Die Meinungen der Trainer nach dem Oberligaspiel Einheit Wernigerode – Einheit Rudolstadt (2:0)

Nach dem Spiel führte der FC Einheit Rudolstadt eine Pressekonferenz durch. In der äußerten sich beide Trainer zum Spiel. Das sagten sie:

Florian Mehr (Wernigerode):

„Ich denke, man kann mit der 1. Halbzeit größtenteils sehr zufrieden sein. Ich hatte schon das Gefühl, dass wir bemüht waren, das Spiel von Beginn an an uns zu reißen. Wir gehen dann auch durch ein wunderschönes Tor in Führung. Wir haben dann aber so zehn bis 15 Minuten den Gegner selbstverschuldet wieder in das Spiel gebracht. Dabei haben wir in meinen Augen unnötige gelbe Karten verursacht.

Dann stellt der ‚verlorene Sohn’ vor der Halbzeit auf 2:0. Das hatten wir als Parallelen zum Hinrundenspiel, die Partie über die Zeit zu retten. Wir haben in der Pause auch besprochen, dass das mit den gelben Karten problematisch ist und wir es cleverer machen müssen.

Dann kommt das so, wie wir es nicht haben wollten. Wir bekommen eine Gelb-Rote Karte. Ab diesem Zeitpunkt ging es nicht mehr darum, das Spiel zu kontrollieren, sondern mit Mann und Maus zu verteidigen.

In unserer Vorbereitung stand der Fokus darauf, dass wir wieder hinten stabiler stehen. Das war heute auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Die Jungs haben die Akzente aus der Vorbereitung mit in das erste Pflichtspiel genommen. Wir haben mit einem Mann weniger nicht wirklich etwas Zwingendes zugelassen und haben alles rigoros wegverteidigt. Dabei hätte unser Sieg, da wir mit unseren Chancen in der 1. Halbzeit fahrlässig umgegangen sind,  höher ausfallen können. So musste man zu Beginn der 2. Halbzeit nur noch querlegen oder einschieben.

Es wurde hinten heraus spannend und zäh, aber wir haben das souverän wegverteidigt und morgen fragt auch keiner mehr nach dem Wie. Hauptsache ist, wir haben jetzt die drei Punkte und sind vernünftig in das Jubiläumsjahr gestartet.“

Holger Jähnisch (Rudolstadt):

„Zunächst erst einmal Glückwunsch an Wernigerode. Von unserer Seite war es ein Spiel, bei dem wir wussten, was uns erwartet. Wir wussten, dass das heute auf dem tiefen Boden kein fußballerischer Leckerbissen wird und auch, was uns von der körperlichen Robustheit aus Sicht von Wernigerode erwartet. Das hat sich über 90 Minuten widergespiegelt.

Wir haben das Spiel verdientermaßen verloren. Wernigerode hat uns auf eine einfache, robuste Art und Weise in den Zweikämpfen dominiert. Das möchte ich als Sieg des Willens beschreiben. Sie waren auch bei den Toren energischer. Da war der Ball eigentlich schon bei uns, aber der Gegner hat nachgesetzt und mit Überzeugung und Willen die Tore erzielt. Das ging bei diesen Bodenverhältnissen eigentlich nur auf diese Art und Weise.

Natürlich bin ich, das ist ganz klar, mit unserem Spiel nicht zufrieden. Das ist aber ein Spiegelbild von letzter Woche. Da wurde uns auch aufgezeigt, worum es in der Liga geht. Man muss die Basics gut machen und dann über Standards ins Spiel zu finden. Das war von unserer Seite aus hinten heraus uninspiriert. Man muss sich in Überzahl einfach besser fußballerisch aus der Affäre ziehen, um aus dem Spiel heraus auch die eine oder andere Chancen zu kreieren. Das ist uns überhaupt nicht gelungen, sodass am Ende nur Standards, Ecken und Freistöße geblieben sind. Aber die wurden sehr gut verteidigt. Nichtsdestotrotz steht am Ende bei uns ein Spiel mit null Punkten. Ich hätte mir schon gewünscht, dass man hier klarer auftritt, dass man mehr dagegen hält und dass man fußballerisch mit mehr Mut und Überzeugung agiert. Aber wie es dann zu Ende gegangen ist, kann man auf unserer Seite natürlich nicht zufrieden sein.

Für uns geht es schon am Mittwoch gegen Auerbach wieder weiter. Das wird sicherlich nicht leichter. Am Ende bleibt dann nur, die Lehren daraus zu ziehen und es dann im nächsten Spiel, das dürfte nicht allzu schwer fallen, dann besser zu machen.“

Hartmut Gerlach

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