Die Meinungen der Trainer zur Pressekonferenz nach dem Oberligaspiel 1. FC Lok – FC Einheit (5:1)

Das sagten die Trainer beider Oberligateams zum Spiel zwischen den Mannschaften des 1. FC Lok Stendal und des FC Einheit Rudolstadt.

Jörn Schulz (1. FC Lok):

„Erst einmal sit die Erleichterung sehr groß, dass wir dieses ‚Muss-Spiel’ heute gewonnen haben. Wichtig war, dass wir die drei Punkte hier lassen. Das ist uns gelungen und darüber bin ich sehr, sehr froh. Vor dem Auerbach-Spiel habe ich den Jungs gesagt, dass wir dort gegen einen Gegner, der vier Mal in Folge nicht verloren hat, etwas mitnehmen wollen, um dann entspannt in eine Trainerwoche vor dem Spiel gegen Rudolstadt zu gehen.

Das Ergebnis in Auerbach war für uns schon ein kleines Achtungszeichen, vor allem für den Kopf. Wir haben eine sehr gute Trainingswoche hinter uns und konnten das Spiel heute gut gestalten. Wir sind gut in das Spiel hinein gekommen. Wir wollten mehr den Ball haben und man hat gesehen, dass wir uns stabilisiert haben. Wir sind ja neu in dieser Líga und man merkt, dass wir ein bisschen dazu gelernt haben. Da wir das Videomaterial haben, kennen wir die Stärken des Gegners.

Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir gewinnen müssen. Dass die 1. Halbzeit so läuft, wie sie gelaufen ist, hat etwas mit Glück zu tun, aber auch mit Erzwingen. Deshalb gilt mein besonderer Dank der Mannschaft dafür.

Wir hatten in der Wintervorbereitung nach der 1. Halbserie eine sehr schlechte Phase. Da wird natürlich vieles in Frage gestellt. Mein Dank geht an den Vorstrand, dass er zu mir gehalten hat. Ich klebe nicht an dem Trainerstuhl. Ich bin auf den Vorstand zugegangen und habe gesagt, dass man gern nach acht Jahren, in denen ich im Amt bin, wenn man einen neuen Impuls setzen will, das gern tun kann. Da blieb es ruhig, wobei immer wieder von außerhalb Störfeuer gelegt wurden gegen meine Person.

Deshalb bin ich froh, dass sich das in den letzten vier Spielen etwas widerspiegelt. Wir haben uns defensiv stabilisiert, hatten heute auch das Glück in den Abschlüssen auf unserer Seite und wir haben zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht. Es war auch klar, dass Rudolstadt in der 2. Halbzeit mit einer anderen Wucht herauskommt. Diese Phase wollten wir überstehen. Wir bekommen einen Elfmeter, der keiner war. Da hätte das Spiel kippen können, aber wir waren stabil. Natürlich haben wir nicht mehr so gespielt, wie vor der Pause. Aber man muss auch sehen, dass wir acht verletzte, gesperrte oder aus anderen Gründen fehlende Spieler hatten. Wir haben A-Junioren eingebunden und das sollten die, die immer Stimmung machen gegen den Verein und mich auch mal anerkennen.

Am Ende des Tages wird es extrem schwer, diese Liga zu halten. Vielleicht schaffen wir es nicht. Dann geht aber die Welt nicht unter, wir machen weiter. Wenn man sieht, was hier in der Region los ist und was andere Vereine für Möglichkeiten haben, sollten wir den Fokus auf unsere jungen Spieler und die Talente richten. Wir werden aber versuchen, die Mannschaft zusammen zu halten.

Holger Jähnisch (FC Einheit):

„Es war von unserer Seite, um es vorsichtig auszudrücken, ein Spiel, das nicht gut war. Wir wussten natürlich, was uns erwartet, denn wir haben uns über den Gegner informiert; Was sind die Stärken, was ist die Spielweise von Stendal. Das ist ja vollkommen klar. Da waren wir vorbereitet.

Aber uns ist es, vor allem in der 1. Halbzeit, gar nicht gelungen, das umzusetzen, was wir uns sowohl offensiv als auch defensiv vorgenommen haben. Dazu kam ein leider immer wiederkehrender Fehler, wo wir dem Gegner selbst in die Karten gespielt haben durch einfache Fehler im Spielaufbau, und uns damit in eine Pressingsituation hinein gespielt haben.

Zudem ist ein Wetter wie heute prädestiniert für Flanken und Eingaben und für einfaches Spiel. Und dann hat das natürlich Stendal auch gnadenlos ausgenutzt. So waren die Kräfteverhältnisse in der Tabelle ein Stück weit umgedreht. Daran, das habe ich den Jungs auch gesagt, sollte man sich gar nicht orientieren. Am Ende haben wir heute wie ein Absteiger gespielt. Uns ist sowohl defensiv als auch mit Ball wenig gelungen.

In der 2. Halbzeit haben wir versucht, unser Gesicht etwas zu wahren. Das ist in Ordnung, aber wir konnten unsere 1. Halbzeit damit nicht ansatzweise vergessen machen. Dafür war sie einfach zu schlecht.“

Man findet die Pressekonferenz, aus der wir nicht alle Sätze übernommen haben, auch unter diesem Link:

https://www.1fc-lok-stendal.de/verein/neuigkeiten/erstemanner-17-spieltag-2025-26

Hartmut Gerlach

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