09.10.2017  10:49 Uhr  Alter: 14 Tage
Von: Hartmut Gerlach

SG Eintracht Obernissa - 2. Mannschaft 5:0 (2:0)

Ergebnis spiegelt den Spielverlauf auch nicht annähernd wider

Wer nur das Ergebnis hört, der geht davon aus, dass der Kreisoberliga-Neuling in diesem Auswärtsspiel dem Tabellenelften hoffnungslos unterlegen gewesen sei. Aber dem war mitnichten so. „Wenn hier alles halbwegs läuft, dann gewinnen wir das Spiel 10:6,“, sagt Trainer Heiko Möller. Womit das Kardinalproblem des Auftritts der Rudolstädter Zweiten in Obernissa involviert ist - die völlig unzureichende Chancenverwertung.

Was die Gäste an diesem Nachmittag vor 35 Zuschauern an Möglichkeiten ausließen, geht nicht auf die berühmte Kuhhaut. Noch bevor die Hausherren zu ihrem ersten Treffer kamen, hätte der junge Fabian Franke einnetzen müssen. Aber er scheiterte, alleine vor dem gegnerischen Torwart auftauchend (2.). Es sollte nicht die einzige Situation bleiben, in der er und seine Teamgefährten freie Schusswinkel für Tore hatte. So ging es statt eines 1:1 mit einem 2:0 für die Eintracht in die Kabine.

War der erste Durchgang noch halbwegs ausgeglichen, so wurde der Aufsteiger nach dem Wechsel ganz klar spielbestimmend. „Wir hatten Chancen im Fünf-Minuten-Takt. Aber egal wer in komfortable Schusspositionen kam - niemand brachte das Leder über die Torlinie des Eintracht-Gehäuses.

Bei den wenigen Gegenangriffen machte Niedernissa hingegen Nägel mit Köpfen. Dabei erwies sich die fehlende Abstimmung des Torhüters mit seinen Vorderleuten bei hohen Bällen in den Strafraum als die  Hauptursache für die Gegentreffer. Ins Bild dieses gebrauchten Tages passte auch, dass die Partie mit einem Eigentor durch die Grün-Gelben beendet wurde.

Das Fazit des Einheit-Coaches lautete so: „Wir haben gut gespielt und den Gegner im Griff gehabt. Aber das bringt nichts, wenn wir unsere Chancen nicht nutzen.“ So gingen die Rudolstädter mit der zwölften Niederlage im zwölften Spiel vom Platz. Sie erwarten am kommenden Sonntag um 15 Uhr den FSV Gräfinau-Angstedt (12.).

Aufstellung:

Unbehaun, Matiss, Werner, Fa. Franke, Sachrot, Becker, Wolf, Münch (75. Archut), Zirn, Glaser, Wernicke (71. Gehrmann)

Torfolge: 1:0 Alberto (6.), 2:0 Glöckner (42.), 3:0 Schönemann (57.), 4:0 Alberto (86.), 5:0 Glaser (90.+2/Eigentor)