Wenn man sich nach vier Oberligaspieltagen in das „Lazarett“ eines neuen Vereins begeben muss, dann kann man, auch aus der Sicht des jeweiligen Spielers, sicher nicht von einem optimalen Wechsel sprechen. Ole Barthel, um den es geht, kennt die Gründe: „Ich habe nach meiner Verletzung einfach zu früh angefangen.“ Der Muskelfaserriss erwies sich über zwei Monate lang als sehr hartnäckig. „Schon nach zwei Wochen habe ich wieder begonnen und auch das Training zu zeitig gestartet. Gegen Heiligenstadt habe ich mich wieder gezerrt.“

Nun ist die Blessur richtig ausgeheilt. Ole, vor kurzem erst 19 geworden, trainiert wieder mit der Mannschaft und hofft, dass er es gegen Auerbach wieder in den Kader schafft.
Er sei jetzt wieder bei meinen Eltern in Schmölln eingezogen, sagt der 1,85 Meter große Neuzugang beim FC Einheit. Vor kurzem habe er eine Lehre als Mechatroniker, die dreieinhalb Jahre dauert, begonnen.

Der Ball spielte schon im frühesten Kindesalter bei Ole eine Rolle. Offizieller Vereinstart war dann das vierte Lebensjahr. Danach hat er beim SV 1910 bis zur E-Jugend gespielt. In dieser Zeit wurden Scouts vom großen ZFC Meuselwitz, nicht weit entfernt von seiner Heimatstadt, auf das Talent aufmerksam.
Ab der C-Jugend folgte der nächste Schritt. Der führte ihn zum FC Carl Zeiss Jena, wo er im Internat wohnte und die Sportschule besuchte.

Ab den A-Junioren wechselte Ole zum FSV Zwickau. Hier bezog er eine eigene Wohnung und kam sogar für einige Minuten bei den Profis zum Einsatz. Und schließlich folgte im Sommer 2025 der Wechsel zur Einheit.
Den erklärt er so: „Ich hatte zahlreiche Angebote von anderen Oberligavereinen, habe mich aber, da ich nun wieder zuhause bin, für Rudolstadt entschieden. Das hat sich angeboten und ich wollte nicht wieder viereinhalb Stunden von meiner Heimat entfernt sein. Mir hat der Verein von der ersten Sekunde an gefallen. Die Mannschaft ist super, die Trainer sind sehr zuverlässig und halten Versprechungen ein.“

Der obligatorischen Frage nach den Stärken im Fußball weicht der Youngster nicht aus. Seine Antwort: „Ich bin sehr, sehr schnell und kann Zweikämpfe körperlich robust bestreiten. Dabei bin ich ein Teamspieler. Ich schaue eher auf die Leistung der Mannschaft, als mich selbst in den Vordergrund zu schieben. Dabei versuche ich, viele Wege zu gehen und läuferisch einiges abzuarbeiten. Ich will jeden mitziehen und bleibe positiv, um eine günstige Spielatmosphäre zu schaffen. Wenn ich den Ball richtig treffe, dann landet er meist auch in gefährlicher Tornähe. Mit der Zeit komme ich immer besser rein und versuche, Verantwortung im Sinne der Mannschaft zu übernehmen.
Gern spielt Ole im Offensivbereich auf allen Positionen. Am wohlsten fühlt er sich im Sturm oder auf dem Flügel. „Aber ich kann überall spielen“, sagt er.
In seiner Freizeit, die nicht so üppig ausfällt, besucht er oft das Fitnessstudio. Natürlich stehen Treffen mit Freunden aus „alten“ Fußballzeiten ganz oben auf der Agenda. Gern reist er auch ins Brandenburgische, wo sich der Rest der Barthels aufhält.
Dass die Eltern meist bei Spielen des Filius’ dabei sind, auch auswärts, gehört längst zu den Selbstverständlichkeiten, zumal sie ihn schon viele Jahre begleiten. Dabei hoffen nicht nur sie, dass Ole bald wieder richtig fit ist … .

sicherlich, dass Paul eine feste Größe im Einheit-Team wird.
Das sind die bisher erschienen Porträts der Saison 25/26:
Eric Kuhnt (1)
Liam Floßmann (2)
Emilio Heß (3)
Justin Smyla (4)
Szymon-Jan Frackowiak (5)
Yasser Mohammadi (6)
Paul Schneider (7)
Max Zerrenner (8)
Hartmut Gerlach