Nach dem Spiel, das Rudolstadt mit 1:0 gewann, äußerten sich beide Trainer zunächst zur Partie. Das sagten sie

Thomas Sawetzki (Union Sandersdorf):
„Zunächst erst einmal Glückwunsch zu den drei Punkten, Die hätten wir auch gern mitgenommen, keine Frage. Das Spiel habe ich so gesehen, dass es in der 1. Halbzeit eine Doppelchance für Rudolstadt gab. Da hatten wir Glück, denn wir hätten schon zurückliegen können. Das wäre in diesem Moment ganz gut gewesen, denn dann wären wir etwas früher erwacht.
Ansonsten haben wir uns ein wenig verschätzt. Der Platz war tief und schwer zu bespielen. Wir haben bisher nur Kunstrasen gespielt und haben es dennoch ganz gut gemacht. Denn wir haben versucht, flach zu spielen. Doch das ist nicht so optimal gelungen.
In der 2. Halbzeit dann die spielentscheidende Situation. Wenn er pfeift, dann ist das ein Elfmeter. Wir hatten aber danach genug Zeit, um wieder zurück zu kommen. Da hatten wir zwei, drei gute Chancen, wenn ich nur an die guten Kopfballgelegenheiten denke.
Unter dem Strich wäre ein Punkt irgendwie gerecht gewesen, aber Gerechtigkeit im Fußball ist nicht üblich. Wir sind bitter enttäuscht, dass wir heute nicht gepunktet haben.“
Holger Jähnisch (Einheit Rudolstadt):
„Wir sind gut in das Spiel reingekommen und haben das mitgenommen, was wir am Mittwoch gut gemacht haben. Dafür haben wir uns heute auch mal belohnt. Da bin ich auch stolz auf die Jungs, dass wir nicht den Kopf in den Sand gesteckt haben. Wir hatten, im Gegensatz zu Sandersdorf, keine gute Phase hinter uns, denn der Gegner hat die letzten sechs Spiele nicht verloren.
Dass wir am Anfang zwei Chancen hatten und die nicht genutzt haben, ist manchmal im Fußball so, dass einem das auf die Füße fällt. Das haben wir ja in den letzten Wochen erlebt. Und dann war es, ich will nicht sagen, ein typisches 0:0-Spiel, aber die Begegnung war in allen Bereichen sehr ausgeglichen. Das kann man auch mal durch eine Standardsituation in die eine oder andere Richtung kippen. Zum Glück diesmal für uns. Aber man muss auch sagen, dass der Elfer nie strittig ist, weil Marvan nachsetzt und in den Strafraum hinein geht.
Das bringt einem, was Kraft und Emotion anbelangt, noch einmal ein Stück weit nach vorn. Wir haben uns rein gesteigert und das ‚Ding’ auch über die lange Nachspielzeit nach Hause zu gebracht. Sicherlich hätte man am Ende auch Pech haben können bei einem Standard oder eine gefährlichen Einwurf. Aber es gibt halt so Tage, da merkt man draußen, dass es eher nicht der Fall sein wird. Da bekommt man im Sport manchmal das zurück, was man sich an anderer Stelle erarbeitet hat.
Wir sind natürlich heute megahappy mit einem Kader, wo auch der eine oder andere seine Chance genutzt hat und in die Bresche gesprungen ist. Wir hatten heute verletzte und kranke Spieler und zwei mit Gelben Karten. Wir waren aber nichts desto trotz konkurrenzfähig. Das haben die drei Punkte gezeigt.“
Foto (Archiv): A. Freund vom 06.04.25
Hartmut Gerlach