1. Mannschaft – VFC Plauen 1:2 (1:0)

Gäste drehen Spiel und gewinnen verdient

Dass der als Favorit angereiste VFC Plauen, der von zahlreichen Fans, die ordentlich Stimmung machten, begleitet wurden, dieser Rolle gerecht wurde, sah man speziell im zweiten Abschnitt. Deshalb fiel das Urteil beider Trainer über den Ausgang der Partie übereinstimmend aus: Die Vogtländer haben das Match verdient gewonnen.

Schon nach einer knappen Minute hätte Plauen in die Front ziehen können, aber die Rudolstädter klärten, nachdem sie bei einem Einwurf nicht bei der Sache waren, gerade noch auf Kosten einer Ecke. Dass es am Ende zehn für den VFC und nur eine für die Einheit war, macht sicher auch die Spielanteile deutlich.

Danach beruhigte sich die Partie etwas und pendelte sich, ohne dass Torchancen entstanden, zwischen den Strafräumen ein. Aufregung gab es erst wieder in Spielminute 20. Da wurde nach einer Kombination über die rechte Seite, an der Sven Rupprecht und Manfred Starke beteiligt waren, Emilio Heß sehr gut freigespielt und der Angreifer wuchtete das Spielgerät maßgerecht ins lange Eck.

Acht Minuten darauf war auch Eric Kuhnt im Kasten der Einheimischen erstmals gefordert. Er wehrte den Schuss von Paul Kämpfer aber gut ab. Auch die nächste Chance (29.) durch Ammar Hussain sah ihn auf dem Posten. Bei der Gelegenheit von Kämpfer (31.) musste er allerdings nicht eingreifen. Weitere Annäherungen der Plauener an das Kunth-Gehäuse waren gefährlich, brachten aber nichts Zählbares ein (34., 35.). Die ersten 45 Minuten endeten mit einem Schuss von Hess auf das Tornetz (45.+1).

„In der Pause haben wir ein bisschen etwas angesprochen und dann eine gute Halbzeit von uns gesehen. Dann waren wir sehr lastig vor dem gegnerischen Tor“, erklärte Norman Zschach, der aber, das hat die Presse berichtet, in der neuen Saison vom Auerbach Coach Sven Köhler „beerbt“ wird, die Steigerung seiner Schützlinge im zweiten Durchgang.

Nun ging es für die Hausherren vor allem um das Verteidigen. Das gelang bei Chancen von Kämpfer (50.), einem Freistoß auf die Oberkante der Latte (54.) und einer weiteren tollen Abwehrtat des FC-Keepers (55.) noch ganz gut. Doch nach 69 Minuten kamen die Sachsen zum Ausgleich. Der eingewechselte Louis Glaser setzte energisch nach und traf, obwohl einige Spieler vor ihm standen, aus elf Metern. Diese Überzeugung vermisste Holger Jähnisch bei seiner Mannschaft: „Es ging darum, Standardsituationen vernünftig vor die Kiste kriegen, Eins-gegen-eins-Situationen zu lösen, Überzeugung zu zeigen, dran zu bleiben und zu versuchen, über die Flügel zu spielen. Dabei haben wir es dem Gegner zu einfach gemacht.“

Auch beim zweiten Treffer nur sieben Minuten darauf, war Glaser maßgeblich beteiligt. Nach einem missglückten Abwehrversuch eines Rudolstädters kam die Kugel zum Eingewechselten, der schoss auf das Tor, wobei das Leder noch vom ebenfalls ins Spiel gekommenen Johan Martynets noch unhaltbar abgefälscht wurde (76.).

Mit zwei Möglichkeiten des VFC (80., 90.+2) und einem Kopfball von Justin Smyla, der aber kein Problem für Karl Pischon darstellte (85.), endete eine Begegnung, die beide Trainer so sahen.

Norman Zschach: „Es war ein spannendes Spiel mit einer guten Leistung von beiden Mannschaften. Wir hatten vor dem Wechsel drei, vier gute Chancen, haben uns aber für den Aufwand nicht belohnt. Glaser, der eingewechselt wurde und einen guten Tag hatte, hat für zwei Tore mit gesorgt, wobei der zweite Ball von Martynets noch abgefälscht war. Aber wenn man die zwei Halbzeiten sieht, war es verdient.“

Holger Jähnisch: „In der 2. Halbzeit standen wir zu tief und es ging nur noch um das Verteidigen. Der Ballvortrag war schlecht. Entlastung und Spiel über die Flügel gab es nicht, obwohl wir dazu Möglichkeiten hatten. Wir wurden hinten hineingedrückt, müssen aber die Tore schon viel weiter in der Entstehung und über eine bessere Zweikampfführung vom Sturm angefangen über das Mittelfeld verteidigen. Die Tore entstehen auch, wenn man mal auf die Kiste schießt. Ansonsten kann das Ding nicht abgefälscht werden. Auf der anderen Seite hätte ich mir schon gewünscht, auch von der Körpersprache her, dass wir mehr die Köpfe oben haben. Die ganz große Überzeugung haben wir in den letzten zehn, fünfzehn Minuten nicht mehr gehabt und dementsprechend hat der VFC das Spiel verdient gewonnen.“

Nächster Auswärtsgegner von drei Spielen in der Fremde, die die Oberligakicker vor der Brust haben, ist am Samstag, dem 28. März, um 14 Uhr Lok Stendal.

Die Statistik:

FC Einheit:

Kunth, Schlegel, Hess (76. Kpoton), Ensenbach (60. Barthel), Starke (60. Floßmann), Krahnert, Smyla, Rupprecht, Rühling, Schneider, Zerrenner (76. Mohammadi)

VFC:

Pischon, Haake, Lämmer, Winter (81. Tanriver), Michalek, de Moura, Schubert (81. Plank), Kämpfer (89. Wagner), Habermann (52. Glaser), Profis, Hussain (52. Martynets)

Schiedsrichter: Albert Lehmann, Zuschauer: 222

Torfolge: 1:0 Emilio Heß (20.), 1:1 Louis Glaser (69.), 1:2 Johan Martynets (76.)

Hartmut Gerlach

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