05.10.2020  07:34 Uhr  Alter: 55 Tage
Von: Florian Matiss

C-Junioren – SG FSV 48 Oepfershausen 2:3 (1:3)

Zum Ausgleich reichte es nicht mehr

Das ist der ausführliche Bericht von Florian Matiss:

„Zum ersten Heimspiel der Verbandsligasaison traf man auf die Jungs aus Oepfershausen. Man erwartete ein enges Spiel, ähnlich wie in der Vorwoche und verwies darauf, dass es auf Kleinigkeiten und den Willen ankommt. Kommunikation, Körperlichkeit und mannschaftliche Geschlossenheit sollten der Schlüssel für die ersten Punkte werden.

Doch was man in der ersten Hälfte sah, hatte mit diesen Tugenden rein gar nichts zu tun. Man stand viel zu weit weg von den Gegenspielern, die Abwehr "versteckte" sich in Strafraumnähe, im Zentrum wollte niemand Verantwortung übernehmen und über Laufbereitschaft, Kommunikation und unbändigen Willen muss man hier überhaupt nicht reden.

Die erste Viertelstunde war eine Offenbarung und man konnte froh nur 0:2 zurückzuliegen. Beim 0:1 stimmte die Zuordnung im Strafraum bei einer Ecke überhaupt nicht, der Stürmer konnte den Ball sogar noch annehmen und aus Nahdistanz einschieben (5.). Beim zweiten Gegentreffer war man auch mal wieder zu langsam, konnte den schnellen Außenspieler des FSV nicht stoppen und die Hereingabe schob der Gästeakteur am langen Pfosten fast unbedrängt ein (7.).

Man musste Schlimmes befürchten aufgrund dieser Vorstellung unserer Jungs. Diese berappelten sich dann etwas und kamen auch ab und an in die Nähe des FSV-Strafraums, vor allem dann wenn man sich gegenseitig unterstützte und schnell den Ball laufen ließ. So auch geschehen in Minute 19, als schnell und direkt kombiniert wurde und Czerwonka aus leicht abseitsverdächtiger Position von der Strafraumkante einnetzen konnte.

Dieses Tor gab aber nur wenig Selbstvertrauen. Weiter spielte man ohne Leidenschaft und ließ den Gegner gewähren. Die wenigen guten Ansätzen machte man sich durch hanebüchene Fehler selbst kaputt. Das 1:3 kam einer Slapstick-Einlage gleich. Schiffer im Tor spielte ohne Druck den Ball in die Mitte, in der Hoffnung Neupert ist bereit. Doch der Gästestürmer schaltete schneller, brachte den Ball aber nur halbgar aufs Tor. Der hoppelnde Ball sprang dem nun auch noch ausrutschendem Schiffer über die Hand ins Tor. (27.) Symptomatisch für das Spiel der Gastgeber. Ungenau und gedanklich zu langsam machte man es dem Gegner viel zu leicht. Der Pausenpfiff erlöste uns erst einmal und gab Gelegenheit diese erste Hälfte, an der das Ergebnis noch das Beste war, zu verdauen.

Die scharfe Pausenansprache schien dann zu fruchten, denn nun sah man eine verbesserte Heimelf. Man war energischer in den Zweikämpfen und versuchte noch entschlossener nach vorne zu spielen. Der Aufwand sollte sich schnell bezahlt machen als Czerwonka, aus der Tiefe startend, geschickt wurde, alleine aufs Tor zulief und die Nerven behielt - 2:3 (39.).

Nun war man zurück im Spiel, machte es dem Gegner nun schwerer und versuchte immer wieder mit schnellen Pässen nach vorn zu kommen. Auf der Gegenseite musste man aber immer wieder auf die schnellen Gegenstöße der Gäste achten, die immer wieder gefährlich vor das Tor kamen. Mit viel Glück verhinderten wir weitere Gegentore, auf der anderen Seite hatte man dieses Glück nicht. Zunächst wurde der vermeintliche Ausgleich von Czerwonka, der nach feinem Steilpass den Torhüter umkurvte und einschob, wegen Abseits zurückgepfiffen - eine Fehlentscheidung - dann probierte es der selbe Spieler aus der Distanz und der Ball flog an die Latte.

Weiter ging es gut zur Sache und man riskierte nun mehr um den Ausgleich doch noch zu erzielen. Man versuchte viel, die Konterangriffe der Gäste nahmen zu, doch ein Tor sollte bis zum Schluss nicht mehr fallen.

Mit der Leistungssteigerung in Durchgang zwei hätte man sich sicherlich einen Punkt verdient, aufgrund der schwachen ersten Halbzeit und der mangelnden Chancenverwertung der Oepfershausener Jungs hätte man hier aber auch höher verlieren können.

Man hofft nun, das jeder Spieler verstanden hat, dass eine gute Hälfte nicht ausreicht und man auch einmal die Einstellung im Spiel und vor allem im Training überdenken sollte. Nichtsdestotrotz gab es nun im zweiten Spiel die zweite knappe Niederlage wodurch man nun nächste Woche als Schlusslicht zum Tabellenführer nach Erfurt fährt.“

Aufstellung

Schiffer, Plomer, Czerwonka, Weiland, Neupert, Bindig, Melle, Maas, Molzon, Ettrich, Pfotenhauer (55. Knoch, 60. Genski)

Torfolge: 0:1 (5.), 0:2 (7.), 1:2 Hannes Czerwonka (19.), 1:3 (27.), 2:3 Hannes Czerwonka (39.)

Florian Matiss