Wir sprachen kurz nach dem Spiel mit beiden Trainern. Das sagten sie uns zur Partie:

Rico Methfessel (FC Erfurt Nord):

„Wir haben als blutjunge Truppe hier natürlich Lehrgeld bezahlt. Wir nehmen das mit für die Spiele in der Landesklasse, wo wir etwas cleverer agieren wollen. Ansonsten bin ich superstolz auf meine Jungs. Wir haben beispielsweise einen 18-Jährigen als Rechtsverteidiger spielen lassen. Da kann man nur stolz sein, wie wir aus der Kabine nach der Pause rausgenommen sind. Da müssen wir das 1:2 machen. Dsa nehmen wir mit und ich kann es nur noch einmal betonen: Wir sind heute superstolz.“


Holger Jähnisch (FC Einheit):


„Wir wissen, das hat man erst gestern wieder gesehen, dass man sich auch im Pokal schwer tun kann gegen eine Landesklassemannschaft. Trotzdem ist Erfurt Nord auch keine Laufkundschaft, wenn ich dran denke, dass sie erst kurz dem Saisonende den Aufstieg verpasst haben. Von daher waren wir auch ein Stück weit gewarnt.


Wir haben das Spiel ordentlich angenommen. Es war, was die Zweikämpfe anbelangt, ein typischer Pokalfight. Durch die beiden Tore vor der Pause haben wir das Ganze frühzeitig beruhigen können. Aber in der 2. Halbzeit haben wir, wohl angesichts unserer 4:0-Führung, sehr unkonzentriert gespielt. Wir haben uns das Leben unnötig schwer gemacht und den Gegner zu Kontern eingeladen. Auch der Foulelfmeter war berechtigt.


Aber mir hat gefallen, dass wir noch einmal eine Antwort gegeben haben und zwei Tore draufgepackt haben. Aber das sollten wir dann schon tun, weil wir zeitweise sehr liederlich und fahrig waren. Gegen einen anderen Gegner in der Oberliga wird man noch richtig bestraft. Wir sind durch einen Pflichtsieg weitergekommen.“

Wir haben für Euch und Sie noch die Rubrik „Was sonst noch in Erfurt passierte“. Die gibt es später. Auch die restlichen Fotos von Achim Freund, der genau so wie alle Funktionäre und Trainer im Ehrenamt tätig ist.
Hartmut Gerlach