Der SC 03 Weimar ist mit nur 16 Punkten und 37:84 Toren als Tabellenletzter der Thüringenliga 24/25 abgestiegen. Doch man muss kein großer Prophet sein, um voraus zu sagen, dass die Gäste vom Sonntag (10.08., 16.30 Uhr), die nun der Landesklasse, Staffel 1, spielen, zu den Favoriten dieser Liga zählen.

Das zeigt schon die Chronik, in der man liest, dass Weimar von 1997/98 bis 21/22 der höchsten Thüringer Spielklasse angehörte und nach der Wende sogar in der Oberliga spielt. Gern erinnert sich der Vereinssprecher an viele packende Verbandsligaduelle mit den Nulldreiern entweder auf dem Lindenberg oder im Städtischen Stadion.
Nun mischt Trainer Holger Orlamünder (54), der seit dem 1. Juli 2022 die sportlichen Geschicke von Weimar leitet, die Karten neu. Er kann sich auf einen Kader von 21 Akteuren stützten, wobei mit Florian Giebel, derzeit der einzige Zugang, ein Mann zum SC gewechselt ist, der nicht nur für diese Spielklasse ein Ausnahme – und Unterschiedspieler ist. Der 31-Jährige gebürtige Weimarer, der etwas kürzer treten will und sich deshalb seinem ersten Verein angeschlossen hat, hat für den FC Einheit in der 1. Mannschaft immerhin 95 Partien bestritten und dabei vier Tore erzielt.
Natürlich bringt ein Abstieg auch immer Abgänge mit sich. So haben sechs Spieler den Verein verlassen: Hausdörfer (Ohratal), Johannes (Bad Langensalza), Lämmerhirt (Viktoria Potsdam), Scholz (Oldenburg), Salomon (Büßleben), Boden (Karriereende).
Und hier noch etwas Vereinsgeschichte (Quelle: Wikipedia): „1990 gründeten ehemalige BSG-Mitglieder der BSG Motor den eingetragenen Verein SV Motor Weimar. Deren Fußballabteilung schloss sich am 22. Juli 1991 dem wiederbelebten SC 1903 Weimar an. Seine Vereinsfarben Schwarz, Gelb und Grün sind der Landesflagge von Sachsen-Weimar-Eisenach entlehnt.
Sportpark Lindenberg
Das Stadion mit dem Namen Sportpark Lindenberg wurde durch den Vorgängerverein Sport-Club Weimar errichtet und am 31. Juli 1921 eingeweiht. Am 10. April 1960 wurde im DDR-Ligapunktspiel gegen Turbine Erfurt mit 10.000 Zuschauern der noch gültige Zuschauerrekord aufgestellt. Aktuell besitzt das Stadion eine Kapazität von 8.000 Plätzen. Die 1999 durch einen Sturm zerstörte alte Tribüne wurde 2004 am alten Standort wiederhergestellt.“
Hartmut Gerlach