Am Samstag (29.11.25, 13.30 Uhr) hat der FC Einheit in der Oberliga nicht nur eine komplizierte sportliche, sondern auch eine fahrttechnische Herausforderung vor der Brust. Denn die Mannschaft von Holger Jähnisch gastiert bei der einzigen noch ungeschlagenen Mannschaft der 5. deutschen Liga, dem RSV Eintracht 1949. Zudem muss man viele Kilometer „schrubben“, um sowohl zur Spielstätte im Brandenburgischen als auch wieder zurück zu kommen. Konkret sind das laut Navi knapp 560 Kilometer. Das bedeutet für den Einheit-Tross, dass man bereits gegen 8 Uhr aufbrechen muss, um rechtzeitig auf dem Kunstrasenplatz in Kleinmachnow anzukommen.

Natürlich haben sich die Thüringer über den Kontrahenten, der vollständig ausgesprochen „Regionaler Sportverein Eintracht 1949“ heißt,kundig gemacht. Der ist zwar nicht Tabellenführer, aber nimmt mit Rang zwei eine Position ein, die ihm die Hoffnung lässt, wichtige Worte im Kampf um den Aufstieg mitzusprechen. Die Gastgeber können, obwohl sie wie zuletzt die Einheit, deren Spiel gegen Auerbach ausfiel, gegen Plauen nicht spielten, auf sieben Siege blicken:
Fünf Mal spielte man remis und das in Folge. Dies ist auch ein wesentlicher Grund dafür, dass der RSV „nur“ auf Platz 2 steht.
Patrick Hinze, der Trainer, hat bisher 23 Spieler eingesetzt, wobei fünf weitere noch zum Aufgebot gehören. Gleich 14 Schützen erzielten bei der Eintracht die Tore. Als Zugang werden zehn Akteure geführt. Acht Kicker sind nicht mehr am Start.
Wie in allen Oberligavertretungen wurden alle Spieler, die im Kader stehen, in Nachwuchsleistungszentren ausgebildet bzw. sammelten Erfahrungen in höherklassigen Teams.
Patrick Hinze, 38, ist seit dem 1. Juli 2017 der Coach des RSV. Zuvor war er Sportlicher Leiter bei der Eintracht, Co-Trainer bei Hertha Zehlendorf und Nachwuchstrainer beim RSV. Gespielt hat Hinze im eigenen Verein, bei Ludwigsfelde, Meuselwitz und im Nachwuchs von TeBe U19.
Beide Teams trafen erst im Spieljahr 2024/25 zwei Mal aufeinander. Zuhause gewann der FC Einheit mit 3:2. In Stahnsdorf verlor man 2:5.
Nachdem die Einheit am letzten Wochenende so wie der RSV aufgrund der Platzverhältnisse in Rudolstadt und Plauen keine Partie absolvierte, weicht der Tabellenzweite nun auf den Kunstrasen in Kleinmachnow aus. Leider hat der FC derzeit keinen solchen Platz zur Verfügung, da die Anlage generalsaniert wird. So trainiert man auf dem so genannten Zwischenstück und hat nach den Worten von Holger Jähnisch alle Lichtquellen aktiviert, um hier üben zu können. Dabei kann man über die Unterstützung durch die Stadt nicht jammern. Denn die kann nichts dazu, dass die Fördermittel erst jetzt bereit stehen.
Beim Training am Mittwoch fehlten einige Akteure. Das ist offenbar auch beim Auswärtsspiel am Samstag zu erwarten. So wird es durchaus keine leichte Aufgabe Jähnisch und seine Kollegen aus der Führungscrew, die richtige Formation zu finden. Natürlich wäre ein Punkt kurz vor Berlin eine sehr, sehr gute Ausbeute. Das würde auch die Rückfahrt leichter machen … .
Hartmut Gerlach