ganzen großen Druck oder gar Unruhe verspürt. Mannschaft, Trainerkollektiv, Betreuer und Sportlicher Leiter waren sich sicher, dass man das Blatt wenden würde, Das 6:4 beim FC Carl Zeiss II hat uns dann einen richtigen Schub gegeben, denn die Mannschaft hat gemerkt, dass sie nicht nur verteidigen kann. Danach haben wir von fünf Begegnungen nur noch eine verloren“, erinnert sich Holger Jähnisch an die kritischste Lage der Saison. Die war gekennzeichnet durch personelle Engpässe, Feldverweise, viele Verwarnungen für Meckern, unglückliche Niederlagen und auch die eine oder andere nicht erklärbare Schiedsrichterentscheidung.

Ein dickes Lob für seine Verantwortung als Leistungsträger erhält Steven Sonnenberg von Holger Jähnisch: „Er hat gerade in diesen sieben Wochen die Mannschaft immer wieder gepuscht und positiv beeinflusst. Steven hat sich in dieser zeit so wie auch Renè Rudolph als richtiger Führungsspieler erwiesen. Das hätte ich gern auch von zwei, drei anderen gesehen.“ Deutlich über dem Schnitt habe Marcel Schulz gespielt. Er war ob seiner Einsatz- und Kampfbereitschaft sicher der Mann des Spieljahres, selbst wenn er neu Mal fehlen musste. Schulz bildete zusammen mit Rudolph und dem zum Mittelfeldspieler „umfunktionierten“ Philipp Röppnack ein sehr gutes Dreieck in der spielgestaltenden Zone, sagt der FC-Trainer. Und dass mit Tim Ackermann einer der besten Torhüter der Oberliga in Rudolstadt zwischen den Pfosten stehe, müsse man fast nicht erwähnen, weiß Jähnisch um die Stärke seines Keepers.

Die Statistik:

Ergebnisse:

Die Rudolstädter gewannen zwölf Spiele:

SV SCHOTT Jena 0:1 (A), Hallescher FC II 1:0 (H), Heidenauer SV 1:0 (H), SG Union Sandersdorf 1:0 (H), FC Energie Cottbus II 2:1 (A), FC Carl Zeiss Jena II 2:0 (H), SV GW Piesteritz 3:1 (A), Heidenauer SV 2:0 (A), FC Carl Zeiss Jena II 6:4 (A), Chemnitzer FC II 1:0 (H), FC Rot-Weiß Erfurt II 3:2 (A), FC GW Piesteritz 4:1 (H).

 

15  Mal verloren sie:

SG Dynamo Dresden II 1:2 (H), FC Erzgebirge Aue II 1:3 (A), SSV Markranstädt 0:1 (A), Budissa Bautzen 0.3 (A), VfL Halle 96 1:2 (A), FC Oberlausitz Neugersdorf 1:3 (H), Chemnitzer FC II 1:3 (A). FC Rot-Weiß Erfurt II 1:2 (H), Hallescher FC II 1:3 (A), FSV Budissa Bautzen 0:2 (H), FC Erzgebirge Aue II 0:2 (H), FC Union Sandersdorf 0:3 (A), SSV Makranstädt 1:3 (H), FC Energie Cottbus II 2:3 (H), FC Oberlausitz Neugersdorf 0:3 (A),

 

Drei Mal spielten sie unentschieden:

SG Dynamo Dresden II 1:1 (A), SV SCHOTT Jena 0:0 (H), VfL Halle 96 2:2 (H).

 

24 Spieler trugen das Oberligatrikot. Niemand war in allen Spielen dabei:

Patrick Schröter (29), Christoph Grabinski (28), Tim Ackermann, Robert Stachowiak (27), Steven Sonnenberg, Philipp Röppnack (26), Renè Rudolph (25), Robert Teske, Benjamin Schröter (23), Marcel Schulz (21), Georg Westrup (20), Tino Langhammer (19), Stefan Staskewitsch (18), Sven Kutzner, Mike Müller (16), Georg Berger, Lukas Schut (15), Renè Kirsten (12), Garry Häußler (10), Thomas Hurt (6), Felix Weber (5), Michel Schoke (4), Paul Burghause (2), Marian Spanier (1).

Die 40 Treffer erzielten zwölf Torschützen:

Sonnenberg, Schulz (8), Rudolph (5),B. Schröter (4), Teske, Müller (3), Langhammer. Staskewitsch (2), Grabinski, P. Schröter, Kirsten, Stachowiak (1)