Der Gastgeber dieses letzten Spiels in der Oberliga in der Saison 2025/26 nimmt mit 44:72 Toren und 25 Punkten den vorletzten Platz in der Tabelle ein. Unnötig zu erwähnen, dass den Hausherren das „Wasser bis zum Hals steht“ und man dringend Punkte braucht. Dabei benötigen die Akteure aus dem Tal der Mulde, einen eigenen Heimerfolg vorausgesetzt, eventuell Schützenhilfe von Plauen und Krieschow.

Die Elf um ihren sympathischen Trainer Marcus Dörfer, der seit Januar 2026 das sportliche Sagen bei Grimma hat, hat sieben Partien gewonnen: Halberstadt 1:0 (A), Heiligenstadt 3:0 (A), Glauchau 3:2 (H), Heiligenstadt 4:0 (H), Stendal 5:2 (H), Wernigerode 2:1 (H), Plauen 1:0 (A).
Vier Mal spielte man remis: Auerbach 2:2 (H), RSV Eintracht 0:0 (A), Rudolstadt 2:2 (A), RSV Eintracht 0.0 (H).
18 Vergleiche wurden verloren: Freital 1:2 (H), Bautzen 0:7 (A), Halle 1:3 (H), Bischofswerda 2:3 (H), Stendal 4:5 (A), Wernigerode 1:3 (A), Sandersdorf 2:4 (H), Krieschow 0:1 (A), Plauen 0.3 (H), Freital 0:1 (A), Bautzen 2:4 (H), Halle 1:6 (A), Halberstadt 0:3 (H), Auerbach 1:4 (A), Bischofswerda 1:5 (A), Glauchau 3:4 (A), Sandersdorf 0:1 (A), Krieschow 2:4 (H).
Beide Mannschaften trafen bislang elf Mal aufeinander. Dabei gelangen den Gästen drei Siege und vier Remis. Vier Spiele verlor Rudolstadt. Das Torverhältnis beträgt 19:16 für Grimma.
Bislang setzten die drei Trainer Renè Behring, Benjamin Förster und Marcus Dörfer diese 27 Spieler ein:
Vogel, Rieger (28), Spreitzer, Càp (27), Werner (26), Pistol, Kind (25), Ziffert, Janz (24), Mattheus (22), Bartsch, Hübner, Seidl (21), Katzenberger (20), Tröger (15), Markus (13), Nitschke (10), Kaba (9), Wächtler (7), Schulze (5), Förster, Öner (4), Kögler (3), Lumpitzsch, Reisinger (2), Rasser, Tsarenko (1). Zudem gehören noch fünf weitere Spieler zum Kader.
Die Tore verteilen sich auf diese 13 Schützen: Vogel (14), Werner (9), Hübner (5), Kind (4), Spreitzer, Ziffert, Janz (2), Rieger, Seidl, Katzenberger, Tröger, Nitschke, Schulz (1).
14 Spieler haben Grimma verstärkt: Rieger (Lok Leipzig), Werner (Plauen), Vogel (Eilenburg), Katzenberger (Tapfer Leipzig), Cap (Wismut Gera), Öner (Wiehl), Janz (Zorbau), Kaba RW Erfurt U19), Seidl, Reisinger (Grimma U19), Tsarenko SV Lipsia Eutritzsch), Schulze, Rasser, Kögler (eigener Nachwuchs),
13 sind nicht mehr dabei: Hauswald (Riesa), Schubert (Plauen), Nakano, Silla, Walter (Sandersdorf), Baum (Bischofswerda), Goldammer (Colditz), Sanderson, Tsarenko (Eutritzsch), Worbs (pausiert), Gomes, Pechmann (vereinslos), Schumann (Karriereende), Lumpitzsch (Wurzen), Wächtler (Walldorf), Kaba (Taucha) Oner (unbekannt).
Wir blicken natürlich wie immer auch auf die sportlichen Biographien der Spieler:
Cap (31/Tschechien-sechs Vereine in Tschechien, Deggendorf, Plauen, Wernigerode, Bautzen Wismut Gera),
Lumpitzsch (28/Lok Leipzig-Nachwuchs, Colditz, Bernburg, Dessau, Bernburg, Thalheim, Radefeld, Engelsdorf),
Pistol (21/RB, Babelsberg-Nachwuchs, Babelsberg 03, Rathenow),
Rieger (22/Rehberghausen, Eislingen, Lok Leipzig), Ulm. Heidenheim-Nachwuchs, Hansa Rostock II,
Vogel (29/RB-Nachwuchs, RB II, Eilenburg),
Katzenberger (27/RW Erfurt-Nachwuchs, Wismut Gera, Aubstadt, Plauen, Merseburg, Halle 96, Tapfer Leipzig),
Janz (22/Braunschweig, Chemnitz-Nachwuchs, Neugersdorf, Wolfenbüttel, Sandersdorf, Zorbu),
Markus (33/S. Leipzig, RB-Nachwuchs, Leipzig Leutzsch, Sachsen Leipzig, Chemie Leipzig),
Wächtler (20/F. Chemnitz, Chemnitzer FC-Nachwuchs, Auerbach),
Bartsch (28/Meuselwitz-Nachwuchs, Meuselwitz II),
Tröger (38/Grimma-Nachwuchs, Grimma, S. Leipzig, HFC Colditz),
Spreitzer (24/Grimma, Chemnitzer FC, RB, Energie Cottbus, Luckenwalde),
Hübner (26/RB, Magdeburg-Nachwuchs, Plauen, Grimma, Zorbau);
Nitschke (27/RB, Dynamo Dresden, Erzgebirge Aue-Nachwuchs, Chemie Leipzig),
Mattheus (26/Grimma-Nachwuchs),
Seidl (20/Grimma-Nachwuchs),
Ziffert (27/Erzgeb. Aue, Borna-Nachwuchs),
Öner (24/Erntdebrück-Nachwuchs, Langenaubach, Hünsborn, Deutz, Wiehl),
Werner (29/Marienberg, Chemnitzer FC-Nachwuchs, Marienberg, Plauen),
Förster (36/Rabenstein, Chemnitzer FC-Nachwuchs, Chemnitzer FC, Elversberg, Nordhausen, Energie Cottbus, Altglienicke, BFC, Meuselwitz, Wismut Gera, Zorbau),
Kind (36/Fortuna Leipzig, Stötteritz, VfB Leipzig, Lok Leipzig-Nachwuchs, Lok Leipzig, Meuselwitz, Markranstädt, Eilenburg, Chemie Leipzig, Halle 96, Zorbau, Plauen),
Kaba (19/RB, Borea Dresden, RW Erfurt-Nachwuchs).
Das Traineramt hat als Dritter im Januar 2026 Marcus Dörfer übernommen. Er beerbte Renè Behring (01.07.-30.10.25) und danach Benjamin Förster (30.10. 25 bis 04.01.26). Der 42-Jährige kennt den Fußball in Thüringen sehr gut, war er doch bei Thal/Bürgel, Silbitz/Crossen, Gera-Westvororte und Wismut Gera tätig. Danach verschlug es ihn nach Sachsen-Anhalt zu BW Zorbau.
In einem Interview mit dem „Kicker“ vom 5. Januar 2026 lasen wir diese Stimmen: „Ich bedanke mich für das Vertrauen des Vorstands und werde versuchen, dies vollends zu rechtfertigen“, so der neue Coach. „Wenn wir als Team die Kräfte bündeln und die Mannschaft Woche für Woche sowohl in den Trainingseinheiten als auch im Wettkampf an die Grenzen geht, ist der Klassenerhalt mit diesem Kader ein absolut realistisches Ziel. Aktuell laufen wir tabellarisch der Musik etwas hinterher, demzufolge müssen wir in der Vorbereitung knallhart arbeiten und natürlich mehr tun. Insgesamt freue ich mich sehr auf die neue Aufgabe.“
Auch im Grimmaer Lager ist man zuversichtlich, diese vielversprechende Lösung gefunden zu haben. „Wir hatten frühzeitig sehr konstruktive und vertrauensvolle Gespräche geführt und sind davon überzeugt, dass Marcus Dörfer in unserer aktuellen Situation genau der richtige Mann ist, um das absolute Saisonziel Klassenerhalt zusammen mit der Mannschaft erreichen zu können“, so Andy Seydel aus dem Geschäftsführenden Vorstand. „Wir freuen uns daher sehr, dass Marcus diese Aufgabe angenommen hat und sich für den FC Grimma entschieden hat.“
Der „gute Geist“ beim Team aus Sachsen – das wiederholen wir natürlich auch für diese Saison sehr gern – ist ohne Zweifel Tom Rietzschel. Ihn lernte der Verfasser einst bei Chemie Leipzig als engagierten Sportfreund, der auch die damalige Einheit ausführlich vorgestellt hatte, kennen. In Grimma war er von Juli 2010 bis zum Juni 2018 Teammanager. Seit April hat der 46-Jährige dieses Amt nach seinem Abstecher zu den Chemikern wieder übernommen. Die Arbeit mit der Homepage ist eine der zahlreichen Tugenden des Mannes, der ganz viel für den FC Grimma tut. Hut ab, lieber Tom!
Vor seinem Wechsel zu den Leutzschern fanden wir diesen Bericht über Tom in der „Leipziger Volksstimme“ (LVZ)/Internet vom 19.06.2018. Daraus nun diese Ausschnitte:
„Rietzschel ist gelernter Bankkaufmann, hat wegen einer Krankheit aber nie in diesem Beruf Fuß fassen können. So zog es ihn von Anfang an zum Fußball, und aus dem Spieler wurde ein Organisator. Er schnürte beim Bornaer SV die Töppen und agierte von 2004 bis 2010 als Mannschaftsleiter des damaligen Landesliga-Vereins. Als die Bornaer in eine Krise schlitterten und das Trainergespann entließen, brach er aber die Zelte an der Wyhra ab und ging auf das Angebot von FC-Trainer Daniel Wohllebe ein, an die Mulde zu kommen. Am 1. Juli 2010 wurde der noch junge FC Grimma seine neue Heimstatt.
Rietzschel schrieb die Presseberichte, agierte als Stadionsprecher, reiste zu den Auswärtsspielen mit. Schon ein Jahr später übernahm er die Geschäftsstelle und löste zur Saison 2012/2013 Rainer Görnitz als Mannschaftsleiter der Ersten ab. „Da bist du Mädchen für alles“, gibt der 38-Jährige lächelnd zu verstehen. Um Ausrüstung und Material hat sich ein Team-Manager ebenso zu kümmern wie um die Planung.
Und in der Geschäftsstelle musste er von den Bambini bis zu den Herren alle Fußballer und deren Bedürfnisse im Blick haben – rund 280 Kicker. Dazu noch der Ausschank im Sportlokal. Es war ein Vollzeit-Job, sechs Tage die Woche … .“
Noch ein paar Sätze zur Vereinsentwicklung und zur Stadt: Grimma gehört zum Landkreis Leipzig. In der Großen Kreisstadt mit 64 Ortsteilen wohnen knapp 20.000 Einwohner im Tal der Mulde, wobei Grimma flächenmäßig die viertgrößte Stadt Sachsens ist. Von Grimma bis Rudolstadt sind es knapp 160 Kilometer.
Und das ist aus der Vereinsgeschichte nach der Wende interessant: „Mit dem 3. Bezirksligaplatz von 1990 hatte sich der neu gegründete SV Motor für die damals viertklassige Landesliga Sachsen qualifiziert. 1997 wurde der SV 1919 Grimma sächsischer Landesmeister und stieg damit die Fußball-Oberliga Nordost auf. Dort erreichte die Mannschaft in der Saison 1999/2000 mit Rang 4 die beste Platzierung. Die Spielzeit 2005/06 endete für den SV 1919 nach nur fünf Siegen in 30 Spielen mit dem vorletzten Platz, sodass die Mannschaft wieder in die Landesliga Sachsen absteigen musste. Seit 2008 ist die Landesliga die sechsthöchste Spielklasse. In der Saison 2018/19 wurde man mit 14 Punkten Vorsprung Landesmeister in Sachsen und spielt seit 2019/20 wieder in der Oberliga. Im Jahr 2009 wurde die Fußballabteilung des SV 1919 Grimma aus dem Verein ausgegliedert und im neu gegründeten FC Grimma eigenständig. Insgesamt 13 Jahre spielte man in Sachsens höchster Klasse, der Landesliga.“ (Quellen: ´Wikipedia und Verein).
Hartmut Gerlach