Aufsteigerduell in Ehrenhain: Zwei Strafstöße entscheiden die Partie
Auf dem idyllisch gelegenen Waldsportplatz in Ehrenhain trafen am Wochenende die beiden Aufsteiger aus den Kreisoberligen Ost- und Mittelthüringen aufeinander. Der Gastgeber SV Ehrenhain wollte mit einem Heimsieg den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herstellen, die Oberligareserve aus dem Saaletal war nach der Heimniederlage zuletzt auf Wiedergutmachung aus.

Die Gäste setzten das erste Ausrufezeichen: Ein gefährlicher Freistoß strich nur knapp am langen Eck vorbei. In der Folge entwickelte sich eine weitgehend ausgeglichene Partie, in der die Ostthüringer kompakt verteidigten und in den Zweikämpfen robust auftraten. Chancenvorteile erarbeitete sich jedoch der FC Einheit, dem im Abschluss die letzte Konsequenz fehlte. So parierte SV-Keeper André Sittel stark gegen Marius Trunk, der aus vielversprechender Position zum Abschluss gekommen war. Kurz vor der Pause zeigte Ehrenhain auch Torgefahr, doch der Pfosten verhinderte die Führung. Mit einem torlosen Remis ging es in die Kabinen.
Nach Wiederanpfiff blieben die Gäste zunächst tonangebend. Ein sehenswerter Angriff über die rechte Seite scheiterte am ungenauen letzten Pass, wenig später strich ein Nachschuss von Leon Matiss knapp über die Querlatte. Auch ein Flachschuss von Maurice Ring wurde im letzten Moment geblockt. Ausgerechnet ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung leitete dann die Führung der Gastgeber ein. Beim anschließenden Abwehrversuch traf Norman Enke seinen Gegenspieler im Strafraum leicht am Fuß. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Tilas Taubert verwandelte platziert, Einheit-Keeper Erik Rößler war in der richtigen Ecke, konnte den Einschlag aber nicht verhindern – 1:0 für die Blau-Gelben.
Ehrenhain lauerte fortan tiefer auf Ballgewinne, während der FC Einheit Druck aufbaute. Sittel entschärfte einen Schlenzer von Sandro Zirn und blieb auch bei der klaren Ausgleichschance des eingewechselten Ruben Baumann Sieger. Technische Fehler und Nachteile im Zweikampfverhalten aufseiten der Gäste spielten dem Umschaltspiel des SV in die Karten. Als der FC Einheit in der eigenen Hälfte nicht die einfache Lösung suchte, führte ein weiterer Ballverlust zu einem Konter, den die Gastgeber aus kurzer Distanz zunächst nicht nutzen konnten. Im Anschluss entschied der Unparteiische erneut auf Strafstoß für Ehrenhain – eine Entscheidung, die nicht nur auf auf Gästeseite für Unverständnis sorgte. Wieder trat Tilas Taubert an und entschied das Duell mit Rößler abermals zu Gunsten der Hausherren. Auf der Anzeigetafel stand nun 2:0.
In der Schlussviertelstunde bewiesen die Gäste Moral und drängten auf den Anschlusstreffer. Für die endgültige Entscheidung sorgte aus Sicht des FC Einheit eine weitere strittige Szene: Nach einem Foul an Maurice Ring im Strafraum blieb der Pfiff aus. Laut Videomitschnitt fühlten sich die Gäste auch hier benachteiligt. Am Ende jubelte der SV Ehrenhain über den ersten Dreier der Saison, während der FC Einheit trotz ordentlicher Leistung mit „Luft nach oben“ und zahlreichen Gelegenheiten ohne Torerfolg blieb.
Fazit: In einem intensiven Aufsteigerduell mit leichtem Chancenplus für die Gäste beeinflussten zwei Strafstoßentscheidungen und ein nicht gegebener Elfmeter in der Schlussphase die Punktverteilung. Ehrenhain agierte effizient und verteidigte den Vorsprung diszipliniert, der FC Einheit ließ seine Möglichkeiten ungenutzt und musste sich am Ende mit 0:2 geschlagen geben.
Hinweis: Nächster Gegner unserer „Zweiten“ ist der Staffelfavorit FC Einheit Bad Berka I. Anstoß ist am Sonntag, 28.09.2025, um 15.00 Uhr im städtischen Stadion.
Für den FC Einheit II spielten:
Rößler – Basak (78.Sacko), Ring, Klaus, Fadavi, Zirn, Matiss (68.Baumann), Maur. Ring (90.Sandeck), Häußer, Trunk, Jäger (78.Melle)
Für den SV Ehrenhain spielten:
A. Sittel, – L. Sittel, Eller (66.Clasen), Gerber, Hinrichs (56.Böswetter), Taubert, Bethke, Hupfer, Hofmann, Vollak, Richter (90+5.Gurski)
Schiedsrichter: Tarik Dorsch, Zuschauer: 86
Torfolge: 1:0 (60.Tilas Louis Taubert/60.), 2:0 (86.Tilas Louis Taubert/FE)
Winfried Matiss 21.09.2025