Dass es nicht so ganz einfach ist, neben dem Schichtsystem auch noch im Ehrenamt tätig zu sein, weiß niemand besser als Dirk Locker. Der noch 50-Jährige verheiratete Familienvater mit zwei Kindern, von denen Sidney Fußball in der DII spielt, ist seit dem 1. Januar 2016 in der Firma JASS als Anlagenfahrer tätig. Wer vor der Wende Eltern oder Großeltern im „Werk“ hatte, der kennt sich mit Schichtsystem aus.

Aber für Dirk, seit 2024 Nachfolger von Renè Löhmer als Nachwuchsleiter des FC Einheit, ist die berufliche Tätigkeit nicht das ganz große Problem. Er nimmt die Zeiten, so wie sie sind.
Gelernt hat Locker eigentlich Koch. Er ist dann nach der Lehre gleich für mehrere Jahre zur Bundeswehr gegangen. „Noch heute koche ich ganz gern, aber nur zuhause“, sagt er schmunzelnd.
Fußball gespielt hat er natürlich auch und zwar in Nordhausen. Dann wechselte er gemeinsam mit seiner Ehefrau nach Rudolstadt und da der Sohn gern Fußball spielen wollte, ging er mit ihm zur Einheit. Hier war Philipp Bauer der Trainer des Jahrgangs. Aber da, wie meist, Mangel an Übungsleitern herrschte, wurde er von Philipp gefragt, ob er ihn nicht mal unterstützen wolle. Daraus wurde dann, und das ist nicht so selten, die Übernahme der F-Junioren durch Dirk Locker. „Da war ich drin und es gab kein Zurück mehr“, sagt er uns.
Nun organisiert er den Kinder – und Jugendfußball bei der Einheit. Mit dem Benefizturnier der D-Junioren hat er sich selbst mit vielen Helfern ein Denkmal gesetzt.
Danach braucht man auch mal eine Auszeit. Die hat sich Dirk mit einer Vater-Kind-Kur in den Nordwesten Deutschlands genommen. In der Zeit übernimmt ein Trainer die Aufgaben des Nachwuchskoordinators. Aber nicht nur die Organisation des F-Junioren-Turniers am kommenden Sonntag durch einige Übungsleiter zeigt, dass er sich auf seine Mitstreiter verlassen kann … .
Hartmut Gerlach