FC Erzgebirge Aue U19 – 1. Mannschaft 1:3 (1:1)

Bundesliga-Junioren aus Aue waren guter Testspielgegner

Um es vorweg zu nehmen: Die Gastgeber hatten auf dem vom Schnee umsäumten Kunstrasen zwar nicht die Qualität der Meuselwitzer vom Mittwochabend. Doch sie erwiesen sich, so Holger Jähnisch, als guter Testspielpartner in einer fairen Partie, die der Schiedsrichter ohne Probleme über die Runden brachte.

Dennoch fiel bereits nach drei Minuten das 1:0 für die Bundesliga-Junioren aus Aue. Vorausgegangen war ein Abspielfehler der Rudolstädter im Spielaufbau. Das Leder landete schließlich bei Quentin Fraulob, der es unhaltbar einlochte.

Wenig später mussten sich die Deckungsspieler der Einheit und auch Max Bresemann mutig in die Schüsse der Patzelf werfen, um einen höheren Rückstand zu verhindern (6.). Doch im Gegenzug folgte bereits der Ausgleich. Emilio Heß wurde im Strafraum gefoult. Max Schlegel schnappte sich das Spielgerät und wuchtete es in die Ecke (7.).

Das war eine Situation, durch die die Thüringer nun besser im Spiel waren. Fast wäre ihnen nach einer der zahlreichen Eingaben von Justin Smyla durch Schlegel das 2:1 gelungen (17.)

Danach pendelte sich die Partie zwischen den Strafräumen ein, wobei die Gelegenheiten auf beiden Seiten überschaubar waren.

Beide Trainer nutzten zu Beginn der 2. Halbzeit mehrmals Gelegenheiten, um Spieler zu wechseln oder wieder in die Begegnung zu bringen. Beim Gast sah die Bank allerdings nicht so gut aus, denn hier saßen nur vier Wechselspieler. Hingegen fehlten Manfred Starke, Toni Jörg Stelzer, Marco Riemer und Liam Floßmann aus unterschiedlichen Gründen.

Der zweite Durchgang startete mit einer Rettungstat von Paul Schneider auf der Linie (47.). Nun wurde der Kontrahent stärker, aber er ließ, sehr zum Ärger von Trainer Philip Hauck, zu viel liegen. Rudolstadt hatte reichlich zu tun, um Gegentreffer zu verhindern, wobei die jungen Gastgeber ziemlich fahrlässig mit ihren Möglichkeiten umgingen. Aber auch Kunth zeigte sich wie Bresemann im Kasten vor der Pause stets auf der Höhe der Aufgaben.

So trat das ein, was der Auer Coach hinterher so umschrieb: „Wir testen oft gegen Männermannschaften und die spielen Männerfußball. Die kommen einmal vors Tor und machen dann den Treffer.“ Das 2:1 für die Einheit war ein erfolgreicher Versuch, der einer gelungenen Kombination über die Stationen Marvan Kponton, Sven Rupprecht, Max Schlegel und schließlich den Schützen Ole Barthel, der ganz freigespielt wurde und mühelos einschob (70.), vorausging. Zwar versuchten die jungen Hausherren danach, das Blatt noch zu wenden, aber ein Fehler ihres Keepers bescherte ihnen durch Robin Ensenbach (85.) sogar noch das dritte Gegentor.

Holger Jähnisch sagte dem Verfasser hinterher: „Wir mussten für den Sieg lange hart arbeiten. Aber Aue hat uns auch den Gefallen getan, dass das Team ähnlich wie wir sehr unkonzentriert war. Leider haben wir in manchen Situationen den Ball nicht an den Mitspieler gebracht. Aber wir sind, das ist auch unsere Pflicht, heute drangeblieben. Das 3:1 war glücklich und vielleicht auch ein Tor zu hoch.

Man kann mit dem Spiel zufrieden sein. Wir hatten heute einen schmalen Kader am Start. Wir sind noch nicht so richtig im Trainingsalltag angekommen, aber der Sinn und Zweck eines Tests wurde, dem Stand der Vorbereitung entsprechend, erfüllt.“

Gegenüber Philipp Hauck meinte: „Es war ein guter Test für uns. Unsere Niederlage ist der Tatsache geschuldet, dass wir eine schlechte Chancenverwertung hatten. Hinzu kommt noch ein individueller Fehler. Wir müssen das zweite Tor machen.

Aber ich habe dennoch viele ordentliche Sachen von uns gesehen. Das hat gepasst, denn wir haben gegen eine gute Mannschaft gespielt.“

Die Einheit setzt die Reihe der Tests am kommenden Wochenende fort. Nächster Gegner ist am Samstag, dem 24.01.26, um 14 Uhr im Auswärtsspiel die Spielvereinigung Bayern Hof.

Die Statistik

FC Erzgebirge Aue

Köhler, Krügel, Wendisch, Pohlenz, Fraulob, Pyttel, Ratz, Sack, Bahls, Kindel, Glaser (Kretschmer, Theo, Albrecht, Mehlitz, Dohle, Ende, Bräunig, Kaps)

FC Einheit:

Bresemann, Frackowiak, Schlegel, Heß, Krahnert, Smyla, Rupprecht, Schneider, Zerrenner, Kpoton (Kuhnt, Siegel, Barthel, Rühling)

Schiedsrichter: Christian Schlömann, Zuschauer: 40

Torfolge: 1:0 Quentin Fraulob (3.), 1.1 Maximilian Schlegel (7.), 1:2 Ole Barthel (70.), 1:3 Robin Ensenbach (85.)

Hartmut Gerlach

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