Im Porträt (8): vom Eishockeyspieler zum Fußballer

Max Zerrenner kann auf eine interessante bisherige Laufbahn im Fußball verweisen. Bis 2015 wurde er im Nachwuchs vom FSV Zwickau ausgebildet. Es folgte ein Jahr in der Zweiten des Vereins, bevor der VFC Plauen seine nächste Station war. Danach ging es zum SV 1921 Ehrenhain und schließlich zu Wismut Gera. Seit dem Sommer gehört er dem Oberligisten Einheit Rudolstadt an.

Die Einheit „baggerte“ an dem Mann, der vielseitig einsetzbar ist, schon nach dem Hinspiel mit der Wismut in Rudolstadt in der Saison 24/25. Henrik Faik, der Co-Trainer, ließ den Faden nicht abreißen. Man habe häufig telefoniert, erinnert sich Zerrenner. Als klar war, dass Gera absteigen, der FC aber die Oberliga halten würde, wurden die Gespräche intensiviert und schließlich ist der Sachse in der Schillerstadt gelandet.

Max arbeitet aktuell bei der AOK PLUS als Firmenkundenberater im Außendienst. Das Büro befindet sich in Zwickau und er betreut die Unternehmen, die Mitglieder der Krankenkasse sind. Er wohnt jedoch in Fraureuth, nur gut 13 Kilometer von der Stadt entfernt, in der zu DDR-Zeiten der Trabant gebaut wurde.

Zu seinem Spitznamen „Ze“, wie ihn seine Teamgefährten egal welcher Liga seit seiner U23-Zeit beim FSV Zwickau nennen, kam er so: „Da es damals hier viele Spieler mit dem Vornamen Max gab, hat Marcel Drehkopf mich einfach immer wieder ‚Ze’ genannt. So ruft man mich bis heute.“

In Werdau geboren wuchs er in Crimmitschau auf. Dass hier Eishockey zuhause ist, wissen sicher ganz viele. Er hat selbst beim EPC im Nachwuchs gespielt und noch viele Freunde. Bei den Eispiraten hat Max auch bis zur Corona-Zeit gearbeitet. Dann war Schluss und er musste sich etwas anderes suchen.

Beim FC Einheit wurde er gut aufgenommen. Die Bindung zu einer Mannschaft müsse sich entwickeln und man sollte auch etwas dafür tun, dass man anerkannt wird, weiß er. Das war nicht so ganz leicht, da er zunächst nur am Anfang da war und danach ein Stück weit ausgefallen ist. „Aber ich habe versucht, ob mit Krücken oder ohne zu jedem Heimspiel anwesend zu sein. So wollte ich meine Mitspieler kennen lernen und zudem präsent sein“, sagt er mit großer Selbstverständlichkeit.

In der ersten der drei Trainingseinheiten ist er nicht vor Ort. Die führt er, auch weil der Fahrtweg weit ist, beim Meeraner SV in der Landesklasse durch.

Stiefvater und Opa gehören wie die Freundin oder auch ab und an seine Mutter zu den Angehörigen, die ganz oft in das Städtische Stadion kommen oder Max auch bei Auswärtsvergleichen begleiten. Dass sie ihren Filius bisher nur selten gesehen haben, liegt einfach daran, dass er im Test bei Fahner Höhe nach einem Foul eine langwierige Verletzung auskurieren musste. Nun ist er auf dem Weg zurück und will Stammspieler werden.

Natürlich steht auch die obligatorische Frage nach den eigenen Stärken im Raum. Dazu „Ze“: „Ich komme beim Fußball über Mentalität, Zweikampfstärke und Kampfgeist. Dabei versuche ich immer, mich in den Dienst der Mannschaft zu stellen und alles ‚reinzuhauen’.  Das Körperliche liegt mir. Ich bin ein gut ausgebildeter Kicker, was die Technik und die Passqualität betreffen. Deshalb sehe ich mich auch auf einer Position im zentralen Mittelfeld. Obwohl ich mit 1,80 Meter nicht so groß bin, habe ich durchaus auch Stärken im Kopfballspiel. Ein Torjäger bin ich allerdings nicht.“

Da es auch sportlich ganz gut beim FC laufe, erleichtere dies die Integration. „Der beste Klebstoff für eine Mannschaft im Sport sind ja Siege“, betont unser Gesprächspartner.

Max ist sehr sportbegeistert. Er schaut sich oft Fußball – oder Eishockeyspiele an. „Ich bin niemand, der nur zuhause sitzt, sondern ich treffe mich mit Freunden und unternehme etwas mit ihnen.“

Nun hofft nicht nur der Verfasser, dass sich die Blessur vom Sonntag als nicht so schwer erweist und „Ze“ schon in Bautzen wieder mit dabei ist. Ein Gewinn für unsere Mannschaft ist er ohne Frage!

Das sind die bisher erschienen Porträts der Saison 25/26:

Eric Kuhnt (1)

Liam Floßmann (2)

Emilio Heß (3)

Justin Smyla (4)

https://www.einheit-rudolstadt.de/wp-admin/post.php?post=37296&action=edit

Szymon-Jan Frackowiak (5)

Yaser Mohammadi (6)

Paul Schneider (7)

Hartmut Gerlach

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