Zur Pressekonferenz nach der Oberligapartie zwischen dem FC Einheit und dem SC Freital äußerten sich beide Trainer zunächst zum Spiel. Das sagten sie:

Christopher Beck (SC Freital):

„Wir sind gut in das Spiel gekommen, haben druckvoll begonnen und verdient das 1:0 gemacht. Meines Erachtens war das auch ein klarer Elfmeter. Danach haben wir es leider eingestellt, weiter Fußball zu spielen und die Zweikämpfe vernünftig anzugehen. Demzufolge kam, ebenfalls verdient, der Ausgleich zustande. Dann war Rudolstadt, die Heimmannschaft, ein Stück weit am Drücker. Sie muss in dieser Phase auch das 2:1 machen. Da hätten wir uns nicht beschweren dürfen.

Wir haben aber dann kurz vor der Halbzeit wieder begonnen, etwas Gegenwehr zu leisten und mehr in die Offensive zu gehen.
Die 2. Halbzeit hat das Spiel heute entschieden. Wir sind richtig ordentlich rausgekommen, haben in der ganzen Halbzeit Konstanz in der Offensive gezeigt und eine gewisse Zielstrebigkeit an den Tag gelegt. Wir haben das 2:1 gemacht und müssen schon das 3.1 erzielen. Dann hätten wir das Spiel schon eher entschieden. Doch man muss sehen, dass man das Spiel solide zu Ende bringt. Das haben wir getan. Die Heimmannschaft macht dann auf, man kriegt Räume, die haben wir gut genutzt und wir vollenden den Konter zum 3:1.
Wir sind froh, die Hürde hier in Rudolstadt genommen zu haben. Ihr seid super in diesem Jahr aus den Startlöchern gekommen. Das freut mich sehr und der Liga tut das natürlich gut. Ich wünsche euch weiterhin alles Gute und bis zum Rückspiel.“
Holger Jähnisch (FC Einheit Rudolstadt):

„Zunächst erst einmal Glückwunsch an Freital zum Sieg. Wir haben heute ein Fußballspiel gesehen, das 70 Minuten ein sehr hohes Niveau hatte.
Vom Spielverlauf kann ich auch sagen, dass auch wir gut reingekommen sind. Auch nach Rücksprache mit dem Schiedsrichter hat unsere Bank beim Strafstoß nichts gesehen, was da sein könnte. Der O-Ton war, dass es einen leichten Kontakt gab, aber der Spieler zum Abschluss kommt. Wenn ich die Körpersprache beider Mannschaften sehe, hat in dieser Situation niemand mit einem Elfmeterpfiff gerechnet.

Aber wie wir zurückgekommen sind, gerade in der 1. Halbzeit Fußball gespielt haben, war schon richtig gut. In Anbetracht der Qualität, die von Seiten Freitals auf dem Feld stand, muss man das erst einmal so gespielt bekommen. Wir machen das 1:1 und haben auch Chancen, noch einmal nachzulegen. Aber meiner Meinung nach waren wir zum Ende der 1. Halbzeit etwas fahrig und unkonzentriert und haben Freital noch einmal ein, zwei Standards ermöglicht.

Wir wollten nach dem leistungsgerechten 1:1 zur Pause in der 2. Halbzeit dort weitermachen, wo wir aufgehört hatten. Aber wir haben sukzessive gemerkt, dass wir nicht mehr so richtig durchkommen. Ich sage eigentlich nicht viel zum Schiedsrichter, aber wir haben wohl gemerkt, dass manche Entscheidung des Unparteiischen nicht für uns gesprochen hat. Und wir haben gegen einen Gegner gespielt, der nach dem 2:1 clever und abgezockt war. Da gab es Zeitspiel, es wurden Freistöße gezogen, geschrieen und versucht, das Spiel zu unterbrechen, Doch das hätten wir genau so gemacht. Leider sind der Schiedsrichter und seine Assistenten darauf eingestiegen. Das hat uns so ein wenig den Stecker gezogen. Und dann haben wir auch versucht, mit ‚langem Hafer’ zum Erfolg zu kommen. Das ist sicherlich nicht das beste Rezept, weil Freital im Zentrum große und robuste kopfballstarke Jungs hat. Da hätte ich mir gewünscht, dass wir fußballerisch so weiterspielen, geduldig über die Außen kommen, um dann über Situationen, die uns die uns in der 1. Halbzeit stark gemacht haben, vor das Tor zu kommen. Das ist uns nicht mehr geglückt. Es ist müßig darüber nachzudenken, ob es ein Tor zu hoch ist.
Wir haben eine knappe Stunde auf Augenhöhe gespielt. Das müssen wir mitnehmen für den nächsten Schritt. Man muss von der Mentalität her versuchen, damit umzugehen, ruhiger und bei seinem Spiel zu bleiben und sich nicht aus der Reserve locken zu lassen. Das ist uns für die Zukunft vielleicht ein Lehrbeispiel, um uns weiterzuentwickeln.
Wir waren heute in der Lage zu punkten, das ist uns nicht geglückt. Wir werden das aufarbeiten: Leider sind ein paar Jungs angeschlagen und kommen erst in drei, vier Wochen zurück. Wir werden versuchen in Bautzen, das heute 2:0 in Plauen gewonnen hat – Chapeau an Bautzen, das muss man auch erst einmal schaffen. Das Spiel dort wird nicht einfach, aber welches Spiel ist in der Liga schon einfach… . Wir werden ordentlich trainieren und versuchen, in Bautzen das Beste zu geben.“
Hartmut Gerlach