Die Meinungen der Trainer nach dem Oberligaspiel Heiligenstadt – Rudolstadt (2:1)

Zwar fand nach der Partie eine Pressekonferenz statt, aber die konnte der Vereinssprecher des FC Einheit nicht wahrnehmen, da um 19.30 Uhr eine Theatervorstellung – die war im Gegensatz zum Spiel der Gäste im Eichsfeld sehr gelungen – in Rudolstadt auf dem Programm stand.

Deshalb sprachen wir unmittelbar nach Spielende mit beiden Trainern. Das sagten sie uns:

Benedikt Seipel (1. SC 1911):

„Man hat beiden Mannschaften zu Beginn die aktuelle Situation angemerkt. Sie waren sehr vorsichtig und abtastend und es war nicht so viel Temposchärfe im Spiel wie ich das schon oft in der diesjährigen Oberligasaison erlebt habe. Nichtsdestotrotz hatte ich das Gefühl, dass wir die Kontrolle hatten und dass wir auch die bessere Mannschaft waren.

Doch dann haben wir durch die Ecke ein Geschenk verteilt. Das haben wir zwar in den letzten beiden Wochen zu Genüge trainiert und trotzdem haben wir es nicht verteidigt bekommen. Dennoch war es wichtig, dass wir relativ schnell zurückkommen.

Ich fand auch, dass wir dann im weiteren Spielverlauf die bessere Mannschaft waren. Ich muss mir aber die beiden Situationen, die zum Elfmeter und zu den Gelb-Roten Karten geführt haben, noch einmal anschauen. Aber insgesamt Hut ab vor meiner Mannschaft für die Moral. Wir waren in Grimma nicht gut und hatten heute wieder etwas gut zu machen. Das war ein ordentlicher Fight.“

Holger Jähnisch (FC Einheit):

„Wir sind sehr gut in das Spiel hinein gekommen und haben das, was wir uns vorgenommen haben, bis zum 1:1 hervorragend umgesetzt. Dann kommt es in meinen Augen zu einem lächerlichen Elfmeter, denn der Heiligenstädter blockt unseren Spieler. Dadurch wird man mit dem 1.1 aus einer guten Anfangsphase herausgerissen.

Dann hat man gesehen, dass es bei uns vom Selbstvertrauen und vom Nervenkostüm her nicht die ‚erste Sahne’ ist. Dann hatten wir Probleme in der Ballverarbeitung und ich denke, dass wir  die 1. Halbzeit noch einigermaßen über die Bühne gebracht haben.

In der 2. Halbzeit hat man gemerkt, dass es auch um Kleinigkeiten geht. Aber wir wollten Dinge, die wir in der Pause angesprochen haben, besser machen. Vor allem ging es darum, unsere Seiten besser zu verteidigen. Aber ein ganz, ganz großes Thema ist unsere Ballverarbeitung.

Da muss man ganz klar sagen, dass wir uns da sportlich selbst gekillt haben. Das nimmt einem so viel Kraft und Energie, wenn man einfache Bälle immer wieder verschenkt und dafür wieder unendlich viel arbeiten muss – als Einzelner und als Team. Dann ist es halt die Krönung, dass wir in Überzahl vom Gegner im Konter noch das 1:2 bekommen.

Ich habe gedacht, es geht nicht tiefer, aber so war es. Wir haben am Ende wieder ein Spiel, was man nie und nimmer verlieren darf, nicht gewonnen. Deshalb ist man leider zu recht nur zweiter Sieger, weil man es einfach nicht geschafft hat, dass es in Überzahl und im Ballvortrag gelingt, eine Chance herauszuspielen, die vielleicht noch für ein Tor reicht. Das geht nun schon seit Wochen und das nervt.“

Fotos: Vereinssprecher

Hartmut Gerlach

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