FC Einheit Rudolstadt – VfB Auerbach 1906 0:3 (0:1)

Trotz Leistungssteigerung verliert die Einheit erneut

Fußball wird nun mal wie fast alle Sportarten von Ergebnissen geprägt. Und da haben die Rudolstädter auch nach diesem Mittwochabendspiel unter Flutlicht trotz Leistungssteigerung eine erneute Niederlage kassiert. Es war die dritte in Folge und zum sechsten Mal hintereinander blieben die Gastgeber sieglos.

Aber sicher lässt sich auf darauf aufbauen, dass Holger Jähnisch seinen Jungs ein anderes Auftreten als noch in den ersten beiden Rückrundenpartien bescheinigt. „Wir sind vorn drauf gegangen und haben engagiert versucht, besser Fußball zu spielen und es miteinander emotionaler zu gestalten. Das ist uns in der 1. Halbzeit ordentlich gelungen“, sagte er kurz nach Spielschluss im Gespräch mit dem Vereinssprecher.

Das zeigte sich bei der Herausarbeitung von Eckbällen. Von den insgesamt zehn Standards vom Fähnchen aus, Auerbach hatte vier, passierten gleich drei in den ersten sechs Minuten. Dabei verfehlte Emilio Heß den Kasten von Stanley Birke ganz knapp (6.). Wenig später zielte auch Auerbachs Cedric Graf nicht genau genug (11.).

Dann besaßen die Hausherren die dicke Möglichkeit zur Führung, aber der Kopfball von Max Zerrenner zischte nur an die Querlatte (21.).

Nach Kopfbällen von Louis Schmidt (23.) und Graf (25.) auf der Gegenseite kam ein Rudolstädter Abwehrspieler im Strafraum einen Tick zu spät. Der Elfmeterpfiff des weitgereisten Unparteiischen – er kam aus Stendal und die Einheit „berappte“ 444 Euro für das Trio – folgte prompt, wobei es kaum Proteste der Einheimischen gab. Graf ließ Max Bresemann keine Abwehrchance (37.).

Kurz danach wollten die Hausherren nach einer Aktion im Strafraum ebenfall einen Strafstoß haben, aber der gut postierte Assistent griff nicht ein (41.), Mit einem straffen Schuss von Tim Kaiser (40.) und einem Freistoß für den VfB, der allerdings nichts einbrachte, endete eine 1. Halbzeit mit einem unglücklichen Rückstand für den Gastgeber.

Der zweite Durchgang begann mit einem Freistoß, den Bresemann ganz stark parierte (51) sowie einem Schuss des auffälligen Aleksandr Guzlajevs (57.). Im Gegenzug hatte Sven Rupprecht den Ausgleich vor den Füßen, aber Birke hechtete das Leder irgendwie über die Querlatte, wobei „Ruppi“ ziemlich freie Position hatte. (58.).

Doch bei einen der wenigen Konter stellte Kaiser auf 2:0 (71.). Damit war die Partie eigentlich entschieden, obwohl sich die Rudolstädter weiter bemühten. Vor allem die Einwechslung des lange verletzten Marco Riemer brachte neuen Schwung. Er war auch am „Gewurschtel“ (85.) beteiligt, wie es Sven Köhler bezeichnete.  Aber Tom Krahnert scheiterte erneut an der Latte (85.). „Wenn der reingeht, dann brennt es hier noch mal“, sagte ein erleichterter Auerbacher Coach ob der vergebenen Chance für den FC.

Mit dem 3:0, für Jähnisch ein Tor zu hoch, machte der VfB kurz vor dem Ende des Schiedsrichters, der seine Linie unter den Augen eines Thüringer Schiedsrichterbeobachters durchzog, wobei jedoch zehn Verwarnungen nicht das durchaus anständig geführte Spiel widerspiegelten, dann alles klar.

Im Gespräch mit dem Verfasser sagten beide Trainer zum Spiel: „Es war uns klar, dass die Rudolstädter relativ aktiv und aggressiv in dieses Spiel starten. Wenn man mit zwei Niederlagen die Rückrunde beginnt, ist es logisch, dass da etwas Druck ist. Und den versucht man mit Aggressivität und Aktivität abzubauen. Unsere Spielanlage war ganz ordentlich. Und wir haben natürlich mit Tim Kaiser einen Spieler, der Tempo hat. Im Laufe der 1. Halbzeit haben wir es geschafft, auch spielerisch besser reinzukommen. Wir haben für meine Begriffe auch die Kontrolle über das Spiel gehabt“, resümierte Sven Köhler, der vor kurzem seinen 60. Geburtstag gefeiert hatte.

Holger Jähnisch äußerte sich so: „Im Gegensatz zu den letzten beiden Spielen sind wir heute sicher ganz anders aufgetreten. Das hat jeder gesehen, dass wir 60, 70 Minuten schon bei der Erwärmung engagierter waren. Und wir haben auch nach dem Elfmeter ordentlich weiter gespielt. Dabei hätten wir das eine oder andere in der Offensive noch besser machen können. Ich denke an die Ballverarbeitung, aber wir spielen uns auch Möglichkeiten zu Flanken heraus. Ansonsten kann man den Jungs vom Engagement her nichts vorwerfen. Es war ordentlich. Wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken. Ich kenne solche Situationen. Man kommt nur heraus, wenn man auch im nächsten Spiel versucht, so aufzutreten, wie in der 1. Halbzeit.“

Schon am Sonntag (08.03.) geht es in der Oberliga weiter. Denn empfangen die Rudolstädter um 14 Uhr auf dem Hauptplatz die SG Union Sandersdorf, derzeit Tabellensiebter.

Die Statistik

FC Einheit:

Bresemann, Frackowiak, Schlegel, Heß (80. Fadavi), Starke, Krahnert, Smyla (80. Kpoton), Rupprecht, Rühling (80. Riemer), Schneider, Zerrenner (65. Ensenbach)

VfB:

Birke, Birkner, Brejcha, Graf (88. Schneider), Hache, Kaiser (88. Voigt), Guzlajevs, Schmidt, Frohberg, Roscher, Kadric (88. Cermus)

Schiedsrichter: Max Goroncy, Zuschauer: 75

Torfolge: 0:1 Cedric Graf (37./FE), 0:2 tim Kaiser (71.), 0:3 Felix Hache (88.)

Hier zunächst unser Beitrag ohne Fotos, die uns aber von einer netten Dame des VFB, ich denke, es war Cornelia Hache, zugesagt wurden.

Hartmut Gerlach

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