In der Sportschule „Egidius Braun“ fand am Mittwoch, dem 12. August, ab 16 Uhr die mündliche Verhandlung des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) nach Rassimusvorwürfen gegen einen Spieler des FC Grimma statt. Die dauerte knapp zwei Stunden.

Die Verhandlung wurde von Steffen Tänzer (Eilenburg), dem Vorsitzenden des Sportgerichts, geleitet. Dazu kamen zwei Beisitzer.
Von Seiten des FC Einheit war neben dem Vereinssprecher als Zuschauer auch der ehemalige Trainer Holger Jähnisch, der zum Spiel am 30. Mai 2025 in Grimma war, angereist. Marwan Kponton konnte aus zeitlichen Gründen nicht anwesend sein.
Der FC Grimma war mit dem damaligen Trainer Marcus Dörfer sowie als Zuschauer Tom Rietzschel. Teammanager, vertreten. Natürlich war auch der beklagte Spieler, der jetzt bei einem anderen Verein in Bayern spielt, in Leipzig dabei.
Steffen Tänzer versuchte die Vorfälle in Grimma aufzuklären. Das erwies sich als schwierig. So blieb dem Sportgericht nach umfangreichen Befragungen von Dörfer, Jähnisch und dem Grimmaer Akteur keine andere Wahl, als den beklagten Spieler des Gastgebers freizusprechen.
Ausführlich begründete der Vorsitzende dann den Schuldspruch. Die Indizien reichten nicht aus, um die schlüssigen Darlegungen des Grimmaer Spielers zu widerlegen, sagte Tänzer. Dabei gelte in solchen Fällen die Unschuldsvermutung. Es sei dem Gericht jedoch bewusst, dass die Situation unbefriedigend sei. Er appellierte an alle Vereine, in ähnlichen Situationen sofort mit Nachdruck zu informieren.
Hartmut Gerlach