Die Meinungen der Trainer nach dem Oberligaspiel VfB Germania Halberstadt – FC Einheit Rudolstadt (2:1)

Da wir es nach der Partie wegen des Bundesligahandball-Spiels in Magdeburg eilig hatten, sprachen wir mit beiden Trainern unmittelbar nach Spielschluss und nahmen leider nicht an der Pressekonferenz teil.

Das sagten sie uns:

Manuel Rost (VfB Germania):

„Es war ein typisches, umkämpfte Spiel. In das sind wir sehr gut reingekommen. Leider haben wir aus den zahlreichen Umschaltsituationen danach nicht das 2:0 gemacht. Dadurch hat der Gegner das Spiel offen gehalten.

Bei dem 1:1, der ersten Aktion in der 2. Halbzeit, stellen wir uns nicht ganz so gut an und verteidigen nicht gut. Da gibt es dann den berechtigten Elfmeter. In der Phase war es wichtig, Ruhe zu bewahren. Das ist uns ganz gut gelungen. Wir haben wenig zugelassen und nach vorn immer wieder unsere Momente generiert. Die waren auch wichtig für den Glauben.

Dann war es hinten heraus eine geschlossene Mannschaftsleistung mit dem großen Glauben, das Spiel ziehen zu können. Und wenn man unter dem Strich den Deckel drauf macht und ein Fazit zieht, dann haben wir aus dem Spiel heraus kein Tor erzielt. Das ist fast schon Wahnsinn.

Ich denke aber, dass es am Ende trotzdem ein verdienter Sieg war, der auch in der Höhe in Ordnung war. Rudolstadt hat es bis zum Ende offen gehalten, war sehr kompakt, auch in der Defensive und hat sehr zielstrebig gespielt. Da das Spiel lange offen ist, hält man den Gegner lange am Leben.“

Holger Jähnisch (FC Einheit):

„Das ist mega, mega ärgerlich. Wir machen uns nach dieser Ecke in der 89. eine sehr gute 2. Halbzeit kaputt. In der haben wir vieles richtig und auch Dinge besser als in den ersten 45 Minuten gemacht. Wir haben vieles umgesetzt, nachdem wir versucht haben, Einfluss zu nehmen.

Es ist aber kein Geheimnis, dass Halberstadt gute Standards schlägt. Das wissen wir aus dem letzten Jahr, als wir hier 3:3 gespielt haben, wo wir nach Eckbällen zwei Tore bekommen. Dann können wir uns hier nicht so bettelend verkaufen, dass wir uns selbst viel zerstören.

Von daher wäre ein Punkt vom Spielverlauf und von der Präsentation beider Mannschaften absolut gerecht gewesen.

Es ist eigentlich müßig, über den Schiedsrichter zu reden. Aber für meinen Geschmack hat er viele Situationen einmal in die und ein anderes Mal in eine andere Richtung hin entschieden. Das muss man einfach auch mal so sagen: Das kotzt einen einfach nur so an. Wenn ich zum Beispiel den Elfmeter sehe. Hier ist Ruppi an der Außenlinie ein wenig mit dem Oberkörper dran. Wenn er mit dem angelegten Arm agiert und sich jemand hinschmeißt und auch noch den Strafstoß fordert und den auch noch kriegt, dann kann man über einen VAR diskutieren. Aber das ist einfach kein Elfmeter. Das ärgert mich maßlos, dass wir vom Schiedsrichter, aber auch von uns selbst um den Lohn gebracht werden. Letzteres konnten wir beeinflussen.“

Hartmut Gerlach

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