Der VfL Halle 96 nimmt nach 25 Runden mit einem Torverhältnis von 56:37 und 37 Punkten den 6. Platz in der Oberliga Süd ein.

Der Gastgeber hat elf Partien gewonnen: Auerbach 5:0 (A), Grimma 3:1 (A), Bischofswerda 6:0 (H), Stendal 2:0 (A), Plauen 3:0 (H), Bautzen 1:0 (A), Grimma 6:1 (H), Bischofswerda 3:0 (A), Glauchau 2:0 (A), Sandersdorf 2:0 (A), Krieschow 3:1 (H).
Vier Mal spielte er remis: RSV Eintracht 4:4 (H), Glauchau 2:2 (H), Krieschow 3:3 (A), Stendal 2:2 (H).
Zehn Vergleiche wurden verloren: Wernigerode 1:2 (A), Sandersdorf 0:2 (H). Rudolstadt 0:2 (A), Freital 0:1 (H), Halberstadt 1:2 (H), Auerbach 2:4 (H), Heiligenstadt 2:3 (A), RSV Eintracht 2:3 (A), Wernigerode 1:3 (H), Plauen 0:1 (A).
Bisher wurden diese 25 Spieler eingesetzt: Pessel, Marks (24), Jagupov, Bölke, Hüttig (23), Kurti, Haese (22), Emmerich (21), Oikonomidis (20), Lubsch, Cabral, Racine (19), Arzumanian (14), Schmid (13), Stark (12), Frühauf (9), Borval, Rayko (8), Jagatic, Hentsch (7), Dierichen, Shoshi (5), dos Santos (4), Rümpler, Bärwald (3).
Die Tore kamen auf das Konto von diesen zwölf Akteuren: Jagupov (17), Marks (10), Bölke (7), Hüttig (6), Kurti, Oikonomidis (3), Haese, Cabral (2), Emmerich, Racine, Borval, dos Santos (1).
Wir blicken auf das Transferfenster. Als Zugänge konnte der VfL diese 13 Spieler nennen, wobei allein fünf in der Winterpause zum Stadion am Zoo wechselten. Haese (Schwerin), Hentsch (Markranstädt), Marks (Zorbau), Emmerich (Erzg. Aue U19), Hüttig (HFC U19)), Neumann (VfL Halle II). dos Santos (SF Lotte), Shoshi (Eilenburg), Yeboah (Grimma II), Tsiledakis (Griechenland), Frühauf (Merseburg), Rayko (eigene U19)
Nicht mehr dabei sind 14 Spieler. Im Winter gingen davon vier: Shevtsov (Emseloh), Tsiledakis (Gerani/Griechenland), M. Dierichen (Weißenfels), Bokunyungu (unbekannt), Hentsch (Markranstädt), Hörold (Brachstedt), J. Dierichen (Farnstädt), Petraj (Lüttchendorf), Neves (BFC Dynamo), Korngiebel (VfB Merseburg), Shubitidze (Karriereende/Trainer), E. Biregey, Hanstein (vereinslos), Schmid (unbekannt).
Wir schauen an dieser Stelle auf den sportlichen Werdegang der Spieler:
Schmid (24/ Finnland, Unterhaching, Holstein Kiel -Nachwuchs, Holst. Kiel II, VfB Lübeck, Mündchen 60, Türkgücü),
Stark (22/ Borea Dyn. Dresden-Nachwuchs, Dyn., Dresden II, ZFC Meuselwitz), Dresden, Bischofswerda),
Lubsch (32/ Dyn. Dresden-Nachwuchs, Dyn., Dresden II, ZFC Meuselwitz),
Hüttig (19/Dölau, Merseburg, HFC-Nachwuchs),
Davidson (29/ Guinea-Bissau/sechs ausländische Vereine, Radefelder SV, SSC Weißenfels, Dyn. Schwerin),
Oikonomidis (22/ Halle, Magdeburg-Nachwuchs, Halberstadt),
Racine (26/Weißenfels),
Arzumanyan (27/ Russland, Armenien/fünf ausländische Vereine),
Kurti (21//Albanien-Halle 96-Nachwuchs),
Pessel (22/HFC-Nachwuchs),
Rümpler (20/ Schlotheim, Halle 96-Nachwuchs),
Emmerich (19/Chemnitzer FC, Erzg. Aue-Nachwuchs),
Haese (22/Neubrandenburg-Nachwuchs, Neubrandenburg, Dyn. Schwerin),
Jagupov (30/ Russland-29/JFC Gera-Nachwuchs, Wismut Gera, Thüringen Weida, SF Lotte, ZFC Meuselwitz),
Jagatic (21/BFC Preußen, E. Cottbus, Chemie Leipzig-Nachwuchs, Chemie Leipzig),
Bölke (21/ RB, HFC, 1.FC Magdeburg-Nachwuchs, Magdeburg II),
Borval (24/ Martinique, Frankreich-23/drei ausländische Vereine),
Marks (21/HFC- Magdeburg-Nachwuchs, Magdeburg II, Zorbau).
Dos Santos (30/Brasilien, Wismut Gera, TSV Blankenburg, Wismut, Inter Leipzig, Eilenburg, Lotte),
Rayko (18/eigene Jugend),
Shoshi (28/Kosovo-D., Merseburg-Nachwuchs, CZ Jena II, Auerbach, Inter Leipzig, Fürstenwalde, Straelen, Altglienicke, Meuselwitz, Eilenburg),
Trainiert wird der VfL 96 seit dem 1. Juli 2025 vom erst 25-jährigen Luca Shubitidze. Für den jungen Mann mit der Staatsbürgerschaft von Deutschland und Georgien, der in Zwickau geboren wurde, ist das die erste Station als Übungsleiter. Er spielte bislang bei Sachsen Leipzig, RB und Dynamo Dresden im Nachwuchs. Danach war er fußballerisch tätig bei Bischofswerda, VfL 96, SHNU und dann wieder beim VfL.
Zur Personalie des Trainers fanden wir einen Beitrag von Monty Gräßler im „Kicker“ von gut vier Wochen: „Der Sohn von Ex-Profi Khvicha Shubitidze (46 Zweitligaspiele und 9 Tore für Erzgebirge Aue) war in der Vorsaison noch als Spieler für den VfL aufgelaufen, hatte parallel aber schon die Trainer-B-Lizenz gemacht und während eines Fußball-Stipendiums in den USA Erfahrungen gesammelt. ‚Meine Ideen und Vorstellungen haben sich mit denen des Vereins gedeckt. Ich bin jetzt natürlich extrem froh, dass der Start in meine erste Cheftrainer-Saison so gut funktioniert hat’, sagt der 25-Jährige, der seine aktive Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen beendete.“
Und hier noch einige Infos zur Nachwendegeschichte des VfL 96 (Quelle: Wikipedia):
„1991 stieg der Verein in die viertklassige Landesliga Sachsen-Anhalt auf und gewann 1995 mit 14 Punkten Vorsprung die Meisterschaft, was den Aufstieg in die Oberliga Nordost bedeutete. Dort konnte sich der Verein in den folgenden Jahren auf den vorderen Plätzen etablieren und stieg 1999 als Meister der Staffel Süd sogar in die Regionalliga Nordost auf. 1997 und 1999 gewann der Verein zudem den FSA-Pokal und qualifizierte sich damit für die Hauptrunde um den DFB-Pokal. Dort unterlag der Verein 1997 gegen Eintracht Frankfurt (0:4) und 1999 gegen den 1. FSV Mainz 05 (1:2) jeweils in der ersten Runde. In der Regionalligasaison 1999/2000 erreichte der VfL Halle 96 den 14. Tabellenplatz. Aufgrund der Reduzierung von vier auf zwei Staffeln reichte dieser Platz nicht für den Klassenerhalt und die Mannschaft stieg wieder in die Oberliga ab.
Der Verein geriet in der Folgezeit in finanzielle Schwierigkeiten, sodass auch über eine Fusion mit dem Lokalrivalen Hallescher FC nachgedacht wurde. Die großen Unterschiede der beiden Vereine verhinderten dieses Vorhaben jedoch, sodass sich der VfL Halle 96 freiwillig aus der Oberliga zurückzog und in der sechstklassigen Verbandsliga Sachsen-Anhalt spielte. In der Saison 2008/09 wurde der VfL Halle 96 Verbandsliga-Meister und kehrte somit in die Oberliga Nordost zurück. Nach dem 11. Tabellenplatz in der Spielzeit 2009/10 erreichten die Hallenser am Ende der Saison 2010/11 lediglich Rang 14 und entgingen dem neuerlichen Abstieg in die Verbandsliga nur aufgrund der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen den Ligakonkurrenten FC Sachsen Leipzig.“
Wenn unsere Statistik richtig ist, dann sind beide Teams in der Oberliga 26 Mal aufeinander getroffen. Rudolstadt gewann zwölf Partien und spielte drei Mal remis.
Von Rudolstadt bis Halle sind es 135 Kilometer.
Hartmut Gerlach