Aberkanntes Tor, zwei rote Karten und ein überforderter Schiedsrichter prägen hitziges Spiel in Stadtilm
Am 6. Spieltag der Kreisoberliga reiste unsere Mannschaft mit nur einem Wechselspieler fürs Feld zum Auswärtsspiel nach Stadtilm. Es gibt weitaus schöneres Wetter zum Fußball spielen als die dort herrschenden Bedingungen. Stürmische Böen, Regen und Temperaturen um die 6 Grad. Der Rasenplatz hat durch die vorher stattgefundenen Spiele ordentlich gelitten, so dass man auch hier von schwierigen Bedingungen sprechen konnte.

Nützt nichts, da mussten beide Mannschaften durch, also rein in die erste Halbzeit. Durch Noah Muffel wurde der Liveticker bedient und als er gerade Anpfiff der Begegnung eintragen konnte, klingelte es auch schon in unserem Kasten zum 0:1. Abstimmungs- und Kommunikationsprobleme zwischen N. Kaufmann und P. Köhler sorgten für den Durchmarsch des 10ers der Stadtilmer und der Tunnel für P. Fischer in unserem Tor als Höchststrafe zum 1:0 für Stadtilm. Wieder ein frühes Gegentor, wieder einem Rückstand hinterher laufen. Im Kern fehlt es hier an der Konzentration und Körpersprache von Beginn an…
Im Verlauf der ersten Halbzeit fanden wir nie ins Spiel, waren zu weit weg vom Gegner, hatten keine klare Struktur trotz taktischer Aufstellung und es fehlte (wie immer) die Kommunikation. Stadtilm hatte hier die besseren Chancen, scheiterten aber am starken P. Fischer im Kasten. Er hielt das Spiel weiter offen und rettete den knappen 0:1-Rückstand in die Pause.
In dieser nutzten wir die Zeit auf die Fehler einzugehen und auf die Grundtugenden im Fußball hinzuweisen.
Die Mannschaft zeigte in den zweiten 40 Minuten ein anderes Gesicht. Auch wenn es hier und da spielerisch nicht klappte, gab sie sich nicht auf. Überhaupt nicht. In der 60. SPM ein klasse Steckpass auf P. Köhler, trotz groben Foulspiels an den Passgeber E. Gashi, und Paul Köhler mit einem schönen Schlenzer in die rechte Ecke zum 1:1 Ausgleich! Jubel auf unserer Seite, aber der verstummte sofort, weil der Schiri den Vorteil abpfiff und auf Freistoß und rote (!) Karte entschied. Blankes Entsetzen über diese Entscheidung. Unfassbar!
Aber wenn ein Schiedsrichter auch bei einem Einwurf auf Abseits entscheidet, wird’s echt schwierig für ihn als Unparteiischen das Spiel souverän zu leiten. Es wurde hitziger, ungemütlicher und die Zeit lief gegen uns. Und dass Stadtilm jeden fälligen Abstoß zelebrierte und ein ums andere Mal Zeit von der Uhr nahm, sorgte nicht für Harmonie auf dem Platz. Demzufolge gab der Schiedsrichter auch fünf Minuten Nachspielzeit. Völlig zurecht unserer Meinung nach. In dieser warfen wir alles nach vorn und Tami wagte den Weg in den Strafraum auf der rechten Seite und wurde regelwidrig zu Fall gebracht. Elfmeter in der 80+5 (!) Minute. Es gab sicherlich mehrere Kandidaten, die so viel Wut im Bauch hatten, den Gegner einen einzuschenken, aber es war der Kapitän Paul „Schöni“ Schönefeld, der sich der großen Verantwortung stellte und zum Punkt ging. Kurzer Anlauf und sicher verwandelt. Wahnsinn!! Ein Schlusspunkt, den das Spiel, aber auch wir, einfach verdient hatten.
Leider brannte nach dem Schlusspfiff bei einem Spieler der Gastgeber die Sicherung durch und er ließ sich zu einer üblen Beleidigung gegenüber dem Schiedsrichter hinreißen. Dafür gab es noch mal glatt Rot.
Unterm Strich müssen beide Mannschaften mit diesem Unentschieden leben, denn die erste Halbzeit ging an Stadtilm und die zweite klar an uns.
ABER… Großes Lob an die Kerle, denn in Sachen Durchhalten und Kampf gegen eine drohende Niederlage, war das sehr sehr gut, trotz der dezimierten Truppe (Da schaut man als Trainer auch mal über kleine technische, individuelle Fehler hinweg)
Das Trainerteam hofft, dass genau SO ein Spiel, das Mindset jeden Spielers schult, dass Fußball im Kopf anfängt und die Körpersprache ein wichtiger Punkt ist.
Nächster Gegner ist am Sonntag, dem 2. November, um 10.30 Uhr der VfB Oberweimar. Gespielt wird das Duell von Tabellennachbarn (Gastgeber: 7, Gast: 6.) auf dem heimischen Kunstrasen.
Es spielten:
Fischer, Appelfeller, Nöther, Jahn, Kaufmann, Weitsch, Schönefeld, Schwartz, Köhler, Wahl (Morgenroth), Gashi
Tore: 1:0 (1.), 1:1 Schönefeld (80+5)
M. Weitsch / M. Gärtner