Da muss man sicher nicht groß drumherum reden. Der VFC Plauen, Gast des FC Einheit in der Oberliga am Sonntag, 22. März, um 14 Uhr auf dem Hauptplatz im Städtischen Stadion, ist für dieses Match der große Favorit. Das hat seine Ursachen in vier Besonderheiten.

Erstens reisen die Vogtländer nach 17 Runden, das sind gleich drei weniger als die Rudolstädter bestritten haben, als aktueller Tabellenvierter mit 31 Punkten, sieben mehr als die Einheit, an.
Zweitens haben sie ihr letztes Oberligaspiel am 26. Oktober 2025 verloren, was im Klartext heißt, dass sie seit nunmehr sieben Begegnungen ungeschlagen sind.
Zum Dritten hat Plauen nach dem Abstieg aus der Regionalliga, nicht ganz unerwartet, am Ende der Saison 24/25 eine sehr große Fluktuation erlebt. 22 Neuzugängen stehen ebenso viele Abgänge gegenüber.
Und auch den letzten Punkt sollte man nicht unterschätzen. Seit dem Spieljahr 2012/13, als die Gastgeber in die Oberliga Süd aufstiegen, haben beim VFC 14 Trainer an der Seite gestanden. Zum Vergleich, die Liste beim FC umfasst maximal zwei Coaches, wobei es vor nicht ganz drei Jahren die Rückkehr von Holger Jähnisch, der das Team in die 5. deutsche Líga führte, den etwas glücklosen Jürgen Walther (1. Juli – 1. November 2023) ablöste und mit großem Abstand der dienstälteste Oberligatrainer ist, gab.
Bei den Plauenern waren es unter anderem Ingo Walther, Nico Quade, Robert Fischer, Karsten Oswald und nun seit Jahresbeginn Norman Zschach.
Nach der vor allem kämpferisch überzeugenden Leistung beim VfB 1921 Krieschow wird es für die Hausherren darauf ankommen, mehr Torgefahr auszustrahlen. Leider gibt es einige personelle Probleme. So stehen hinter dem Mitwirken von Marco Riemer, Ausgleichstorschütze beim 1:1 in der Hinrunde beim VFC, und Toni Stelzer dicke Fragezeichen. Fehlen wird auf jeden Fall Szymon Frackowiak, dessen Rote Karte die Rudolstädter jedoch nicht als gerecht empfanden. Das haben sie in einer Stellungnahme auch dem Sportgericht so mitgeteilt.
Hartmut Gerlach