In vielen Jahren zuvor hatte die Fußballmannschaft des THW Ortsverbandes Rudolstadt/Saalfeld nur höchst selten die Runde der letzten vier Mannschaften erreicht. Doch diesmal wurde sie sogar Sieger und trug sich als zehnter Gewinner in die Liste der Teams ein, die den Wanderpokal holten.

Das hing vor allem damit zusammen, dass das THW diesmal gut „aufgerüstet“ hatte, wobei alle Spieler dem Kriterium, nicht höher als Kreisliga zu spielen, entsprachen.

Dennoch war es ein harter Kampf, ehe sich die THW-Crew im Finale nach gut fünf Stunden gegen das Ärzte-Fußballteam durch das Tor von Nico Molzon mit 1:0 durchsetzte. Kleiner Trost für das medizinische Personal der Thüringenklinik, denn sie stellte am Ende mit Hussam Dibah den „Besten Spieler“ des Turniers.

Dritter wurde der Gastgeber der Veranstaltung. Er besiegte die Stadtverwaltung Rudolstadt mit 2:1. Jannick Schneider (8 Treffer) und Torwart Paul Berger durften sich bei der Siegerehrung über zwei Einzelauszeichnungen als „Erfolgreichster Torschütze“ und „Bester Torwart“ freuen.


Der Einzug in das Endspiel war sehr spannend, denn nach dem 2:1 des THW über die Stadt Rudolstadt benötigte die Volksbank gegen die Ärzte nach dem 2:2 sogar das Neunmeterschießen, um ins kleine Endspiel zu kommen. Das erreichten sie nach zwei verwandelten Schüssen vom Punkt. Hingegen trafen die „Weißkittel“ nur einmal.

Die vier Teams dominierten auch die Vorrunde und blieben sowohl in der Gruppe A als auch in der anderen Staffel ungeschlagen.
Obwohl in den Spielen „nur“ Freizeitfußball gespielt wurde, ging es in einigen Partien recht energisch zur Sache und die erfahrenen Schiedsrichter Reinhard Häußer und Heiko Schlag hatten mehr zu tun, als ihnen lieb waren. So mussten sie sogar zwei Zwei-Minuten-Strafen und eine Rote Karte verhängen. Doch am Ende waren die kleinen Scharmützel vergessen und bei einem Getränk fand man sich zum angeregten Gespräch im Foyer.
Hier hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volksbank für eine sehr gute Versorgung zu moderaten Preisen gesorgt. Dabei spürte man wohlwollend, dass auch viele Auszubildende des genossenschaftlichen Unternehmens mittaten.
Bei einem Gewinnspiel durften sich zehn Männer, Frauen und Kinder über tolle Preise freuen. Der 1. Platz beinhaltete beispielsweise den Besuch des Regionalligaspiels FC Carl Zeiss Jena – BFC Dynamo inklusive VIP-Raum.
Wie immer wurde die Fußballatmosphäre in der Rudolstädter Dreifelderhalle aufgelockert durch ein Einlagenspiel der Bambinis, das sind die jüngsten Kicker des Oberligavereins, und durch vier Tänze des Thüringer Folkloretanzensembles. Beide Vorstellungen sorgten für wahre Begeisterungsstürme auf den gut gefüllten Rängen.
Wie immer in all den Jahren nahm die Siegehrung einen breiten Raum ein. Schließlich galt es, zunächst die Mannschaften für ihr Abschneiden im Turnier zu ehren. Sie erhielten neben einem Pokal mit unterschiedlicher Größe aus den Händen vom Volksbank-Vorstandsmitglied Harald Rademacher sowie den Organisatoren Uwe Tetzner und Marko Walther einen überdimensionalen Scheck. Den gaben sie an ihre Partner auf Zeit weiter und dokumentierten damit das Anliegen der Veranstaltung, für einen guten Zweck zu spielen:
Das waren die Vereine und Institutionen, die sich über eine Spende in unterschiedlicher Höhe freuen durften:
Gruppe A:
- Ärzte-Fußballteam Thüringenkliniken spielte für Lebenshilfe Kreisvereinigung Saalfeld-Rudolstadt e.V.
- Diakonieverein Rudolstadt e.V. spielte für den Diakonieverein e.V.
- THW Ortsverband Rudolstadt/Saalfeld spielte für die Vereinigung der Helfer und Förderer des THW RU/SLF e.V.
- Benefiz All-Stars spielten für den Förderverein der Fürstin Anna-Luisen-Schule e.V.
Gruppe B
- Schillertheater spielte für den Förderverein Theater Rudolstadt e.V.
- Volksbank eG spielte für den DRK Kreisverband Saalfeld/Rudolstadt, Kindergarten „Pfiffikus“
- Stadtwerke Jena spielten für die Tafel Saalfeld-Rudolstadt e.V.
- Stadtverwaltung Rudolstadt spielte für den Tierschutzverein Rudolstadt und Umgebung e.V.
Das Benefizturnier, das wie immer vom FC Einheit Rudolstadt unterstützt wurde, besuchte mit dem Ehrenamtsbeauftragten der Thüringer Staatskanzlei, Guntram Wothly, ein Mann aus der Regierungszentrale des Freistaates.
Schon jetzt ist klar, das betonte Harald Rademacher noch einmal ausdrücklich, dass es im kommenden Jahr eine 28. Auflage geben wird.
Hartmut Gerlach