Leander Dawczynski spielt keinen Fußball mehr. Er studiert, wie uns Dr. Karl-Heinz Müller, der Vereinsvorsitzende, sagte und wohnt in Mörla. Vor mehr als 14 Jahren hat er, konkret am 16.11.2011, auf dem damals neuen Kunstrasen das erste Tor als D-Junior geschossen.

Nun, eine lange Zeit später, ist es Hermann Liemich, Kapitän der DI-Junioren, der in einem spaßbetonten Spiel von insgesamt vier Kindermannschaften, die zwei Kleinfelder des nun sanierten künstlichen Geläufs im Städtischen Stadion Rudolstadt in Beschlag nahmen, den ersten Treffer markierte. Ein Tor, dem so wie das von Leander, natürlich viel Historie anhaftet.

Bis es soweit war, durfte der Vereinssprecher als Moderator zunächst Bürgermeister Jörg Reichl (BfR) zu Begrüßungsworten auf dem satt-grünen Platz herzlich willkommen heißen. Leider mussten andere Eingeladene absagen.

Hingegen waren viele Nachwuchskicker, deren Eltern oder Großeltern, fast alle Trainer der Nachwuchs – und Männerteams, Vorstände des FC Einheit sowie der Abteilungsleiter Fußball des SV 1883 Schwarza Andreas Granowski, seit vielen Jahren zuverlässiger Partner in der Nachwuchsspielgemeinschaft, erschienen.

Jörg Reichl sagte: „Es ist uns gelungen, rund 400.000 Euro für die Sanierung des Platzes ausgeben zu können. Dafür haben das Land, der Landkreis mit jeweils 40 Prozent und die Stadt Rudolstadt, die 20 Prozent ausgab, die Mittel bereitgestellt. Noch nicht fertig ist die Umstellung auf LED-Beleuchtung. Das soll im Januar/Februar passieren. Aber das Geld gehört zur Gesamtsumme.

Es ist uns gelungen, den Baustart am 6. November zu vollziehen. Innerhalb von einer Woche war der alte Kunstrasenbelag abgetragen. Danach folgten weitere Arbeiten. Wir waren angenehm überrascht, welche Qualität die Schicht unter dem Rasen noch hatte. Vom 29.11. bis zum 5. Dezember wurde der neue Rasen verlegt. Der werde, so die Experten, zehn, zwölf Jahre halten. Am 18. Dezember wurde der sanierte Kunstrasen offiziell an die Stadt übergeben.

Damals hat die Landrätin gesagt, dass man doch keinen Kunstrasen bauen könne, da er beim nächsten Hochwasser weggespült werde. Doch die Stadt hat sich durchgesetzt. Jetzt war es richtig und wichtig, den Platz wieder in einen bespielbaren Zustand zu versetzen.“

Das Stadtoberhaupt bedankte sich bei diesen mitwirkenden Firmen für die gute Zusammenarbeit: Firma Hartung und Ludwig, Casparius Sportstättenplanung und die Firma Artifex. Reichl schloss seine wohltuend kurze Rede mit diesen Worten ab: „Es ist gut, dass auch in schwierigen Zeiten das Land, der Kreis und die Stadt zu ihrem Wort gestanden haben. Dies war der erste Schritt bei der Umgestaltung des gesamten Areals.“
Schön sei, so der Bürgermeister, dass das Verwertbare des alten Kunstrasens nun in Schwarza auf dem Sportgelände ein Zuhause gefunden habe.
Sehr gern angenommen wurde eine Spende für die Nachwuchsförderung durch Daniel Fronek-Barthel, Geschäftsführer von Artifex Weimar-Legefeld.

Während die Kinder des FC Einheit danach mit viel Begeisterung auf den zwei Kleinfeldern spielten, wobei das Ergebnis eher zweitrangig war, nahmen die Anwesenden die Einladung der Stadt zu Bratwürsten und alkoholfreien Getränken sehr gern an. Die wurden von der Sachgebietsleiterin Sport, Anett Weidmann, und ihrem Mitarbeiter Matthias Schwartz, der ja auch Nachwuchsübungsleiter bei der Einheit ist, ausgegeben.
Hartmut Gerlach