Die Meinungen der Trainer nach dem Oberligaspiel zwischen Rudolstadt und Krieschow

Leider konnten wir nach dem Oberligaspiel zwischen dem FC Einheit und dem VfB 1921 aus technischen Gründen keine Pressekonferenz durchführen. Wir sprachen aber dennoch mit beiden Trainern kurz nach Spielende.

Das sagten sie uns:

Robert Koch (Krieschow):

„Wir sind natürlich hochzufrieden, dass wir heute in Rudolstadt einen Dreier einfahren konnten. Es war hier in den letzten Jahren immer ein schweres Pflaster. Wir wussten auch, was Rudolstadt für eine Wucht entwickeln kann. Doch das ist dem Gegner heute aufgrund unserer Spielweise nicht gelungen. Ich fand das Defensivverhalten meiner Truppe heute sehr gut. Wir haben bis auf zwei, drei Standardsituationen, die noch mal gefährlich wurden, kaum Chancen zugelassen. Wir haben alles wegverteidigt und mit unserem Ballbesitzfußball und guten tiefen Läufen immer wieder für Gefahr gesorgt. Der fällige Führungstreffer fällt erst kurz vor der Halbzeit. Aber wir hatten vorher schon zwei, drei gute Situationen und einen klaren Elfmeter, der leider nicht gegeben wurde. Aber dann waren wir da.

Nach der Halbzeit hat sich das Spiel so fortgesetzt. Wir haben Rudolstadt weitestgehend komplett von unserem Tor weggehalten, waren dominant und haben immer wieder Nadelstiche gesetzt. Da wünsche ich mir von meinen Offensivkräften noch mehr Zielstrebigkeit, um noch früher den ‚Deckel drauf zu machen’. Aber alles in allem ein völlig verdienter Auswärtserfolg. Man muss erst einmal 3:0 in Rudolstadt gewinnen.“

Holger Jähnisch (Rudolstadt)

„Es war, das muss man leider so konstatieren, eine verdiente Niederlage. Krieschow war uns an diesem Tag in allen Belangen überlegen. Das betrifft sowohl das Spiel mit Ball als auch die Spielintensität, körperliche Robustheit und die Athletik. Das hat sich auch in den Toren gezeigt.

Wir hätten vielleicht, wenn wir unsere sehr gute Chance genutzt hätten, das Spiel für uns etwas leichter gestalten können.  Da muss man so eine Möglichkeit auch einfach mal verwerten. Dann hatten wir sicher etwas mehr gehabt, was uns trägt oder pusht.

Es war eine sehr intensive 1. Halbzeit, in der Krieschow enorm viel Druck aufgebaut hat. Dennoch haben wir es im Großen und Ganzen defensiv gut gemacht. Wir haben auf Konter gesetzt und hatten drei Möglichkeiten. Leider bekommen wir kurz vor der Pause das 0:1. Die Entstehung dorthin war schon nicht konsequent genug. Dann unterbinden wir den Flankenball nicht, spekulieren auf abseits und führen den Zweikampf nur ungenügend. Dann sind wir, aus meinen Augen, etwas unverdient in die Halbzeit gegangen. Das hatten wir uns aber selbst zuzuschreiben.

Die Reaktion nach dem Kabinengang war eine gute. Wir haben uns getraut, mehr Fußball zu spielen und da sah es auch von unserer Seite besser und auch ein Stück weit planvoller mit Ball aus. Aber das 2:0 hat uns den ‚Zahn gezogen’. Wir wussten dann, dass es bei diesem Gegner und bei diesem Wetter ganz, ganz schwer werden würde. Auch wenn wir es schon gezeigt haben, dass es möglich ist zurück zu kommen. Aber das war ein anderes Kaliber. Wir haben unsere Aktionen, die im Ballvortrag nun besser waren, nicht zielgerichtet zu Ende gespielt. Wir hätten,und das habe ich moniert und den Jungs auch gesagt, uns viel mehr sprachlich unterstützen müssen. Gerade auch mit Ball. Wir müssen uns in der Aktion Hilfestellung leisten. Daran müssen wir arbeiten.

Sicher war en 0:3 am Ende zu hoch. Das Schiri-Gespann, das habe ich auch dem Linienrichter gesagt, war in Ordnung, aber ein Assistent hat leider zu viele Abseitsstellungen nicht erkannt. Dann stand leider oft ein Eckball. Aber wir müssen bei uns bleiben und das, was uns der VfB heute aufgezeigt hat, müssen wir ganz einfach aufarbeiten um am Ende vielleicht schon in der kommenden Woche in Plauen für einen Punkt gut zu sein.

Hartmut Gerlach

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