Am gestrigen Mittwoch (30.07.25) hat sich Andrè Hofmann, der Chef von FuPa Thüringen, sehr intensiv mit unserer Oberligavertretung beschäftigt. Sein Text ist unter diesem Link zu lesen:
„Nach Umbruch jetzt Aufbruch
FC Einheit Rudolstadt vor dem Saisonstart: Mit frischem Mut und neuem Gesicht in die 14. Oberliga-Saison.

Wenn der FC Einheit Rudolstadt am kommenden Wochenende beim Bischofswerdaer FV in die neue Oberliga-Saison startet, beginnt für die Thüringer nicht nur das 14. Kapitel auf dieser Spielklasse, sondern auch ein neues sportliches Abenteuer – mit neuem Gesicht und neuem Elan. Nach einer Saison 2024/25, in der der Club nur knapp dem Abstieg entging, soll sich das Blatt nun wenden. Die Voraussetzungen dafür sind geschaffen – auch dank einer intensiven und durchdachten Vorbereitung.
Gezielt verstärkt – Vorbereitung „war okay“
Cheftrainer Holger Jähnisch und sein Trainerteam um Co-Trainer Hendrik Faik sowie Teammanager Tim Ackermann haben in der Sommerpause nichts dem Zufall überlassen. Bereits frühzeitig liefen die Planungen für den neuen Kader an – mit Erfolg. Neun Neuzugänge konnte der FC Einheit Rudolstadt am Ende begrüßen. Sowohl in puncto Qualität als auch Quantität sieht Jähnisch sein Team besser aufgestellt als in der Vorsaison.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Emilio Heß, dem letzten Puzzleteil im Kader. Der 22-jährige Offensivspieler wechselte vom FC An der Fahner Höhe nach Rudolstadt und bringt genau das mit, was die Einheit-Offensive zuletzt vermissen ließ: Tempo, Tiefgang und Torgefahr. „Wir haben uns extrem lange eine Position offengehalten – das hat sich letztendlich mit der Verpflichtung von Emilio Heß ausgezahlt. Er entspricht genau unserem Anforderungsprofil: jung, ambitioniert, torgefährlich“, so Jähnisch. Für Emilio Heß ist es eine Rückkehr in die Oberliga – und ein logischer Schritt in seiner Entwicklung. „Nach drei sehr schönen Saisons bei Dachwig war es jetzt an der Zeit, wieder eine Liga höher zu spielen“, erklärt Heß. Dass er sich in Rudolstadt schnell zurechtgefunden hat, zeigt bereits das erste Testspiel, in dem er gleich dreifach traf. „Ich möchte mich weiterentwickeln. Das Ziel ist natürlich, die Klasse zu halten – und das so früh wie möglich.“
Holger Jähnisch (hier im Gespräch mit Hartmut Gerlach) blickt optimistisch auf die neue Saison. – Foto: © Achim Freund
Auch die Vorbereitung stimmt Jähnisch optimistisch. „Sie war okay, was Teilnahme, Intensität und die fußballerische Komponente angeht.“ Einziger Wermutstropfen war die schwere Verletzung von Max Zerrenner, der sich gleich im ersten Testspiel am Fuß verletzte. Ansonsten aber ist das Team fit und bereit. Dass sich die Mannschaft mit neun Neuzugängen noch finden muss, ist dem Trainerteam bewusst. „Wir stehen am Anfang einer Entwicklung“, betont Jähnisch. „Aber wir starten grundsätzlich immer mit einem positiven Gefühl.“
Gleich im ersten Spiel wartet mit dem Bischofswerdaer FV ein echter Härtetest. Die Sachsen gelten als eines der ambitionierten Teams der Liga. Jähnisch weiß um die Herausforderung: „Mit Bischofswerda erwartet uns gleich ein Spitzenteam. Da wird man sehen, wo wir als Mannschaft und auch im Einzelnen stehen.“ Trotzdem ist die Marschroute klar: „Unser Ziel ist natürlich zu punkten – und das bedarf einer Top-Leistung.“ Die Bilanz der 14 Duelle mildert zwar ein wenig den Optimismus (nur ein Rudolstädter Sieg), doch auch Bischofswerda startet bekanntlich bei Null in die Saison.
Mit neuem Schwung, klarer Struktur und viel Engagement geht es für den FC Einheit Rudolstadt in die neue Saison. Die Abstiegsängste des Vorjahres sollen möglichst früh der Vergangenheit angehören. Die Mischung aus erfahrenen Kräften und jungen, hungrigen Neuzugängen stimmt – jetzt gilt es, das auch auf dem Platz zu zeigen. Der Auftakt in Bischofswerda wird dabei gleich zur Standortbestimmung. Doch der Optimismus ist greifbar – und das Ziel klar: Konstanz, Entwicklung und vor allem Klassenerhalt. Am besten frühzeitig.“
F.d.R. Hartmut Gerlach