Auf der Internetseite des VfB Germania und auf Facebook fanden wir diesen Spielbericht von der Partie am Sonntag zwischen Halberstadt und Rudolstadt (2:1). Die Fotos hat Achim Freund, unser Vereinsfotograf, gemacht:

„10.11.2025
Fußball Oberliga: … Erste siegt erneut in der Schlussphase

VfB Germania erkämpft Sieg gegen Verfolger Rudolstadt
NOFV-OL Süd: VfB Germania – FC Einheit Rudolstadt 2:1 (1:0)

(von Bernd Waldow)

Die Zuschauer im Friedensstadion wurden an diesem Spieltag durch ein Wellenbad der Gefühle geschickt. Das begann bereits deutlich vor Anpfiff, als die Nachrufe auf zwei verdiente Sportler des Vereins, Ditmar Schwalenberg (Leichtathletik) und Manfred „Puffer“ Bergfeld (Fußball), die in Jahrzehnten Vereins-Treue Legendenstatus erreicht hatten, verkündet wurden. Die ehrliche Betroffenheit wurde dann aber schnell abgelöst – ganz im Sinne der beiden – durch einen stürmischen Applaus der Begeisterung, als die Nachricht der Vertragsverlängerung von Cheftrainer Manuel Rost über die Stadionlautsprecher schallte.

Im Spiel der Tabellennachbarn gab die Heimelf schnell den Takt vor, erspielte sich deutliche Vorteile. Zunächst fehlte aber in vorderster Linie noch die Präzision. Als dann Paul Kühnhardt in der rechten Halbspur geschickt wurde, fackelte er nicht lange, seinen Schuss wehrte Max Bresemann im FCE-Kasten jedoch ab. Beim Versuch diesen Abpraller zu verarbeiten, wurde Kühnhardt recht robust bearbeitet und ging zu Fall. Schiedsrichter Oskar Lämpel stand gut und entschied auf Foulelfmeter (13.), den Pascal Hackethal souverän zum 1:0 verwandelte. In der Folge kam Rudolstadt nur einmal vor das Gehäuse von Lukas Cichos (23.), nach Freistoß von Schlegel gab es jedoch ein Stürmerfoul in der Box. Auf der anderen Seite teils ordentliche Kombinationen, die aber ohne Ertrag blieben, weil zu hoch (Julien Huber/ 21. und Fabian Zeidler/ 28.) oder mit zu wenig Druck (Vinicius Sandri/ 24., Emilio Stobbe per Kopf/ 28.) abgeschlossen wurde. Besser machte es Kühnhardt (34.), der diagonal einen Ball in den Lauf bekam, weil ein Rudolstädter Verteidiger ausgerutscht war, die Kugel sauber verarbeitete, den Torhüter umkurvte und flach einschob. Zu schnell für den Assistenten, der auf Abseits entschied – höchst fragwürdig und ärgerlich, nachdem bereits in Plauen einem regulären Tor von Silvio Rust wegen falscher Wahrnehmung die Anerkennung entzogen wurde. So ging es mit der knappen 1:0-Führung und einem dennoch sehr guten Gefühl in die Halbzeitpause.

Der zweite Durchgang schüttelte die Gemüter dann gleich ordentlich durch, als Marcel Kohn im Zweikampf resolut zur Sache ging, war das dem Schiedsrichter zu viel. Im ersten Durchgang gewann Kohn noch einen ähnlichen Zweikampf, hier wurde er sanktioniert und der Referee verhängte nun einen Foulelfmeter gegen die Halberstädter. Maximilian Schlegel versenkte das Spielgerät ebenso souverän (50.), wie zuvor „Hacke“ in Halbzeit eins. Erst nach diesem 1:1 fand Rudolstadt besser in die Partie, glaubte jetzt offensichtlich an die eigene Chance. Dicke Tormöglichkeiten entsprangen aus dieser besten Phase der Gäste aber nur selten.

Dafür blieb der VfB Germania über Konter durhaus gefährlich und befreite sich ganz allmählich vom Druck der Rudolstädter. Ein Versuch von Joel Klaschka (56.) aus der zweiten Reihe, der über die Querstange segelte, durchbrach die Ballbesitzphase der Gäste, ebenso ein gefälliger Konter (65.), den Kühnhardt auf Klaschka finalisierte, dessen gute Möglichkeit gerade noch zur Ecke abgefälscht wurde. Die beste Tat von Torhüter Bresemann resultierte aus der 68. Minute, als Stobbe mit ganz starkem Kopfball an einer überragenden Reaktion des Schlussmannes scheiterte. Klaschka und Kohn versuchten es weiter mit Fuß oder Kopf, trafen aber nicht ins Ziel.

Auch der nächste Versuch von Stobbe (86.) wurde eine Beute des Keepers. Mehrere Eckbälle hatten die Halberstädter mittlerweile erarbeitet, ein zählbarer Ertrag resultierte daraus nicht – bis zur 88. Minute. Hackethal servierte von der rechten Seite auf den zweiten Pfosten, dort stieg Kohn hoch und drückte die Kugel per Kopf in den Winkel, wohl in Berührung mit Szymon-Jan Frackowiak, der das nicht unterbinden konnte. Schiedsrichter Lämpel schrieb im Spielbericht den Treffer schließlich dem Rudolstädter zu und wertete das 2:1 somit als Eigentor.

Und das war es am Ende, da Cichos auf der anderen Seite noch einmal aufmerksam klärte, als die Gäste in der fünfminütigen Nachspielzeit alles, inklusive Torwart Bresemann, nach vorne warfen und noch einen Abschluss hatten. Insgesamt erkämpfte sich der VfB Germania verdientermaßen den Sieg, denn über die gesamte Spielzeit betrachtet, verfügte der Gastgeber über wesentlich mehr Spielanteile und die besseren Chancen.“
Das ist der Link dazu:

F.d.R. Hartmut Gerlach