07.06.2018  11:21 Uhr  Alter: 133 Tage
Von: Jan Bresigke

FSV Wacker Gotha - A-Junioren 2:2 ( 1:1 )

Auswärtstorregel entscheidet Spiel um Platz 3 / Rudolstädter Jungs belohnen sich nicht für zwei starke Auftritte

Nachdem das Hinspiel im Gemeindetal 5:5 endete, war von vornherein klar, dass man einen Auswärtssieg benötigte, um den 3.Platz zu erreichen. Unverständlicherweise wurde das Spiel am Montag auf den Kunstrasen verlegt, obwohl man von Gothaer Seite die Zusage bekommen hat, wenn man der Verlegung in die Woche zustimmt, im Volksparkstadion spielen würde. So fand das Spiel bei sommerlichen Temperaturen auf dem heißen Gummigeläuf statt, was bei dieser Witterung sicher nicht von Vorteil ist.

Gotha begann die ersten Minuten zielstrebiger und näherte sich unserem Tor. In der 10 SPM wird ein Einwurf auf Strafraumhöhe schlecht Verteidigt und Fiedler köpft zur Führung ein. Das war für die Gäste der Hallowach-Effekt, denn jetzt drehten die Grün-Gelben auf. Mit guten Kombinationen setzte man jetzt die Heimelf unter Druck und kam zu ersten Chancen. In der 17.Minute erläuft der wieder stark spielende Leo Gehrmann einen Steilpass und spitzelt den Ball am herauslaufenden Gothaer Torwart vorbei zum verdienten Ausgleich.

Die Gäste blieben dran und drängten auf die Führung, mussten aber im Gegenzug immer hellwach sein, denn vom Hinspiel kannte man das schnelle und gefährliche Umkehrspiel der Wackerelf. Die Jungs der Spielgemeinschaft Rudolstadt/Schwarza machten weiter Druck und die Gothaer Abwehr bekam immer mehr Schwierigkeiten, das längst fällige Führungstor der Saalestädter zu verhindern. In der 33.SPM ein schneller Angriff der Gäste und die Verwirrung im Gothaer Strafraum war groß und so hatte die Heimelf Glück, als ein Abwehrversuch vom Verteidiger an die Lattenunterkante springt und nicht den Weg ins Tor findet.

Gotha fand wie im Großteil des Hinspiels nur durch Konter statt, war dabei aber immer gefährlich und traf in der 38.SPM den Außenpfosten. So blieb es beim 1:1 bis zur Pause.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit drehten die Heidecksburgstädter richtig auf und bespielten die Heimelf, die sich fast nur noch in der Defensive wiederfand. Dabei nahmen die Fouls der Heimelf zu, doch der Unparteiische griff in diesen Situationen nicht energisch genug durch. Die Ëinheit-Jungs fanden immer wieder die Lücken in der Gothaer Abwehr und erarbeiteten sich Chancen. Allein viermal tauchte man vorm Gothaer Torwart auf, konnte diese Möglichkeiten aber nicht nutzen und so hatte die Heimelf Glück, noch im Spiel zu sein. In der 74. SPM endlich die mehr als verdiente Führung der Gäste. Leo Gehrmann geht konsequent in den Ball und schießt zur viel umjubelten Führung ins Tor.

Nun war die Heimelf gefragt, denn mit diesem Spielstand war Rudolstadt vorn. Gotha versuchte sich Chancen zu erarbeiten, doch unsere Defensive konnte diese Situationen entschärfen. In den letzten drei Minuten überschlugen sich die Ereignisse. In der 88.SPM lässt der Rudolstädter Torwart einen Ball abklatschen und wartet bis der Stürmer auf ihn zuläuft. Als er den Ball in die Hand aufnimmt, hat es den Anschein, dass der Unparteiische nur auf so eine Situation gewartet hat und entscheidet auf indirekten Freistoß, weil er einen Regelverstoß unseres Torwarts darin sah. Gotha nahm dieses Geschenk an und traf zum völlig unverdienten Ausgleich. Da der Unparteiische wohl noch nicht genug hatte, ahndete er eine Minute später ein Foul unseres Torwarts als grobes Foulspiel und zeigte ihm die Rote Karte. Die Proteste der Gästespieler blieben natürlich ungehört und so ließ sich der 1. Assistent zu einer verbalen Äußerung hinreißen, die Erik Halbauer erwiderte. Daraufhin gab es die nächste Rote Karte und man musste sich schon fragen, wieso ein Schiedsrichterassistent einen Nachwuchsspieler mit einer Beleidigung provoziert und so Einfluss auf das Spiel nimmt.

Kurz darauf war Schluss und das Unparteiischentrio verließ mit einem Schmunzeln im Gesicht den Platz, was der Sache im Nachhinein einen bitteren Beigeschmack gibt. Am Ende hatte es aber die Mannschaft selber in der Hand und hätte bei besserer Chancenverwertung alles klären können. So war natürlich die Enttäuschung auf Gästeseite groß, denn man war über beide Partien gesehen die bessere Mannschaft. Der Ärger über dieses Spiel verflog aber auf der Heimreise sehr schnell, denn die Mannschaft feierte sich für eine ganz starke Saison und kann mit Stolz auf das Geleistete zurückblicken. Ein großer Dank geht auch an die Eltern, die die Jungs in der gesamten Saison unterstützten und Anfeuerten.

Aufstellung:
A. Heller  N. Werschowetz, C. Kaldeborn, N. Mayer (64. L. Dawczynski), N. Enke, L. Matiss, E. Halbauer, M. Baumann, L. Gehrmann, H. Stegemann (61. F. Mark), L. Baumgart (75. M. Trunk)

Torfolge : 1:0 F. Fiedler (10.), 1:1 L. Gehrmann (17.), 1:2 L. Gehrmann (74.), 2:2 F. Fiedler (88.)

Jan Bresigke