VfL Halle 96 – 1. Mannschaft 4:1 (1:1)

Bitteres Elfmeterfestival für die Einheit – vier von fünf Toren fielen durch Strafstöße

Da der Vereinssprecher diesmal nicht in Halle/Saale sein konnte – die Moderation des Regionalligahandballspiels zwischen dem HSV Bad Blankenburg und der HSG Freiberg, das der Gastgeber gewann, war eine Option, die es galt wahrzunehmen – musste der Verfasser die Dienste von Frank Häßner in Anspruch nehmen. Deswegen gibt es auch keine Rubrik „Meinung der Trainer“.

Der Hauptkassierer des FC Einheit begleitet die 1. Mannschaft häufig zu den Auswärtsspielen und war am Sonntagabend der Berichterstatter für den Autor. Häßner sagte uns:

„Das Spiel begann nicht so gut für die Gäste, denn sowohl Marco Riemer, für den die Saison nach einer Schultereckgelenkverletzung, die er sich im Spiel gegen Bautzen zuzog, vorbei ist, als auch Tim Rühling (5. Gelbe Karte und verletzt) fielen aus. Zudem fehlte noch der gelb-rot gesperrte Max Zerrenner.

Schon nach zwei Minuten setzte sich Jegor Jagupov gegen unsere beiden Innverteidiger durch und schob das Leder flach ins Eck. Hier war Keeper Max Bresemann ohne Abwehrchance.

Danach kam der VfL zu zwei, drei guten Möglichkeiten. Hier hatten wir etwas Glück, aber auch Schlussmann Bresemann hielt jeweils gut.

Aber nach einer knappen halben Stunde neutralisierte sich das Geschehen auf dem Rasen. Die Platzelf beendete ihre erste größere Angriffswelle und das Spiel verlief auf Augenhöhe.

Der letzte Rudolstädter Angriff  wurde zur Ecke abgewehrt. Die brachte Max Schlegel. Bei einer Traube ging Szymon Frackowiak zu Boden und der Assistent signalisierte in der unübersichtlichen Situation ein Foulspiel. Oskar Lämpel, Schiedsrichter aus Dresden, zeigte auf den Punkt und Schlegel verwandelte gewohnt sicher (45.+3).“ Der Strafstoß sei, so unser Gesprächspartner, etwas schmeichelhaft gewesen.

Die zweite Halbzeit war ein Stück weit gefälliger, denn sie war von Seiten der Einheit ausgeglichener, wobei sich viel zwischen den Strafräumen abgespielt habe und die Begegnung chancenarm war. „Aber sie verlief einigermaßen kurios, denn wenn die Nullsechser gefährlich vor den Bresemann-Kasten kamen, habe es immer Elfmeter gegeben.

Das 2:1 durch einen Strafstoß fiel dann wie der Elfer für den FC. Die Meinung einiger Hallenser sei noch erwähnt: ‚Wenn der den Strafstoß für Rudolstadt nicht gibt, zeigt er auch in dieser unübersichtlichen Situation nicht auf den Punkt.’ Frank Häßner weiter: ‚Es war wohl eine Konzessionsentscheidung. Jagupov vollstreckte sicher (53.).’

‚Danach war die Partie recht offen und die Thüringer bemühten sich. nach 77 Minuten wehrte Sven Rupprecht eine Eingabe von rechts gerade noch mit einem langen Bein ab. Dabei rutscht er in den Gegner rein. Der Unparteiische wertete dies als Notbremse, obwohl der Ball sichtbar zur Ecke wegsprang. Aber der sächsische Referee verhängte eine Doppelstrafe, gab Elfer und zeigte „Ruppi“, der dies gar nicht verstand, weil er sagte, dass er den Ball gespielt habe, sogar noch die Rote Karte. Joel Marks traf aus elf Metern sicher (78.).

In Unterzahl war für Rudolstadt nun der „Drops gelutscht“. Doch es gab noch einen Strafstoß.“ Den erfasste Frank Häßner so. „Ein Schuss von der Strafraumgrenze trifft einen Rudolstädter aus zwei Metern. Für den Schiedsrichter eine strafbare Aktion, die Ludwig Bölke dankbar annahm (84.).“

Das Fazit unseres Hauptkassierers fällt so aus: „Wir verlieren in Halle, ohne richtig zu wissen, warum. Sogar aus Hallenser Sicht war zu hören, dass alle vier Elfer etwas fragwürdig waren. Jeder Strafstoß wurde diskutiert, denn keiner war richtig klar. Es war irgendwie ein komischer Nachmittag.“

Der Dank gilt sowohl den Fans, die tüchtig Stimmung machten, als auch den Angehörigen der Spieler.

Nächster Gegner ist am Sonntag, dem 3. Mai, ab 14 Uhr der SV Germania Halberstadt.

Die Statistik:

VfL 96

Stark, Rayko (66. Frühauf), Hüttig, Jagupov, Bölke, Pessel, Emmerich, Marks, Oikonomidis (34. Bärwald), Haese, Racine

FC Einheit:

Bresemann, Siegel (60. Ensenbach), Frackowiak, Schlegel, He0ß (82. Schneider), Starke, Prokopp (82. Floßmann),mKrahnert, Smyla, Rupprecht, Kponton (70. Bakavoli)

Schiedsrichter: Oskar Lämpel, Zuschauer: 104

Torfolge: 1:0 Jegor Jagupov (2.), 1:1 Maximilan Schlegel (45.+3/Strafstoß), 2:1 Jegor Jagupov (53./Strafstoß), 3:1 Joel Marks (78./Strafstoß), 4:1 Ludwig Bölke (85./Strafstoß)

Hartmut Gerlach

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