Umkämpfter Test endete leistungsgerecht
Nachdem Bitterfeld/Wolfen seine Zusage für einen Test in Rudolstadt zurückgezogen hatte, bot sich mit dem VfB Empor Glauchau eine Mannschaft an, die nun die zweite Saison in der Oberliga Süd spielen wird. Um es vorweg zu nehmen: Das sehr umkämpfte, aber auch nach den Worten von DFB-Schiedsrichter Daniel Bartnitzki nie unfaire Spiel – insgesamt musste der Referee, der in der kommenden Saison in der 2. Liga an der Linie stehen wird, in einem freundschaftlichen Vergleich vier Verwarnungen für den Gast und zwei für die Einheit zeigen –endete leistungsgerecht. Insofern waren Jona,s Mack, der seinen Chefcoach Nico Quade vertrat, und auch der FC-Trainer Hendrik Faik mit dem Test durchaus zufrieden. Zumal sie die Devise ausgegeben hatten, zu Null zu spielen.


Mack sagte: „Es war ein guter Oberligatest auf Augenhöhe. Eine Woche vor dem Punktspielstart war das für beide Seiten eine gelungene Sache. Man hat gesehen, auf welchem Stand man wirklich ist.“

Faik äußerte sich so: „Es war, wie ich das im Vorfeld schon gesagt habe, zu erwarten, dass es heute ein sehr, sehr guter Gegner ist. Deshalb war es auch ein sehr, sehr guter Test. Unser Ziel war, eine erfolgreiche Generalprobe zu habe, hinten den ‚Laden zuzukriegen’ und bestenfalls zu Null zu spielen. Das haben wir in Summe erst einmal erreicht.“

Doch die gut 70 Zuschauer, die in der 2. Halbzeit aufgrund des aufkommenden Regens, der nicht nur die Landwirte und Gartenbesitzer freut, unter das schützende Hallendach gehen mussten, hätten durchaus auch Tore sehen können. So bei dem „Riesen“ der Sachsen, als Philipp Sovago im letzten Moment gerade noch durch den baumlangen Lenny Weigand am Einschuss gestört werden konnte (34.) oder der Chance der Hausherren, als Emilio Heß einen sehr guten Angriff der Platzelf hauchzart vorbei schoss (41.).

Der zweite Abschnitt begann mit je einer Gelegenheit für beide Teams (47., 48.). Danach spielte sich das Geschehen zumeist zwischen den Strafräumen ab, wobei sich die Thüringer zahlreiche Eckbälle herausspielten. Doch die brachten ebenso wenig ein wie ein 18-Meter-Freistoß von Maximilian Schlegel, der vom gegnerischen Keeper gerade noch abgewehrt werden konnte (83.). So blieb es beim torlosen Remis.

Abschließend noch einmal die Meinungen der beiden Trainer. Jonas Mack betonte: „Man kann gute Erkenntnisse ableiten. Wir sind nicht ganz unzufrieden, denn wir wollten heute taktisch sauber stehen und zu Null spielen. Das ist uns gelungen. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn wir noch ein Tor gemacht hätten. Aber wir haben auch ein, zwei Sachen zugelassen, wo Rudolstadt auch ein Tor hätte schießen können. Somit geht das Unentschieden in Ordnung.“

Hendrik Faik kam zu diesem Urteil: „Trotzdem habe ich ein paar Sachen gesehen, an denen wir unter der Woche noch einmal arbeiten werden. So werden wir uns in konkreter Form auf das Spiel beim VFC Plauen vorbereiten. Dann hoffe ich, dass wir erfolgreich starten können. Bei einigen Spielern gab es noch Sicherheitsmaßnahmen. Alle sind aber in einer Woche wieder dabei.“

Die Statistik:
FC Einheit:

Kunth, Chentoufi, Schlegel, Heß, Kponton (74. Jovic), Riemer, Amiri, Steinhäuser (65. Prokopp), Rupprecht, Rühling (81. Giebel), Weigand

VfB Empor
Wimmer, Hetzsch, Knoll (60. Suske), Werrmann (67. Barthel), Hertel (67. Weißbach), Sovago, Fischer, Mey, Bernhardt, Anger, Barth (60. Drechsel)

Schiedsrichter: Daniel Bartnitzki, Zuschauer: 70:
Torfolge: keine

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Hartmut Gerlach