Meinungen der Trainer nach dem Oberligaspiel Einheit Rudolstadt – Germania Halberstadt (1:0)

Nach dem oben genannten Heimspiel der Rudolstädter gegen die Gäste aus Sachsen-Anhalt äußerten sich beide Trainer, Manuel Rost – der antwortete zudem auf die Frage, ob das Pokalfinale etwas mit den Köpfen der Spieler mache –  und Hendrik Faik, zur Partie. Was sie sagten, liest man hier:

Manuel Rost (VfB Germania Halberstadt):

„Glückwunsch an Rudolstadt und an Hendrik Faik zum verdienten Sieg. Wir sind gut in das Spiel gekommen und hatten wahrscheinlich auch etwas mehr davon. Im Übergangsspiel war das gut, aber im letzten Drittel sehr fahrig. Wir sind einfach nicht in den Fokus und den letzten Abschluss, bei dem wir nicht präzise genug waren, gekommen. Unser erster Kontakt war auch nicht so, dass wir den Gegner in das Eins-gegen-eins verwickeln. Es kommt mit unserem Ballbesitz und auch mit den Aktionen im letzten Drittel einen Tick zu wenig heraus.

Wenn wir dann doch einmal zu einer Torchance gekommen sind, sind wir relativ fahrlässig, nicht präzise und zielstrebig genug. Am Ende des Tages haben wir auch ein Stück weit zu viele Konter zugelassen. Ich denke, unsere Intensität und das hohe Anlaufen waren schon gut. Doch die Entscheidungsfindung der letzten Linie, das frühzeitige Erkennen des langen Balles und das frühzeitige Absetzen durch Sichern in der Tiefe waren wir nicht ganz so klar. Deswegen hat auch Rudolstadt in der 1. Halbzeit eins zwei Möglichkeiten durch Emilio Heß, wo wir noch Glück hatten, dass unser Torwart gut gehalten hat.

Damit war es dann auch ein offenes Spiel. Rudolstadt mit seinen Möglichkeiten  und Qualitäten gerade in der Defensivbereitschaft und dem hohen Engagement. Mit dem 1:0 war es dann so, dass man als Rudolstädter schon noch fünf bis zehn Prozent mehr freimachen kann, weil man da auf einmal etwas zu gewinnen hast. Dann wird es noch schwieriger. Wir sind in dieser Phase einfach nicht zu klaren Aktionen gekommen. Die klarste war noch, als nach einer Flanke Hackethal frei zum Abschluss kommt, aber auf der Linie gerettet wird.

Aber das ist insgesamt zu wenig und deshalb müssen wir das heute akzeptieren. Es sit eine bittere Pille, die wir schlucken müssen, weil ich meinen Jungs von der Einstellung und vom Engagement her keinen Vorwurf machen kann. Doch vom Ergebnis her sind wir natürlich heute nicht zufrieden.

Es war ja nicht so, dass die Jungs heute nicht wollten. Es liegt ja nicht daran, dass sie keine Torchance hatten oder wenig gelaufen sind. Wir haben eine junge Mannschaft und derzeit eine Phase, die sehr schwierig ist. In dieser Saison hatten wir keine Phase, wo wir vier Spiele nicht gewonnen haben. Bisher war es so, dass wir ein Spiel verloren, aber das nächste gleich wieder gewonnen haben. Jetzt gilt es für die junge Mannschaft, Charakter zu zeigen, die Situation, so wie sie ist, zu akzeptieren, aber dabei den Allerwertesten hoch zu bekommen. Das gilt für uns, alles sachlich-analytisch einzuordnen und was Einstellung, Engagement und Bereitschaft betrifft, weiter zu machen. Wir müssen den Jungs weiter Mut zusprechen und sie stärken. Wenn wir die nächsten drei Spiele verlieren, aber man wird Pokalsieger, dann wird man sagen, alles richtig gemacht. Wir werden Ruhe bewahren.

Aber ich glaube, ihr habt es jetzt geschafft und seid durch. Dementsprechend wünsche ich euch weiter viel Erfolg für den Rest der Saison und gutes Gelingen für die restlichen Spiele und dann sehen wir uns wahrscheinlich nächstes Jahr wieder. Beste Grüße.“

Hendrik Faik (FC Einheit Rudolstadt):

„Grundsätzlich wussten wir zunächst einmal, dass Halberstadt nach der letzten englischen Woche nicht im absoluten Flow ist. Da waren die Ergebnisse nicht so, wie sie sich das wohl vorgestellt hatten. Wir wussten auch, dass sie vorn ein paar Probleme haben, den Ball über die Linie zu kriegen. Dennoch ist es klar, dass die Mannschaft unter die ersten Fünf gehört, aber ein Stück weit leiden und Chancen zulassen muss. Das ist passiert.

Trotzdem muss man sagen, dass wir das fußballerisch in der 1. Halbzeit sehr, sehr ordentlich gemacht haben. In der 2. war es dann eine Kraftfrage. Dennoch haben wir das sehr, sehr gut wegverteidigt. Da kann ich allen auch nur ein großes Kompliment machen.

Wir sind froh, dass wir heute drei Punkte einfahren konnten, auch, weil wir uns in der letzten Woche für eine gute Leistung in Halle nicht belohnt haben. Wir haben 31 Punkte und wollen trotzdem in den letzten drei Spielen noch Punkte holen.

Ich wünsche Halberstadt alles Gute für das Finale.“

Hartmut Gerlach

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