Wir sprachen, wofür wir wie immer sehr dankbar sind, kurz nach Spielende mit beiden Trainern. Es ist keineswegs so leicht, auch nicht als souveräner Gewinner, ein Spiel in wenigen Sätzen zusammenzufassen.
Das sagten sie uns:

Patrick Hinze (RSV Eintracht):
„Das war von der Art und Weise und auch von der Höhe des Ergebnisses heute völlig verdient. Ich hätte mir allerdings mehr Qualität am Ball nach dem 5:0 gewünscht. Wir haben fünf Mal gewechselt. Ich will nicht sagen, dass wir dann einen Bruch gesehen haben, aber ein paar Abläufe waren schon unsauber. Doch man muss Rudolstadt auch zugute halten, dass sie nicht aufgegeben haben.

Am Ende des Tages war ich mit der 1. Halbzeit sehr, sehr zufrieden, das war mit das Beste, vor allem im spielerischen Bereich, was wir in diesem 1. Halbjahr gesehen haben. Ich habe in der Halbzeit gesagt, dass wir souverän und nicht überheblich bleiben sollen. Das haben wir dann auch so rigoros umgesetzt. Am Ende sind wir mit dem Sieg sehr zufrieden.

Ich will natürlich jedes Spiel gewinnen. Wenn man das bestmöglichst schafft, ist man am Ende vielleicht ganz oben. Das sollte schon unser Anspruch sein, auf Tabellenplatz 1 zu landen. Wir wissen aber, dass das eine schwere Aufgabe wird. Die Mannschaft zeigt das aber Woche für Woche und wenn man nach 14 Spieltagen ungeschlagen ist, dann ist das sicher auch ein Ausrufezeichen an alle.“

Holger Jähnisch (FC Einheit):
„Wir wussten, was uns hier gegen eine wirklich fußballerisch gute, robuste, in Zweikämpfen griffige und bei Standards starke Spitzenmannschaft erwartet. Natürlich wollten wir etwas mitnehmen, das ist auch völlig klar. Aber es war so ein Déjà-vu von Bautzen. Das Spiel war nach 20 Minuten eigentlich schon verloren. Wir hatten eine große Aktie beim Strafstoß und bei den Ballverlusten, wo uns die Eintracht ausgekontert hat. Das ist so bei uns wiederkehrend. Und dann natürlich noch die schwere Verletzung von Torhüter Eric Kuhnt, die uns frühzeitig zu einem Wechsel zwang. Da kam an diesem Tag alles zusammen.

Dann war es sehr müßig, wieder in das Spiel zurück zu kommen. Wir haben uns ein Stück weit in die Halbzeitpause gerangelt und gerettet. Da war aber ein Tor wie das andere, viel zu einfach. Wir hatten von unserer Seite immer eine große Aktie dran.

In der Halbzeitpause habe ich gesagt, dass es nur noch besser geht. Die Mannschaft soll zusammenhalten und versuchen, das dürfte nicht schwer sein, eine 2. Halbzeit zu spielen, die deutlich besser sein muss als die erste. Ich habe appelliert, dass sie etwas mutiger und auch zusammenstehen soll. Das hat die Mannschaft dann auch getan.

Aber man muss ganz klar sagen, dass das Ergebnis auch in der Höhe verdient ausgefallen ist. Wir haben in der 2. Halbzeit, in der ich sieben, acht Mal hätte wechseln können, weil kaum ein Spieler mit Normalform unterwegs war, auch anderen Jungs, die reingekommen sind, eine Chance gegeben. Die haben das ordentlich gemacht und hatten einige Chancen. Man hätte eigentlich das Ehrentor machen müssen. Viel mehr wäre es aber nicht gewesen. Leider müssen wir nach großem Aufwand, was sowohl die Anreise als auch die Trainingswoche betrifft, ohne Ertrag nach Hause fahren. Da ist man natürlich gefrustet.“
Wir werden am Dienstag noch einen Beitrag aus der Rubrik „Was am Rande des Oberligaspiels gegen den RSV Eintracht passierte“ einstellen.
Hartmut Gerlach