Natürlich und darauf sind die Vereinsführung und vielleicht auch die Spieler ein Stück weit eingestellt, könnte die Partie gegen den SC Freital, derzeit als Tabellenfünfter absolut jenseits von „Gut und Böse“ die letzte Oberligabegegung für längere Zeit werden. Immerhin 13 Jahre spielt der FC Einheit in der 5. deutschen Liga.

Als sich damals, vor der Saison 2012/13, vor allem Vorstand Frank Eismann mit seiner Konzeption durchsetzte und gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen das Abenteuer Oberliga startete, ahnte wohl niemand, dass man auch 2024/25 noch in dieser Spielklasse unterwegs war.
Die gute Verbindung zum FC Carl Zeiss Jena, das finanzielle Engagement von Wilfried Schardt, Klaus Bauer, der EVR, Michael Wurlitzer oder Jörg Macheleidt, um nur einen Teil der Sponsoren zu nennen, haben dazu beigetragen, dass aus dem ersten Jahr Oberliga 13 wurden.

Nun kämpfen die Rudolstädter wieder einmal für den Klassenerhalt. Der ist aus eigener Kraft noch möglich. Doch dazu müssen zwei Siege her und die Konkurrenz muss „mitspielen“.
Auch eine Relegation steht im Raum, wobei der Termin für das Heimspiel gegen den Vertreter der Oberliga Nord terminlich nicht sehr günstig ist, selbst wenn man zuerst zuhause spielen sollte.
Am Dienstag nach dem Freital-Spiel wird man im Vorstand des Vereins über die Lage sprechen und beraten, wie es, ganz egal wo, weitergeht. Dazu wird vor allem die Meinung des Sportlichen Leiters Tim Ackermann wichtig sein.
Aber allen Eventualitäten zum Trotz gilt die ganze Aufmerksamkeit der Begegnung, die gegen die Rand-Dresdener am Sonntag, dem 25. Mai, um 14 Uhr angepfiffen wird. Der Gegner hat in der internen Bilanz einen kleinen Vorteil. Im Kader sind, das macht die Lage von Freital vor den Toren von Elbflorenz möglich, viele Akteure, die bei Dynamo Dresden oder auch in anderen Nachwuchsleistungszentren eine solide Ausbildung erfahren haben. Auch der Erfahrungsschatz mancher Akteure beim SC ist nicht zu unterschätzen. Wir haben den sportlichen Kontrahenten vom Sonntag auf unseren Kanälen bereits ausführlich vorgestellt.

Bei der Einheit freut man sich, dass Marco Riemer, der zuletzt privat bedingt, fehlen musste, wieder am Start ist. Von den Langzeitverletzten kann Holger Jähnisch indes wohl auf niemanden zählen.
Nach dem Match spielt die als Landesklasse-Aufsteiger bereits seit längerem feststehende 2. Mannschaft ab 16.30 Uhr im Derby gegen den SV 1883 Schwarza. Es ist damit zu rechnen, dass der Kreis-Fußballausschuss (KFA) Mittelthüringen an diesem Tag die Meisterehrung durchführt. Offiziell bestätigt ist dies allerdings noch nicht.
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Hartmut Gerlach