Hier liest man den Spielbericht aus der Sicht des VfB Germania Halberstadt. Unten ist auch der Link angegeben:
„04.05.2026

Fußball Oberliga: … Erste ohne Punkte in Rudolstadt
Niederlage auch in Rudolstadt, VfB Germania wieder tor- und sieglos

(von Bernd Waldow)
Nach dem 0:0 gegen Stahnsdorf und dem 0:2 gegen Plauen, jeweils im Friedensstadion, sollte nun bei einem Kontrahenten der unteren Tabellenhälfte die Trendwende her. Trotz umständlicher Anreise und eines holprigen, knüppelharten Platzes, ging das Team von Manuel Rost engagiert in diese Aufgabe, denn nach dem Patzer des VfB Auerbach lockte die Möglichkeit, den VfB wieder in der Tabelle zu überflügeln. So rollte der Ball bei hochsommerlichen Temperaturen also zunächst in Richtung Tor des Gastgebers. Bereits nach einhundert Sekunden holte der VfB Germania die erste Ecke heraus, den Service von Edhem Hujdurovic konnte der FC jedoch per Kopf klären. Dann fiel Philipp Heller der Ball fast am Elfmeterpunkt genau vor die Füße (9.), der Schütze aber so überrascht, dass er die Situation nicht gewinnbringend veredeln konnte. Der Gastgeber danach gleich doppelt vor Fabian Guderitz, zunächst Maximilian Schlegel, dem ein abgefälschter Ball als Vorlage diente (13.), unmittelbar darauf ging Emilio Heß allein auf den Halberstädter Kasten zu, doch Guderitz wehrte stark ab. Einen Freistoß von Pascal Hackethal erreichte Daniel Heinrich zwar per Kopf, konnte aber den Ball nicht mehr kontrollieren (20.) und als Paul Grzega aus zwölf Metern zum Schuss ansetzte (21.), war der mögliche Erfolg noch durch ein Abwehrbein blockiert worden. Die Phase nach der Trinkpause gehörte allein den Gastgebern, wild flogen die Bälle vor Guderitz hin und her, die vorübergehende Lösung dann ein Befreiungsschlag (30.), jedoch ohne Fortsetzung. Als Hujdurovic nahe der Mittellinie der Ball versprang (38.) und Manfred Starke die Kugel übernahm, allein auf Guderitz zusteuerte, schien das die FC-Führung zu werden, doch mit einer Glanztat blieb Guderitz auch in diesem Duell der Sieger – so wie auch zwei Minuten später, als er nach erneutem Ballverlust gegen Robin Ensenbach erfolgreich klären konnte. Immerhin zeigte sich der VfB Germania vor der Pause nochmal, Davis Boateng brachte einen hohen Ball von rechts auf den zweiten Pfosten, den fischte Keeper Eric Kunth aus dem bedrohten Eck und als sich Heinrich rechts an der Grundlinie durchsetzen konnte und nach innen flankte, flog Heller nur knapp an der Kugel vorbei, so dass es torlos in die Kabinen ging.

Ein Schuss von Silvio Rust unter Bedrängnis (49.) stellte Kunth nicht vor große Aufgaben, mehr hatte der VfB Germania auch zunächst nicht zu bieten. Auf der anderen Seite führte Marwan Kponton den Ball in der linken Halbspur, passte auf Heß, der zurück legte und begeistert sah, wie Kponton durch die staunende Halberstädter Abwehr kurvte, um dann frei vor Guderitz flach zu vollenden (56.), ein Spielzug, den die rechte Abwehrseite der Gäste nur flankierte, ohne ernsthaft einzugreifen. Die Führung der Platzmannschaft konnte der VfB Germania nicht entscheidend kontern. Der Einsatz war da, doch die Spielidee wurde völlig unterschiedlich interpretiert, so dass die Halberstädter komplett harmlos vor dem FC-Tor agierten. Eher hätte der Gastgeber die Führung ausbauen können, hatte einen Feistoß (74.), der nur um Haaresbreite rechts vorbei segelte, oder als etwa Rust per Kopf eine scharfe Flanke vor der Linie heraus köpfte (82.) und final noch durch Starke, der einen Konter gegen Guderitz (90.+2) nicht erfolgreich abschließen konnte. Dazwischen immer wieder der VfB Germania, doch mit untauglichen Mitteln. Gut gemeinte Chip-Bälle über die letzte Kette gab es, doch die gesuchten Stürmer gingen auf diese Ideen oft nicht ein. Flanken und Einwürfe, meist von „Hacke“, klärten die Rudolstädter mit ihrer Lufthoheit vor dem Tor konsequent. Und als in der Schlussviertelstunde Marcel Kohn mit ins Zentrum beordert wurde, um einen Zielspieler für hohe Bälle zu haben, hatten erkennbar einige Spieler die Idee nicht verstanden, blieben trotzdem bei den Versuchen, flach zu spielen, was regelmäßig scheiterte. So blieb Torhüter Kunth über die gesamte Spielzeit ohne nennenswerte Parade, wurde einfach nicht gefordert, während Fabian Guderitz einige Hochkaräter der Einheimischen mit Großtaten löschen musste. Gemessen an diesem Indikator geht dann der Sieg für den FC wohl in Ordnung, wenngleich dieses insgesamt sehr schwache Spiel auch gut 0:0 hätte enden können.“
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Fotos: Achim Freund
F.d.R. Hartmut Gerlach