Die Meinungen der Trainer nach dem Oberligaspiel VFC Plauen – FC Einheit Rudolstadt (3:1)

Zur Pressekonferenz in Plauen kamen die Trainer zu Wort. Das sagten sie zum Spiel:

Hendrik Faik (FC Einheit):

„Zunächst erst einmal Glückwunsch nach Plauen zum Sieg. Ich glaube, wir haben in den ersten 20 Minuten ein sehr ordentliches Auswärtsspiel gemacht und das umgesetzt, was wir wollten. Ich hatte das Gefühl, dass sich Plauen im Vorfeld etwas kleiner gemacht hat, als die Mannschaft wirklich ist. Man darf nicht vergessen, dass der VFC jedes Jahr zur Spitzengruppe gehört. Wir wussten trotzdem, dass hier etwas möglich ist. Ich glaube, das haben wir mit den ersten Chancen gezeigt. Ich denke an den Schuss, der an der Latte landet oder den Elfmeter.

Aber wir wissen natürlich alle, wie das im Fußball manchmal ist. Wenn man auf der einen Seite einen Strafstoß verschießt und auf der anderen Seite, ich nenne es mal überspitzt, ein Eigentor schießt, dann macht das etwas. Ich will die Qualität von Paul Kämpfer nicht in Frage stellen, aber dass er den macht, selbst wenn ich ihn nachts um drei wecke.

Dann ist es natürlich schwer, weil so ein Spiel dann innerhalb von eins, zwei Minuten kippt. Das ist so ein Muster der letzten Saison, Wenn wir ein Gegentor bekommen, kriegen wir noch ein zweites. Dann wird es schwer, in Plauen etwas zu holen. Wir haben es trotzdem ordentlich gemacht, kommen zurück, gehen aber trotzdem mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause.

Und das ist mein einziger Vorwurf an die Truppe. Wenn man hier Punkte holen will, und das wollten wir, dann muss man das Spiel in der 2. Halbzeit noch einmal anzünden. Da muss man ehrlich sein, das haben wir heute nicht geschafft. Wir haben versucht, das Spiel so aufzubauen, als ob wir mit zwei Toren führen würden. Aber es war auch klar, wenn wir versuchen würden, das Spiel wild zu gestalten, also dass es hin und her geht, dann würden wir zweiter Sieger sein. Das ist etwas schade, aber das ist auch der einzige Vorwurf an die Mannschaft. Wir wissen, wo wir herkommen und wird werden versuchen, in der nächsten Woche die Punkte zu holen.“

Sven Köhler (VFC):

„Ich freue mich natürlich, dass wir das erste Heimspiel gemeinsam erlebt haben und am Ende auch gewonnen haben. Natürlich lebt der Fußball immer von Momenten und so einer war es, als Simon den Elfmeter gehalten hat. Für uns war das sehr, sehr wichtig, da brauchen wir überhaupt nicht darüber zu reden. Jeder weiß, dass Spiele im Fußball dann auch anders verlaufen können. Vor dem Elfmeter haben wir nicht die Souveränität an den Tag gelegt, die wir teilweise den Vorbereitungsspielen hatten. Aber das ist im Fußball manchmal so.

Doch nach dem gehaltenen Elfmeter ging ein kleiner Ruck durch die Mannschaft. Es ist richtig, dass ein einfacher Fehler der Rudolstädter uns in das Spiel gebracht hat. Als Trainer von Rudolstadt ärgert man sich, als Trainer von Plauen sage ich, es war vielleicht auch dem geschuldet, dass etwas Druck da war. Auch beim zweiten Tor war es so, als sich Yugh Graham den Ball geholt hat.

Es war in der ersten Halbzeit ein intensives Spiel mit dem Anschlusstreffer. Dann war es wichtig, den Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen. In der zweiten Halbzeit war klar, dass Rudolstadt noch mal versuchen würde, Situationen im Strafraum zu kreieren. Für uns war es wichtig, den Ball etwas weiter von unserem Tor wegzuhalten. Aus meiner Sicht haben wir es in den ersten 20 Mintuen versäumt, aus den vier, fünf richtig guten Konterchancen noch das entscheidende vierte Tor zu machen. Das hätte dazu geführt, dass das Spiel schon früher durch ist. Wir sind alle lange genug im Fußball dabei, da kann in der 92. Minute der Anschlusstreffer fallen und es wird noch einmal eng.

Alles in allem bin ich froh, auch für die Jungs, die in der Vorbereitung gut gearbeitet haben. Dass sie sich mit dem ersten Heimspiel, in dem immer etwas Druck ist, mit dem Sieg belohnt haben.“

Hartmut Gerlach

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