Im Porträt (4). Justin Smyla spielt nicht wegen der Altersgrenze in Rudolstadt

Wenn man die Spielordnung des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) aufschlägt, dann findet man unter § 20 „Vereinswechsel und Wechsel innerhalb des Vereins“ unter Punkt 7 unter anderem diesen Passus (Ausschnitt):

„Auf dem Spielberichtsbogen eines jeden Meisterschafts- und DFB-Pokalspiels einer Herren-Regionalliga- und Oberliga-Mannschaft eines Amateurvereins müssen unter den dort genannten 18 Spielern mindestens vier Spieler aufgeführt werden, die am 30.06. vor Beginn des Spieljahres die deutsche Staatsbürgerschaft besessen, noch kein A- Länderspiel für einen anderen Nationalverband bestritten und die das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.“

Für nicht wenige Oberligavereine ein wichtiger Grund, Akteure unter 23 zu verpflichten. Das könnte man bei Justin Smyla auch denken, doch der gerade mal 21-Jährige ist ein Spieler, der über große Fähigkeiten verfügt und deshalb vom FC Einheit Rudolstadt angesprochen und letztlich deshalb in die Oberliga der Schillerstadt „gelotst“ wurde.

Dabei hat „Smylle“, wie er seit Kindesbeinen von seinen Teamgefährten genannt wird, eine sportliche Vergangenheit, die ihn geradezu für die Oberliga prädestiniert. Denn er hat beim FC Carl Zeiss Jena, der Verein, der für ihn immer ein Traum war, von 2010 bis 2024 eine sehr gute Ausbildung durchlaufen und kann auf 33 Regionalligaspiele und zwei Tore verweisen.

Doch irgendwie ging es im letzten Spieljahr nicht mehr weiter und der neue Trainer setzte auf andere Spieler. „Er wie auch der Sportliche Leiter haben nicht auf meine Art, Fußball zu spielen, :gestanden’.“ Er habe wenig Spielzeit bekommen und ihm sei klar geworden, dass er wechseln müsse, ergänzt „Smylle“. „Da ich sehr heimatverbunden bin, hat sich Rudolstadt angeboten, zumal ich gute Gespräche mit den Trainern und dem Sportlichen Leiter bei der Einheit hatte. Ich habe mich hier sehr willkommen gefühlt und denke, dass es für mich ein richtiger Schritt gewesen ist. Ich will wieder spielen und Spaß am Fußball haben“, schließt er diesen Teil des Porträts ab.

Geboren, so wie Marco Riemer, in Apolda, hat er sein Fachabitur in der Tasche und arbeitet derzeit als Bürokaufmann bei seinen Eltern, die das Fliesengeschäft S & S AP-Fliesenlegerprofi GmbH haben. Seine Zwillingsschwester Michelle hat es immerhin in die U15-Juniorinnenauswahl geschafft und beim FC Carl Zeiss gespielt.

Die ersten Fußballschritte hat er beim FSV Ilmtal Zottelstedt gemacht. Mit acht Jahren folgte der Wechsel nach Jena, wo alles bei den Bambinis begann. Gern erinnert er sich an einige Trainier wie Munier Raychouni, Dirk Wachsmuth oder Heiko Weber, die seinen fußballerischen Weg besonders geprägt haben. „Ihnen habe ich viel zu verdanken“, sagt er.

Auf die obligatorische Frage nach den eigenen Vorzügen kommt er eine sehr bescheidene Antwort: „Ich bin technisch ganz gut und auch dribbelstark. Zudem kann ich kämpfen.“ So muss der Vereinssprecher in die Bresche springen und betonen, dass er den Apoldaer als Spieler kennen gelernt hat, der die linke Seite pausenlos beläuft. Das kann Justin ebenso bestätigen wie seine Ausdauer und die vielen guten Eingaben die er von dieser Seite aus nach innen bringt.

Wenn er nicht Fußball spielt oder im elterlichen Geschäft tätig ist, ist er gern mit Freunden unterwegs. Es ist davon auszugehen, dass der eine oder andere sich schon mal die Oberligaspiele mit Justin Smyla anschaut.

Dazu wünschen wir den Besuchern, aber auch unserem Neuzugang aus Apolda weiterhin viel Spaß.

Das sind die bisher erschienen Porträts der Saison 25/26:

Eric Kuhnt (1)

Liam Floßmann (2)

Justin Smyla

https://www.einheit-rudolstadt.de/wp-admin/post.php?post=37296&action=edit

Hartmut Gerlach

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